(Rinteln) Bürger aus Exten beobachteten seit längerem Aktivitäten im Bereich der „Professorengärten“ am Exter Feld und hegten den Verdacht, dass hier eine Ferienhaussiedlung entstehen soll.
Zuerst kamen mehrere Wohnwagen, dann Bagger. Die zogen Gräben und verlegten Rohre, Kabel und schotterten Wege. Rinteln Aktuell fragte nach bei Marco Trede, der eines der auf dem Grundstück befindlichen Häuser gebaut hatte.
Es handele sich nicht um eine Ferienhaussiedlung, erklärte Trede, auch wenn die bereits bestehenden Gartenhäuser auf ihren mindestens 52 Zentimeter hohen Stelzen wertig aussähen. Elf neue Parzellen seien hier entstanden zu je 250 Quadratmetern, vorher sei das Grundstück weitgehend verwildert gewesen. Eigentümer der Parzellen ist Viktor Federau aus Lemgo, der für jede der Parzellen Strom-, Wasser- und Abwasseranschluss legen ließ. Trede selbst habe sich als einer der ersten eine Parzelle gesichert. Derzeit seien noch fünf Parzellen frei, so Trede.

Die Bauweise der Gartenhäuser, die maximal 24 Quadratmeter groß sein dürfen, sei vom Bauamt auf Stelzen vorgeschrieben, da es sich um ein Überschwemmungsgebiet handele. Eine dauerhafte Wohnbebauung dürfe hier nicht entstehen, jedoch dürfe man natürlich nach einer Feier hier schlafen oder auch mal ein Wochenende hier verbringen. Was allerdings entfernt werden musste, waren die Wohnwagen, die anfangs hier standen. Und auch ein Bauwagen musste als Gartenhaus verkleidet werden. Trede wünscht sich, dass einige Eltern mit Kindern hier noch ein Gartengrundstück anpachten.

Marco Samland vom Rintelner Bauamt antwortete auf Presseanfrage kurz und knapp: Ein Ferienhauspark entstehe hier nicht und die Stadtverwaltung habe Kenntnis von den neuen Kleingärten und den darauf gebauten Häusern, die nicht als Ferienhäuser genutzt werden dürften.
(Text & Fotos: ot)



























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