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Gedenktafeln erinnern an ehemalige Wohnhäuser von Universitätsprofessoren

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Rund 190 Professoren der Universität Rinteln (1621 – 1810) lebten einst in der Altstadt. Beim Aufarbeiten des Grundsteuerregisters (das sogenannte Schatzregister) aus dem Stadtarchiv stieß Historikerin Helge Heinke-Nülle auf wertvolle Informationen über einige der damaligen Bewohner Rintelns.

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Noch vor knapp drei Jahren reichte der Kenntnisstand über die Bewohner aus der Historie nur ungefähr bis ins Jahr 1750 zurück, weiß Museumsleiter Dr. Stefan Meyer. Jetzt ist es durch die Aufarbeitung des Registers gelungen, diesen Zeitraum weiter in die Vergangenheit auszuweiten. Um die Universitätsgeschichte der Weserstadt sichtbar zu machen und ins Bewusstsein zu heben, haben das Museum, der Heimatbund und der Bauhof der Stadt Rinteln jetzt vier Gedenktafeln aus emailliertem Metall an drei Häusern im Stadtzentrum angebracht. Sie befinden sich am Gästehaus des Hotels Stadt Kassel (Bäckerstraße 1), der Pension Wethmüller am Kirchplatz und am Haus von Photo Struck am Marktplatz und sind Johann Peter Musäus, Theodor Gerhard Timmermann, Jakob Plitt und Friedrich Wilhelm Bierling gewidmet.

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Von links: Dr. Reinhard Kniewske (Heimatbund), Dr. Stefan Meyer (Museumsleiter), Helge Heinke-Nülle (Historikerin), Thomas Priemer (Bürgermeister) vor der Bäckerstraße 1. Am Gästehaus des Hotel Stadt Kassel sind zwei Gedenktafeln angebracht.

In anderen (aktuellen und ehemaligen) Universitätsstädten wie Rostock, Helmstedt, Jena, Marburg oder Göttingen gibt es solche Tafeln bereits. Sie erinnern an die Leistungen der Wissenschaftler und halten die Erinnerung an ihre Arbeiten am Leben. Im Jahr 2021, also in fünf Jahren, feiert Rinteln 400-jähriges Jubiläum der Universität. Bis dahin werden sich noch einige Tafeln in Rintelns Stadtbild einfügen und Stadtführern, Touristen sowie Einheimischen ein besseres Bild davon liefern, wo die einstigen Professoren lebten. „Eine weitere, kleine Nuance in Rintelns Stadtgeschichte“, wie Bürgermeister Thomas Priemer am Rande anmerkte. Manchmal sind es eben auch die vielen, kleinen Details, die dem Ganzen zu mehr Glanz verhelfen.

 

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