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Feuerwehr Möllenbeck: Ortsbrandmeister Markus Dinter blickt kritisch aufs vergangene Jahr zurück

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(Möllenbeck) Die Ortsfeuerwehr Möllenbeck war im vergangenen Jahr wieder „stark gefragt“. 46 Mal rückten die Aktiven aus dem Klosterdorf aus, um Brände zu löschen, Hilfe zu leisten und Leben zu retten. Der Jahresrückblick von Ortsbrandmeister Markus Dinter stimmte jedoch so manches Mal nachdenklich. So mussten die Ehrenamtlichen beispielsweise am 15. Juni eine Erfahrung machen, die ihnen bislang unbekannt war.

Während im Kloster das Irish-Folk-Festival lief, musste die Feuerwehr zu einem Unfall an der nahegelegenen Kreuzung ausrücken. Dabei wurden die Einsatzkräfte von uneinsichtigen Verkehrsteilnehmern beschimpft. (Archivfoto)

An jenem Samstag stellte die Feuerwehr den Brandschutz beim Irish-Folk-Festival im Kloster Möllenbeck sicher, als sich wenige Meter entfernt an der Kreuzung B238/L436 ein Verkehrsunfall ereignete. Es kam zu Blechschaden, zwei Menschen wurden leicht verletzt. Eigentlich ein Routineeinsatz, wären da nicht jene Verkehrsteilnehmer gewesen, die sich trotz Absperrung auf den Weg durch die Unfallstelle machten. Einsatzkräfte wurden „auf übelste Art und Weise beschimpft und bepöbelt“, so Dinter, die verbalen Entgleisungen machten nicht einmal vor der Polizei halt.

Kritik gab es vom Ortsbrandmeister auch für die mangelnde Beteiligung an Übungsdiensten.

303 Mitglieder mit 43 Aktiven in der Feuerwehr – laut Jahresbericht beeindruckende Zahlen für eine Ortsfeuerwehr mit Grundausstattung. Doch, so der Ortsbrandmeister, „was bringen die Fakten, wenn es in der Praxis nicht so läuft, wie es laufen sollte?“ Die mahnenden Worte richteten sich vornehmlich an die fehlende Beteiligung an Ausbildungs- und Übungsdiensten. Zwar sei er „weit davon entfernt, verpflichtende Maßnahmen oder eine Mindestteilnahme“ einzuführen, erklärte Dinter, doch erwarte er eine gewisse Bereitschaft, Pflichten wahrzunehmen. „Jeder so, wie es seine Zeit erlaubt, jeder nach eigenem Ermessen.“

Als besonderes Highlight erwies sich die Teilnahme der Jugendfeuerwehren Möllenbeck und Krankenhagen an der Weltmeisterschaft in der Schweiz, eine „logistische und finanzielle Meisterleistung, die man gar nicht genug wertschätzen kann.

Wurden vom Oberfeuerwehrmann zum Hauptfeuerwehrmann befördert: (Von links) Daniel Nagel, Luis Bartram und Sascha Mersch. Rechts: Ortsbrandmeister Markus Dinter.

Die Liste der Beförderungen war relativ kurz: Mit Daniel Nagel, Sascha Mersch und Luis Bartram konnten drei Feuerwehrleute zu Hauptfeuerwehrmännern befördert werden. Desweiteren wurden Tim Schinz für 25 Jahre und Detlev Tünnermann für 40 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr Möllenbeck geehrt. Stolze 60 Jahre dabei sind Friedhelm Westphal und Manfred Reineking.

Die Vorsitzende des Fördervereins der Jugend- und Kinderfeuerwehr Möllenbeck, Britta Meyer (rechts), bedankte sich bei dem gesamten Betreuerteam für die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre.

Der Termin für den diesjährigen Möllenbecker Kuppelcontest steht ebenfalls fest: Die Veranstaltung findet am 17. und 18. April 2020 statt.

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