(Rinteln) Alarmsirenen von Feuerwehr, Polizei und dem Rettungsdienst durchbrachen die Stille am Sonntagvormittag in der Altstadt von Rinteln.
Um 9:44 Uhr eilten zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehren Rinteln und Exten in die Bäckerstraße, da ein Brand in einem Erdgeschoss eines Gebäudes gemeldet worden war. Zuerst traf die Polizei vor Ort ein und verschaffte sich gewaltsam Zutritt zu der betroffenen Wohnung. Die Lage stellte sich vor Ort als dramatisch dar, wie den Schilderungen zu entnehmen ist. Dichter Rauch schlug den Polizeikräften entgegen, die Sichtweite wurde mit „unter zehn Zentimetern“ geschildert verbunden mit einer deutlichen Hitzeentwicklung aus der brandbetroffenen Wohnung.
Einsatzkräfte der Feuerwehr betraten das Gebäude mit schwerer Atemschutzausrüstung. Sie führten einen männlichen Bewohner aus der Wohnung und übergaben ihn mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung zur medizinischen Erstversorgung an den Rettungsdienst.

Wie Ortsbrandmeister Sebastian Westphal schilderte, habe ein Papierstapel in einem Raum der Wohnung gebrannt und sei durch die Ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte abgelöscht worden. Zur Brandursache könne man derzeit keine Angaben machen, hieß es. Weitere Personen seien bei Eintreffen der Feuerwehr, die mit mehreren Fahrzeugen – darunter dem Drehleiterwagen – ins Herz der Rintelner Altstadt vorgerückt war, nicht im Gebäude gewesen. Im zweiten Stock befand sich eine Katze, die jedoch nicht in Gefahr gewesen sei.

Nach Beendigung der Löscharbeiten wurde das Gebäude mit einem Hochdrucklüfter belüftet. Die beiden Polizeibeamten, die als erste die Wohnung betreten hatten, wurden ebenfalls zunächst vor Ort medizinisch untersucht und sollen anschließend im Krankenhaus einer weiteren Untersuchung unterzogen werden.

Für die Feuerwehr war der Einsatz in der Bäckerstraße gegen 10:30 Uhr beendet. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
(vu)




























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