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Gefühle, Reime und tolle Texte beim 8. Poetry-Slam im Gymnasium Ernestinum

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Beim U20-Poetry-Slam im Gymnasium Ernestinum treffen sich Jahr für Jahr Wortakrobaten, junge Poeten und Vers-Verfasser zur verbalen Schlacht der Texte, Reime und Botschaften. Beim diesjährigen Event lieferten sich insgesamt 16 „Slammer“ den Kampf um die kreative Krone – wobei es angesichts der gebotenen Qualität und ausgefeilten Redebeiträge eigentlich nur Gewinner geben konnte. Unter den Teilnehmern befanden sich auch drei Schüler des Gymnasiums Bad Nenndorf. Svenja, Lea und Arthur stellten sich dem Wettbewerb ebenso wie ihre Rintelner „Kollegen“. Durchs Programm führte in gewohnt lockerer und lässiger Art der bekannte Poetry-Slam-Künstler Tobias Kunze aus Hannover, der regelmäßig beim Poetry-Slam im Rintelner Gymnasium die Moderation übernimmt.

Tobias Kunze führte in gewohnt-lockerer Atmosphäre durch den Abend.

Über die Beliebtheit der Beiträge entschied wie immer das Publikum. Mit Stimmkarten ausgestattet und vom Moderator zuvor „eingepegelt“ reckte die zufällig ausgewählte Jury Zahlen von 1 bis 10 in die Höhe. Die jeweils höchste und niedrigste Einzelpunktzahl wurde verworfen und die verbliebenen Einzelwertungen zusammengezählt. Kristina Rehr und Markus Rass – die Organisatoren des Slams – wachten dabei aufmerksam über die Additionskünste von Moderator Tobias Kunze.

Die „pädagogische Breitenwirkung“ der Redebeiträge entwickelte eine schier erstaunliche Dynamik. Von Franz´ sehr philosophisch angehauchtem Text, der vor Konjunktiven nur so strotzte (und ihm am Ende 83 Punkte einbrachte), über Svenjas „Mädchen sein“ – ein Slam, der dem zweitbesten Geschlecht die feinen Charakterunterschiede der jungen Frauen verdeutlichte: Schier endlose Kreativität und wunderbarer Wortwitz regten so manche Lachmuskeln zur Reaktion an.

Dass die jungen Künstler auch die Kunst der schweren Worte beherrschen, stellte Marnon mit ihrem tragischen Slam „Unwiderruflich“ unter Beweis. Rätselten die Zuschauer anfangs noch um die Pointe der Geschichte, kristallisierte sich bald heraus: Die imagainäre Protagonistin hatte sich dazu entschieden, sich das Leben zu nehmen. Auch Laura wusste wieder zu begeistern. Seit fünf Jahren immer mit von der Partie holte sie mit „Kopff..k – keine Romantik“ fabelhafte 97 Punkte und damit den Sieg. Lina und Arthur schafften es mit 95 Punkten auf Platz Zwei, Henning wurde mit 94 Punkten Dritter.

Zum Finale gab es ein Gruppenfoto.

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