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„Gebäude mit starker eigener Identität“: Kreispolitiker besichtigen IGS-Modell in Rinteln

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Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion haben auf ihrer Sommertour Rinteln besucht und sich im Freizeitpavillon an der Klosterstraße die Entwürfe zum IGS Neubau in Rinteln angeschaut.
Begleitet wurden sie von Kreispolitikern von Bündnis90/Die Grünen, Vertretern des Rintelner Stadtrates und Landrat Jörg Farr.

Fritz Klebe, Baudezernent des Landkreises Schaumburg, hat durch die kleine Ausstellung geführt, die von der Jury erstplatzierten Entwürfe erläutert und Fragen beantwortet.

(Foto: privat)

IGS-Neubau in Rinteln: Fertigstellung in 2019 erwartet

Im IGS-Neubau, mit dessen Fertigstellung in der zweiten Jahreshälfte 2019 gerechnet wird, sollen insgesamt 30 Klassen untergebracht werden. Zu den Vorgaben an die Architekten gehörten eine Anbindung an das benachbarte Gymnasium, zwei gleichwertige Gebäude und die gemeinsame Nutzung von Räumen beider Schulen wie Bücherei, Aula und Mensa. Helma Hartmann-Grolm berichtete, dass der Außenbereich mindestens eine Fläche von 6.000 Quadratmetern haben wird und „naturnah gestaltet“ werden soll.

Der Sieger-Entwurf von „Bez + Kock Architekten Generalplaner GmbH“ aus Stuttgart hat das Gebäude als zweigeschossigen Holzbau konzipiert. Der Architekt habe sich, so Klebe, damit der Nachhaltigkeit verpflichtet gefühlt. Es soll Lärche, „das bestes heimische Holz“ verwendet werden. Die Jury hatte die geplante Holzkonstruktion aus der Perspektive der Nachhaltigkeit als „sehr sinnvoll“ beurteilt, die auch gestalterisch überzeuge. Den Verfassern sei es gelungen, „ein Gebäude mit sehr starker Identität“ zu konzipieren. „Wirtschaftlichkeit und Funktionalität sind geben, das pädagogische Konzept wurde umgesetzt“, ist auch Kreisschuldezernentin Katharina Augath von dem Entwurf überzeugt.

(Foto: privat)

IGS-Schulleiter Torsten Rudolf freut sich, dass eine trockene Verbindung zwischen den beiden Gebäuden direkt möglich ist und der bestehende Skaterplatz unverändert bleiben kann. Die entstehenden Innenhöfe könnten unter anderem zum Spielen und zum Werken genutzt werden. Der Verwaltungsbereich im Erdgeschoss, so Rudolf, sei für die Eltern leicht erreichbar. Einige Kreispolitiker regten an, „eventuell ein leicht geneigtes Dach“ zu nehmen. Sandra Schauer versicherte, „dass sich bei den Flachdächern in den letzten Jahren eine Menge getan hat“.

Holzbau: Erfahrungsaustausch im Süden

In Deutschland seien laut Klebe im Jahr 2015 rund 20.000 Holzbauten beantragt worden. Auf Nachfrage von Christiane Reckmann musste Klebe jedoch einräumen, dass es in Niedersachsen keine Vergleichsschule, nur einen Kindergarten in Hannover, gibt. „Wir werden unser Augenmerk auf den Schallschutz legen“, versprach Klebe. Zudem werde man außen auf einen Holzschutz achten. Zustimmung gab es für den Vorschlag von Horst Schwarze, „eine kleine Expertenrunde in den Süden fahren zu lassen und einen Erfahrungsaustausch mit Vergleichsschulen durchzuführen“. (pr)

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