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„Extraball“: Neue Flipper-Sonderausstellung ab Samstag im Eulenburg-Museum

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(Rinteln) Die Palette der Sonderausstellungen im Museum ist bunt wie eine Frühlingswiese, die (mit oder ohne Mähkonzept) in voller Blüte erstrahlen darf.

Ab dem 26. September dreht sich in der Eulenburg alles rund ums Thema Flipper, oder zu englisch „Pinball Machines“. Der Ursprung dieser „Nadelautomaten“ liegt im frühen 20. Jahrhundert. Eine schräge Fläche, dazu Nadeln und Löcher als Hindernisse – fertig war die simple Bespaßung der analogen Zeit. 1947 kam Bewegung ins Spiel als der Konstrukteur Henry Mabs die Flipperhebel erfand und die Möglichkeit gegeben war, Einfluss auf Verlauf und Art der Kugelbewegung zu nehmen. Ende der 1950er Jahre kamen die ersten größeren Flipperautomaten nach Deutschland, beginnend von den Casinos der amerikanischen Militärbasen, die ihre ausgedienten Flipper an örtliche Kneipen abgaben.

„Die Kugel dorthin schießen, wo es blinkt“ – Electric Friends Vorsitzender Kim Sascha Danielmeier zeigt den „Jurassic Park“-Flipper, der thematisch Elemente aus den Dino-Filmen aufgreift.

Die Konstrukteure widmeten jedem dieser Geräte ein eigenes Thema. Besonders beliebt sind Filme und Comic-Figuren. Dabei nehmen Elemente aus den Kinostreifen eine tragende Rolle im Flipperautomaten ein. Legendär ist beispielsweise der „Addams Family“-Flipper oder der „Terminator“-Tisch. Die in der Eulenburg gezeigten Modelle, es sind 22 an der Zahl, decken dabei mehrere Jahrzehnte der Flipper-Epoche ab. Sie reicht vom „Oldtimer“ aus dem Jahr 1967 und endet mit einem „Jurassic Park“-Flipper aus dem Jahr 2019 mit LCD-Monitor und Spielelementen aus der Welt von Dinos und Urzeit-Echsen.

Umgesetzt wurde die neue Sonderausstellung von Eulenburg-Museumsleiter Dr. Stefan Meyer in Zusammenarbeit mit dem Verein Electric Friends e.V., deren Grundstein im Jahr 2003 in Lemgo gelegt wurde. Jahre später folgte die Gründung einer eigenen Flipperliga OWL und weitere Meilensteine wie der Eintrag als Verein beim Amtsgericht im Mai 2014 und die Ausrichtung der Vereinsmeisterschaften der GPA (German Pinball Association). Der gemeinnützige Verein mit dem Vorsitzenden Kim Sascha Davidmeier hat sich zum Ziel gesetzt, Flipperautomaten als Kunst- und Kulturobjekte in der Öffentlichkeit bekannter zu machen. In der Vereinshalle stehen rund 50 spielbereite Flipperautomaten, die an Öffnungstagen bespielt werden können.

Auch der „Munsters“-Flipper zählt zu den Geräten neuerer Generation.

Die Kollektion ausgewählter Flipperautomaten in der Eulenburg kann vom 26. September 2020 bis 17. Februar 2021 während der Öffnungszeiten (Di – Sa: 14 – 17 Uhr; Sonntag und Feiertage: 11 – 17 Uhr) besichtigt (und gratis bespielt) werden. Führungen durch die Sonderausstellung können im Museum gebucht werden, die Termine für öffentliche Angebote sind auf der Museums-Webseite aufgeführt.

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