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Frühlingswetter im November: Positive Resonanz auf verkaufsoffenen Sonntag in Rinteln

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(Rinteln) Ein Blick auf den Kalender und aufs Thermometer schafft Klarheit: Ja, wir haben den 8. November und nahezu frühlingshafte Temperaturen locken ins Freie. In jedem anderen Jahr würde sich an diesem Tag das Riesenrad auf dem Marktplatz drehen und Menschenmassen würden sich durch die Rintelner Altstadt bewegen – es wäre Zeit für die Rintelner Herbstmesse.

 

Nun ist in diesem Jahr corona-bedingt alles anders und so dürfte es veranstaltungstechnisch auch als eines der ereignislosesten Jahre in die Stadtgeschichte eingehen. Was an diesem Herbstsonntag geblieben ist: Der verkaufsoffene Sonntag durfte durchgeführt werden. Wer einen Spaziergang durch die Innenstadt unternommen hatte, sah Straßenmusiker, Menschen mit Einkaufstüten und Pommes durch die Gassen schlendern und jede Menge Fahrräder in der Fußgängerzone. Ein Pärchen verschlug es gar aus Bad Oeynhausen in die Weserstadt, wie auf den Leih-E-Bikes zu sehen war. Auf Nachfrage antworteten die jungen Menschen, sie hätten vom verkaufsoffenen Sonntag allerdings gar nichts gewusst, sondern nur eine urlaubsbedingte Fahrradfahrt unternommen.

Weserstraße, Klosterstraße und der Marktplatz füllten sich in den Nachmittagsstunden nicht übermäßig, aber dennoch ordentlich mit Menschen. Nicht alle Einzelhändler nahmen am Shopping-Sonntag, der zeitgleich auch den Auftakt der Weihnachtssaison darstellte, teil. Unter denen, die ihre Türen geöffnet hatten, überwog die positive Stimmung.

„Betten-Maack“-Chef Jens Maack freute sich über gute Kundenresonanz, die mit der Mittagssonne einsetzte: „Allerdings ist es niemals eng geworden“. Bereits im Vorfeld hatte Maack die Prognose abgegeben, dass der verkaufsoffene Sonntag dazu dienen könnte, die Kundenströme durch den zusätzlichen Tag zu entzerren. Seinem Eindruck zufolge hielten sich viele an die Empfehlung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in der Fußgängerzone. Den verkaufsoffenen Sonntag empfand er als „rundum gelungen“.

Stadtmanagerin Ricarda Mohr zeigte sich positiv überrascht darüber, dass der verkaufsoffene Sonntag so gut angenommen wurde: „Zu voll war es aber nicht gewesen.“ Einen weiteren verkaufsoffenen Sonntag wird es in diesem Jahr allerdings nicht geben, so Mohr bei einer Befragung vor Ort.

Ein Team aus Mitarbeitern von Polizei und Ordnungsamt zeigte Präsenz. Auch im „Unikum“ waren die Ordnungshüter zu Besuch und prüften, ob die Vorschriften beachtet wurden. „In unserem 500 Quadratmeter großen Ladengeschäft wurde nichts beanstandet“, erklärt Unikum-Chef Thomas Gieselmann und führt weiter aus, „für uns ist es eine gute Aktion gewesen. Sie hat gezeigt, dass es auch in der Corona-Krise möglich ist, ein Miteinander zu ermöglichen, wenn sich alle Beteiligten achtsam verhalten und an die Regeln halten. Bei uns haben wir heute, wie auch schon bei vergleichbaren Veranstaltungen in der Vergangenheit, nur gute Erfahrungen gemacht. Man kann sich auf die Situation einstellen und lernen damit umzugehen.“ (vu)

 

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