Das Online News-Magazin für Rinteln und die Umgebung.

Festliches zum Jahresausklang: Bachs Weihnachtsoratorium (IV-VI) in St. Nikolai

Premium Banner 1a
Premium Banner 1a

(Rinteln) Am Wochenende nach Weihnachten erklingen wieder Teile aus Johann Sebastian Bachs berühmten Weihnachtsoratorium in der Rintelner St. Nikolai-Kirche.

Das Konzert findet am Samstag, 28. Dezember ab 19.00 Uhr statt und lädt dazu ein, die Weihnachtstage mit festlicher Musik ausklingen zu lassen.
Nachdem 2018 die ersten drei Kantaten des Weihnachtsoratoriums zur Aufführung kamen, stehen diesmal die Teile IV-VI auf dem Programm. Johann Sebastian Bach komponierte sie für die Gottesdienste an Neujahr (Fest der Beschneidung Christi), für den ersten Sonntag nach Neujahr und für das Epiphanias-Fest.

Neben den Solisten Meike Leluschko (Sopran), Sofia Pavone (Alt), Steffen Kruse (Tenor) und Johannes Schwarz (Bass) wirken der Schaumburger Oratorienchor und das renommierte Barockorchester L ́Arco aus Hannover mit. Die Leitung hat Kirchenkreiskantorin Daniela Brinkmann. Das Konzert dauert etwa 90 Minuten.

Karten sind bei der Sparkasse Schaumburg, bei der Tourist-Information in Rinteln, der Schaumburger Zeitung und online unter www.nikolai-rinteln.de erhältlich. Der Vorverkauf endet am 27. Dezember. Restkarten können am Konzerttag ab 18.00 Uhr an der Abendkasse erworben werden. Einlass in die Kirche ist ab 18:15 Uhr.

Das Konzert wird gefördert durch die Sparkasse Schaumburg, die Schaumburger Landschaft, den Förderkreis „Musik an St. Nikolai“, den Kulturring Rinteln, den Ev.-luth. Kirchenkreis Grafschaft Schaumburg und die Ev.-luth. Landeskirche Hannovers. Veranstalter ist die Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Nikolai Rinteln.
Der Kartenpreis beträgt 20,- / 15,- / 10,- EUR (Ermäßigung für Schüler, Studenten und Schwerbehinderte)

Mitwirkende

Meike Leluschko | Sopran
Die deutsch-koreanische Sopranistin Meike Leluschko studierte an der Musikhochschule Detmold und arbeitet mittlerweile seit dem Konzertexamen mit Prof. ́in Caroline Stein zusammen.

Mit ihrer Vielseitigkeit konnte Meike Leluschko beispielsweise auf Bühnen wie dem Festspielhaus Salzburg, in Paris, im Radialsystem Berlin mit der Akademie für Alte Musik, im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth als Morgana in Händels Alcina, am Staatstheater Schwerin, in der Kölner Philharmonie und bei zahlreichen internationalen Festivals wie dem Rheingau Musik Festival, den Dresdner Musikfestspielen oder den Kunstfestspielen Herrenhausen gastieren. Solokonzerte gab sie u.a. mit dem Stuttgarter Kammerorchester unter der Leitung von Michael Hofstetter im KonzerthauDortmund, Stuttgart, in Rom und während des Augsburger Mozartfestes. Eine Vorliebe hat Meike Leluschko für das Kunstlied und kammermusikalische Projekte, mit denen sie im Mendelssohn-Saal des Gewandhauses zu Leipzig, beim Mozartfest Würzburg in der Residenz und im Prinzregententheater München zu Gast war. Das breit gefächerte Repertoire der Sängerin reicht vom Barock bis in die Gegenwart. CD Aufnahmen, Rundfunk- und Fernseh Produktionen dokumentieren ihre künstlerische Tätigkeit.

Sofia Pavone | Alt
Die deutsch-italienische Mezzosopranistin Sofia Pavone schloss ihr Studium bei Hedwig Fassbender in Frankfurt mit Auszeichnung ab. Sie ist Stipendiatin der Frankfurter Bachkonzerte und des Richard-Wagner-Verbandes Köln und rundete ihre Ausbildung mit Meisterkursen bei Brigitte Fassbaender, Ramón Vargas, Axel Bauni und Magreet Honig ab. Ihr weitgefächertes Konzertrepertoire reicht von Bach über Rossini bis hin zur zeitgenössischen Musik. Sofia Pavone war bereits in der Tonhalle Zürich, dem Casino Basel und dem Frankfurter Goethehaus zu hören. Operngastspiele führten sie schon früh an die Städtischen Bühnen Münster und das Theater Aachen. 2013 debütierte sie an der Oper Frankfurt als EINE NEUGIERIGE ALTE (Der Spieler, Prokofjev). Von 2015 bis 2017 war sie Mitglied des Opernstudios OPERAVENIR am Theater Basel, wo sie unter vielen anderen die Rollen der DRITTEN DAME (Zauberflöte, Mozart), LUCIENNE (Die Tote Stadt, Korngold), SELYSETTE (Ariane et Barbe-Bleue, Dukas) und MRS. ALEXANDER (Satyagraha, Philip Glass) über- nahm. In der darauffolgenden Spielzeit debütierte sie in Frankreich am Théâtre du Capitole in Toulouse mit ANTONIA (Tiefland, D’Albert) und stand am Theater Basel als ERSTE MAGD (Elektra, Strauss) und am Stadttheater Gießen als DRYADE (Ariadne auf Naxos, Strauss) auf der Bühne. Sie wurde unlängst auf Korsika mit dem ersten Preis des Concours International de Chant de Canari ausgezeichnet und wirkte als ARIELLE an der Uraufführung der Oper 7 Minuti von Giorgio Battistelli an der Opéra National de Lorraine (Nancy) mit. Aktuell ist sie erneut am Stadttheater Gießen in der Operetten-Revue Wer wenn nicht wir-die Schwätzer in Gießen als SOLANGE zu erleben.

Steffen Kruse | Tenor
Steffen Kruse begann seine musikalische Ausbildung an der Braunschweiger Domsingschule. Im Anschluss an ein Schulmusikstudium in Hannover (Gesang bei Mechthild Kerz) nahm er ein Gesangsstudium in den Klassen von Peter Kooij, Gemma Bertagnolli und Prof. Dr. Katharina Rössner-Stütz an der Akademie für Alte Musik Bremen auf, welches er derzeit bei Prof. Sabine Ritterbusch in Hannover fortführt. Meisterkurse sowie künstlerische Impulse durch Marek Rzepka, Rudolf Piernay, Claudia Barainsky, Stefan Vinke und Jörg Straube ergänzen seine Ausbildung. Steffen Kruse ist regelmäßig auf den deutschen Konzertbühnen mit renommierten Barockensembles wie u.a. la festa musicale, Hannoversche Hofkapelle und l’arco zu erleben sowie zuletzt als Bühnenmusiker am Schauspielhaus Hannover (Regie: Claudia Bauer) und bei den Nibelungen- Festspielen in Worms 2019 (Regie: Lilja Rupprecht). Mit seinem Vokalensemble VOKTETT HANNOVER ist er 1. Preisträger beim Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettewerb 2015 sowie beim Deutschen Chorwettbewerb 2018.
Konzertreisen führten den Stipendiaten des Richard-Wagner-Verbands durch ganz Deutschland sowie u.a. nach Italien, Frankreich, China, Lettland und in die Schweiz. Neben dem Singen bildet die gesangspädagogische Arbeit für ihn einen weiteren Schwerpunkt, so ist er Stimmbildner beim Knabenchor Hannover und beim Landesjugendchor Niedersachsen.

Johannes Schwarz | Bass
Der Bariton Johannes Schwarz stammt aus dem Münsterland. Nach abgeschlossenem Schulmusikexamen (Hauptfach Horn) studierte er Gesang zunächst bei Melinda Paulsen in Frankfurt; anschließend bei Marina Sandel und Peter Ling in Hannover sowie in der Liedklasse von Jan Philip Schulze. Er erfreut sich einer regen Konzerttätigkeit in ganz Deutschland (u.a. Alte Oper Frankfurt, Rheingoldhalle Mainz, Philharmonie Berlin) sowie auf zahlreichen Festivals (Weilburger Schlosskonzerte, Festival junger Künstler Bayreuth, Burgfestspiele Bad Vilbel, Haller Bachtage, Kammeroper Rheinsberg). Auf der Opernbühne verkörperte er u.a. Partien wie Noah in Brittens „Noyes Floode“, Edwin in Kreneks „Vertrauenssache“, Cadmus in Händels „Semele“, Tracollo in Pergolesis „Livietta e Tracollo“, Kaspar in von Webers „Freischütz“ sowie in dieser Spielzeit den Gernot in Wagner Frühwerk „Die Feen“ am Theater Osnabrück.
Als Solist arbeitete er u.a. mit der Neuen Philharmonie Westfalen, den Göttinger und Osnabrücker Symphonikern, der Hofkapelle Hannover oder dem Göttinger Barockorchester unter Dirigenten wie u.a. Michael Schneider, Jörg Straube, Jan Schumacher, Jörg Peter Weigle und Howard Arman. Meisterkurse bei u.a. Ingeborg Danz, Peter Schreier, Rudolf Piernay, Helmut Deutsch, Ann Murray und Stefan Vinke konnten seine bisherige musikalische Ausbildung weiter vervollständigen. Seine Studien wurden durch u.a. ein Stipendium des Wagner-Verbandes, das Gutenberg- Gesangsstipendium gefördert; seit 2019 ist er Stipendiat der Oscar-Vera Ritter-Stiftung. Er ist Preisträger mehrerer Wettbewerbe wie dem Talente Campus des Philharmonischen Chores Berlin, dem Gesangswettbewerb der Kammeroper Rheinsberg sowie dem Haydn-Wettbewerb für klassisches Lied und Arie (2019). Seit WS 2018 erfüllt er einen Lehrauftrag im Fach Gesang an der HMTM Hannover.

Johannes Schwarz war bereits 2018 beim Weihnachtsoratorium zu Gast in der Nikolai-Kirche.

Schaumburger Oratorienchor
Im Schaumburger Oratorienchor kommen regelmäßig rund 70 Sänger/innen zusammen, um Chorliteratur aller Epochen zu erarbeiten. Der Chor singt in Gottesdiensten und gestaltet zwei bis drei Konzerte im Jahr, sowohl in der Rintelner St. Nikolai-Kirche als auch in der Region. Er versteht sich als Angebot für den gesamten Kirchenkreis Grafschaft Schaumburg. Der Chor steht unter der Leitung von Kirchenkreiskantorin Daniela Brinkmann.

L ́Arco Hannover
L’Arco – der Bogen: Dieser Name ist Programm für das 6 – 20 köpfige Ensemble um seinen Konzertmeister Christoph Heidemann. Schließlich ist es der Bogen, der die Streichinstrumente in allen ihren Schattierungen erklingen lässt, so dass sie in den verschiedensten “Affecten und
Leydenschafften” zum Hörer sprechen. Diese Vielfalt des Ausdrucks in der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts unter einem musikalischem Gesamt-Bogen zum Klingen zu bringen, hat sich das Orchester zur Aufgabe gemacht.

Schon bald nach der Gründung 1992 durch Absolventen der Hochschule für Musik und Theater Hannover wurde der Name des Ensembles in der Fachwelt bekannt. Nicht zuletzt dazu beigetragen hat neben Auftritten bei Festivals wie den Niedersächsischen Musiktagen, den Göttinger Händelfestspielen oder den Dresdner Musikfestspielen die Zusammenarbeit mit dem Knabenchor Hannover unter seinem Leitern Heinz Hennig und Jörg Breiding, die durch mehrere CD- Einspielungen dokumentiert ist.

2014 wirkte das Orchester zusammen mit bekannten Schauspielern wie Edgar Selge und Peter Lohmeyer in der Spielfilmproduktion Bach in Brazil (Reg. Ansgar Ahlers) mit. Der Film lief im März 2016 bundesweit in den Kinos an. Ebenfalls 2016 gab es das höchst interessante Projekt Messiasasambura in Minden, bei dem das Orchester zusammen mit einem Ensemble mit modernen Instrumenten das gleichnamige Werk des hannoverschen Komponisten Maximilian Guth zur Uraufführung brachte. (pr)

Related posts