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Sieben Richtige: Der VW Golf 7 2.0 TDI DSG Highline

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Dass Volkswagen mit dem VW Golf einen Millionenseller in Sachen Auto auf die Beine/Räder gestellt hat, ist längst kein Geheimnis mehr. Von Generation zu Generation entwickelt sich der Kompaktwagen behutsam weiter (was Spötter gern zu Behauptungen verleitet, man könne kaum Unterschiede in den Modellreihen erkennen), doch gerade diese Beständigkeit scheint bei den Kunden gut anzukommen. Mit der aktuellen Baureihe, dem Golf 7, ist seit Herbst 2012 der neue Sprößling der Volkswagen-Familie auf dem Markt.

Der Golf 7 ist dabei eines der ersten VW-Fahrzeuge auf Basis des sogenannten „Modularen Querbaukastens“ (MQB), einer von VW eingeführten Plattformstrategie, welche es ermöglichen soll, kostengünstig und effizient möglichst viele verschiedene Modelle auf der selben technischen Grundform aufbauend, zu produzieren.

Wir fuhren den VW Golf 7 in der Highline-Ausstattung mit 6-Gang-DSG (Direktschaltgetriebe) und 2.0 TDI Motor mit 110kW (150 PS).

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Der Testwagenpreis beträgt 39331,99 Euro.

Dank der Keyless-Access Sonderausstattung kann der Schlüssel zum Starten in der Hosentasche bleiben. Es reicht, ihn dabei zu haben. Per Knopfdruck erwacht der neuentwickelte Reihenvierzylinder mit Ausgleichswellen und Common-Rail Einspritzung zum Leben. Ein kurzes Nageln und der Motor erwacht. In 8,6 Sekunden (Werksangabe) sprintet der Wagen aus dem Stand auf die 100 km/h-Marke.

Das Verbrennungsprinzip wird dabei dank verbesserter Dämmung und durch das veränderte Einspritzsystem im Gegensatz zu den früheren, deutlich ruppig orgelnden Pumpe-Düse-TDI gut versteckt. Man könnte glatt meinen, in einem Benziner zu sitzen. Lediglich das Drehmoment, dessen Wirkung nun deutlich gesitteter zu Werke geht, verrät den Selbstzünder unter der Motorhaube. Auch in Sachen Windgeräusche hat VW seine Hausaufgaben gemacht. Bis zur Autobahn-Richtgeschwindigkeit von 130 km/h ist nur ein Säuseln an der A-Säule zu vernehmen. Darüber hinaus wird es naturgemäß lauter.

In Sachen Fahrwerk ist das adaptive Dämpfersystem „DCC“ eine klare Kaufempfehlung. Zwischen verschiedenen Stufen, von „Comfort“ bis „Sport“ wählbar, beeinflussen Regelventile in den Stoßdämpfern die Fließgeschwindigkeit des Öls und regulieren so das Ansprechverhalten von hart bis zart. Trotz aufpreispflichtiger 18-Zoll-Bereifung und 225/40 R18 Gummis scheint der Golf wie auf der sprichwörtlichen „Wolke 7“ dahinzuschweben. Wer das letzte Quentchen Komfort aus seinem Wagen kitzeln will, belässt es bei der Standard-Reifengröße von 205/55 R16 und kann somit wahres S-Klasse-Fahrgefühl im Golf erleben.

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Die Fahrprofilauswahl erfolgt via Touchscreen.

Der neue Golf 7 ist schnell – und genau so schnell kommt er auch zum Stehen. Teils ein Verdienst der breiten Dunlop-Schlappen, sorgt die erfreulich bissig zupackende Bremsanlage für einen kleinen Schreckmoment bei ungeübten Fahrern und zeigt, was technisch heute auch ohne Carbon-Ceramic Hightech Bremsscheiben möglich ist.

Ausgerüstet mit dem hochwertigen Navigationssytem „Discover Pro“ mit einem Touchscreen von der Größe eines iPad Mini und einer Bluetooth-Freisprecheinrichtung, zeigt sich der Golf 7 bestens gerüstet für Urlaubsfahrten, Geschäftstermine und einfach alle anfallenden Wegstrecken. Das Navi ist dabei angenehm schnell, spielt die Musik wahlweise über CD/DVD, SD-Karte, Bluetooth oder dem DAB+ (gegen Aufpreis) Tuner ab.

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Bedient werden können fast alle Fahrzeugfunktionen mittels des Multifunktionslenkrads. Angesichts der Anzahl von nicht weniger als 18 (!) Knöpfen mag der eine oder andere aber etwas verwirrt ob der vielen Optionen sein. Nach einiger Eingewöhnungszeit stellt aber auch das kein Problem mehr dar.

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Am Multifunktionslenkrad sind sage und schreibe 18 Knöpfe untergebracht.

Macht man die Kreuzchen in der Optionsliste bei den ganzen interessanten und technisch aufwändigen Extras und gönnt sich Extras wie den radargestützten Abstandstempomat ACC, kommt endgültig Oberklasse-Ambiente im Golf 7 auf. Bis 160 km/h beschleunigt der Wagen auf Wunsch automatisch, hält den Abstand zum Vordermann und bremst bei Bedarf auch selbsttätig ab. Der Fahrer muss nur noch das Lenkrad bedienen. Beim Einparken entfällt auch diese Aufgabe. Der Parkassistent bugsiert den Golf in Parklücken, die man selbst vermutlich nie selbst angesteuert hätte, parkt seitwärts oder vorwärts/rückwärts ein und auch wieder aus.

Ja, der Golf 7 ist erwachsen geworden. Die Assistenzsysteme sind, sofern man sie dazubestellt, endlich auch in der Kompaktklasse angekommen. Der solide Gesamteindruck wird durch die nahezu perfekte Verarbeitung unterstrichen. Nervtötend fanden wir lediglich die Start-Stopp-Automatik, welche wohl höchstens für den theoretischen Normverbrauch auf dem Papier eine Rolle spielen dürfte. Den kommunizierten, kombinierten Verbrauch von 4,4 Liter Diesel auf 100 km haben wir jedenfalls nie erreichen können. Im Alltag ist es immer mindestens ein Liter mehr. Aber auch das ist ja in der Automobilwelt nichts neues…

Infos:

Autohaus Rostek GmbH
Kreuzbreite 24
31675 Bückeburg

Tel. 05722 – 890 10 40

E-Mail: info@autohaus-rostek.de
Internet: www.autohaus-rostek.de

 

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