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Extener Heimatverein freut sich über erfolgreichen Mühlentag 2026

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(Exten) Bestes Wetter, ein buntes Programm und viele engagierte Helferinnen und Helfer: Das Mühlenfest des Vereins für Heimatpflege und Kultur Exten e.V. zum 33. Deutschen Mühlentag am Pfingstmontag lockte zahlreiche Besucherinnen und Besucher an den Unteren und Oberen Eisenhammer – und setzte in diesem Jahr gleich mehrere neue Akzente.

Hartmut Giese auf der Pferdekutsche.

Neuer Einführungsfilm macht Geschichte lebendig

Für die Führungen durch die historischen Schmiedewerkstätten hatte der Verein einen neuen, kompakten Einführungsfilm vorbereitet, der die wichtigsten Informationen vermittelt. Danach führten Christoph Ehleben, Bernd Kirchhoff und Horst Vöge die Besuchergruppen durch das Hammergebäude zu den imposanten technischen Anlagen. Sie erklärten anschaulich, wie Feder- und Fallhämmer, Pressen und Stanzen und die große wasserbetriebene Transmissionsanlage, die alle Geräte antrieb, funktionierten. Auch schilderten sie die Arbeitsabläufe, die zur Entstehung eines Spatens aus einem 2,3 kg schweren Stahlstück nötig sind. Die Familie Kretzer hat von etwa 1710 bis 2004 an diesem Standort Spaten und Gartengeräte bis in die 12. Generation produziert. Im vergangenen Jahr ist der letzte Spatenschmied Sieghard Kretzer verstorben.

Eine Besuchergruppe im Unteren Eisenhammer.

„Wie viele Spaten wurden an einem Arbeitstag hergestellt?“, „Gab es zu der Zeit schon Formen des Arbeitsschutzes?“, „Wie viele Mitarbeiter waren beschäftigt?“ Das fragten die sehr interessierten Besucher, die überwiegend aus den Landkreisen Schaumburg, Hameln-Pyrmont, Region Hannover, Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden kamen. Marion und Michael aus Rinteln fanden den Eisenhammer „unglaublich beeindruckend…“ und wertschätzten „[…] die wahnsinnige Arbeit und das Engagement zur Erhaltung der historischen Stätte.“

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Hochklassige Unterhaltung

Das Rahmenprogramm des Mühlenfestes war bunt und vielfältig: Die „Aircatchers“ des TSV Krankenhagen e.V. begeisterten das Publikum mit ihrer Vertikaltuch-Akrobatikshow, die Sport, Kunst und das Gefühl des Fliegens verbindet – eine beeindruckende Mischung aus Kraft, Eleganz und Nervenkitzel. Musikalisch sorgte das Gesangsduo „Breeeze“ mit Katharina Heilmann und Janek Mo für sommerliche Stimmung und rundete das Fest mit gefühlvollen und mitreißenden Songs ab.

„Aircatchers“ des TSV Krankenhagen e.V. begeisterten das Publikum mit ihrer Vertikaltuch-Akrobatikshow.

Große Freude bei den kleinen Gästen

Für strahlende Kinderaugen sorgte erstmals eine große Hüpfburg, die von den Stadtwerken Rinteln kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Auf der Wiese vor dem Stauteich aufgebaut, entwickelte sie sich schnell zum Publikumsmagneten der kleinen Gäste. Besonders viele junge Familien nutzten das Angebot. Vereinsmitglied Detlev von Meien, an diesem Tag Verantwortlicher für die Hüpfburg, hatte alles im Blick. Sein Fazit fiel eindeutig aus: „Der Mühlentag ist nur einmal im Jahr, da müssen doch alle Vereinsmitglieder, die dazu in der Lage sind, mitanpacken.“

Die Hüpfburg der Stadtwerke Rinteln.

Auch kreativ ging es zu: Die Möllenbecker Malerin Hedwig Oeldig (BBK) ließ sich beim Zeichnen über die Schulter schauen und lud Kinder ein, mitzumachen. Ein Angebot, das Lust auf mehr machte, denn Oeldig plant demnächst zusammen mit der VHS Schaumburg einen Zeichenkurs im Unteren Eisenhammer.

Kutschfahrten als besonderes Erlebnis

Eine weitere Attraktion war die Zweispänner-Pferdekutsche von Hartmut Giese, die regelmäßig zwischen dem Unteren und Oberen Eisenhammer pendelte. Die Mitfahrt ist seit vielen Jahren besonderes Erlebnis für groß und klein.

Julia Kokke vom Extener Heimatverein, die zugleich das Kuchenbüfett betreute, schwärmte: „Mein persönliches Highlight ist jedes Jahr, diesen wunderschönen Tieren ihre wohlverdienten Möhren zu geben, damit sie wieder Kraft für die nächste Fahrt haben.“

Neue Unterstützung und Zusammenarbeit über Vereinsgrenzen hinweg

Das Kuchenangebot konnte sich sehen lassen. Viele engagierte Helferinnen aus Exten und Umgebung hatten Selbstgebackenes beigesteuert. Unterstützt wurde Julia Kokke in diesem Jahr zusätzlich von zahlreichen Frauen, die im vergangenen Jahr Kulturveranstaltungen des Vereins besucht hatten und sich nun aktiv einbringen wollten.

Kuchenbuffet und Grillstation.

Überhaupt war das Fest geprägt von guter Zusammenarbeit über Vereinsgrenzen hinweg. Mit am Grill stand Florian Eick, Vorsitzender des Gesangvereins Polyhymnia Möllenbeck e.V. Sein Credo: „Man muss zusammenhalten – demnächst helfen Leute vom Heimatverein auch bei unserem Kuchenbüfett.“ Ähnliche Töne fand Ulrike Frey, 1. Vorsitzende des Vereins für Heimatpflege Auetal e.V.: „Wenn wir zusammenarbeiten und uns gegenseitig unterstützen, erreichen wir mehr.“

Lob für neue Schmiede am Oberen Eisenhammer – und Pläne für die Zukunft

Ein praktisches Beispiel für diese Kooperation war der Einsatz des Gast-Schmieds Stefan Müller, den die Auetaler ihren Freunden in Exten „ausgeliehen“ haben. Gemeinsam mit der Extener Schmiedegruppe um Dorothe Reimann und Dirk Wegener zeigte er im Oberen Eisenhammer eindrucksvoll sein Handwerk.
Große Anerkennung fand dabei auch der über die Wintermonate neu aufgebaute Schmiedeplatz. „Der Essentisch ist sehr gut geworden, das Gebläse ist stark genug und vor allem schön leise“, lobte Müller. Zugleich regte er die Anschaffung eines neueren Ambosses an, um präziser arbeiten zu können. Er stellte der Schmiedegruppe einen zweitägigen Workshop im Herbst in Aussicht, „…damit wir da richtig vorwärtskommen.“

Duo Breeeze: Katharina Heilmann und Janek Mo.

Ein Fest getragen von Gemeinschaft und Engagement

Am Ende waren sich Veranstalter und Gäste einig: Der 33. Deutsche Mühlentag 2026 in Exten war ein voller Erfolg – lebendig, vielfältig und getragen von einem starken Gemeinschaftsgeist. Christoph Ehleben, 1. Vorsitzender des Vereins für Heimatpflege und Kultur Exten e.V. resümiert: „Nur durch vielfältige Kulturveranstaltungen und ehrenamtliches Engagement kann die Zukunft und der Erhalt dieser einmaligen Industriedenkmäler und der Heimatstube – museum für dorfkultur langfristig sichergestellt werden. Dazu gehört auch die großzügige Spendenbereitschaft der heimischen Wirtschaft, die Unterstützung der Politik, der Stadtgesellschaft und aller Kulturbegeisterten.“

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Der Heimatverein bietet in diesem Jahr Zeichenkurse, Fototage, Lesungen, Kunstausstellungen, ein Apfelfest für Kinder, einen Retro-Kochkurs und Adventsaktionen an. Wer sich aktiv einbringen möchte, kann gerne zu den Vereinstreffen dienstags ab 18:15 Uhr in der Heimatstube – museum für dorfkultur in Exten kommen.

(pr; Fotos: pr)

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