(Rinteln) Die ambitionierten Pläne für eine bessere Radinfrastruktur auf dem Weg zu den weiterführenden Schulen und Sportanlagen werden von politischen Differenzen begleitet.
Eigentlich herrschte im Bauausschuss breite Einigkeit über das Projekt „Sicher mit dem Fahrrad zu den weiterführenden Schulen und Sportanlagen“, mit dem die Verbindung zwischen Exten und der Kernstadt dank einer Bundesförderung von 90 Prozent im Eiltempo attraktiver und sicherer werden soll.

Uta Fahrenkamp (Grüne) verwies auf die stark frequentierte Route vieler junger Menschen, und auch Extens Ortsbürgermeister Dennis Luthe sowie Kay Steding von der CDU signalisierten grundsätzlich Zustimmung. Steding knüpfte das Votum jedoch an eine klare Bedingung und forderte eine Beleuchtung, damit der Weg für die Kinder tatsächlich sicher wird.
Der eigentliche Zwist entbrannte jedoch an der Frage, worüber im Ausschuss überhaupt gesprochen wird. Die CDU hatte im Vorfeld nachdrücklich gefordert, auch die neuen verkehrsberuhigenden Maßnahmen im Exterfeld auf die Tagesordnung zu setzen. Dort sind nämlich die unbeliebten Poller entfernt worden und das sorgt nach Auffassung vieler Radler für eine deutlich höhere Geschwindigkeit der Pkw und mehr Gefahrensituationen für Radfahrer.
Doch die Verwaltung hatte diesen Punkt nicht auf die Tagesordnung gesetzt und stattdessen nur den Radweg entlang der Sassenbergschen Kiesteiche berücksichtigt. Baudezernent Stefan Eggert-Edeler von der Verwaltung begründete das Vorgehen damit, dass man sich zunächst im Arbeitskreis Radverkehr zusammensetzen und die Situation in Ruhe beraten wolle. Dieser Alleingang sorgte für Kritik der Christdemokraten, die sich übergangen sahen und den Wunsch nach einer sofortigen, transparenten Befassung des Exterfeld-Themas nicht erfüllt sahen. Kay Steding mutmaßte, dass wahltaktische Gründe hinter der Nichtaufnahme stehen.
Ungeachtet dieses politischen Geplänkels treibt die Stadt das Gros des Vorhabens voran, das auf einen im Juni 2026 gestellten Antrag der Grünen zurückgeht.
Der Wirtschaftsweg an den Kiesteichen, dessen schlechter Zustand und fehlende Anbindung Radfahrern seit langem ein Dorn im Auge sind, soll nun mit einer stabileren Fahrbahndecke für Landwirtschaft und Radler, regelmäßiger Reinigung, offizieller Ausschilderung und gegebenenfalls Bodenreflektoren aufgewertet werden.
(ot)

























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