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Gegen neue Stadthalle: Junge Union plädiert für Sanierung des Brückentorsaals

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(Rinteln/Auetal) Die Junge Union Rinteln/Auetal (JU) positioniert sich gegen den Neubau einer Stadthalle.

Eigenen Angaben zufolge habe man ´gewartet, bis die ominösen „belastbaren Zahlen“ vorliegen, von denen in der Rintelner Politik immer wieder gesprochen wurde´. Nun könne man sich nur gegen einen Neubau aussprechen, heißt es: „Bei einem derartig hohen Schuldenstand der Stadt Rinteln kann bei einem Neubau nicht von Generationengerechtigkeit die Rede sein! Weiterhin würde man den Standort an der Pforte zu Rinteln aufgeben: Soll der Brückentorsaal sowie der gesamte Komplex bei einem Neubau sich selbst überlassen werden? Soll dies das Bild sein, das Rinteln ankommenden Touristen oder Neubürgern übermitteln möchte?“

Auch die Haltung der Sozialdemokraten ist für die JU nicht nachvollziehbar, wie es in einer Pressemitteilung heißt. „Auf der einen Seite fordert die SPD mehr sozialen Wohnungsbau, mehr Förderung von sozialen Projekten, auf der anderen Seite jedoch will die SPD eine neue Stadthalle bauen lassen, die unsere Stadt mindestens 8,6 Millionen Euro kostet“, erklärt der Vorsitzende Philipp Arndt, „das passt für uns nicht zusammen. Auch das sogenannte „sale und lease back System“ würde ein tiefes Loch in unseren städtischen Haushalt reißen.“

Geschäftsführer Malte Frost ergänzt: „Nicht nur die Kostenperspektive oder der herausragende Standort, sondern auch die zeitliche Komponente spricht eindeutig für die Sanierung des Brückentorsaals . Der bisherige zentrale Ort des kulturellen Zusammentreffens für uns Rintelner Bürgerinnen und Bürger muss schnellstmöglich wieder hergestellt werden. Unser Rinteln darf seine kulturelle Attraktivität nicht mittelfristig einbüßen.“

Die Junge Union Rinteln/Auetal stellt sich außerdem die Frage, warum die Politiker der Grünen im Stadtrat einer derartigen Flächenversiegelung bei einem Neubau so gelassen gegenüber stehen: „Seit Wochen gehen Schüler und junge Menschen an #FridaysforFuture auf die Straße, um gegen den Klimawandel und für umweltfreundliche Politik zu demonstrieren. Die Bedenken der jüngeren Generationen kommen anscheinend trotz solcher Aktionen nicht bei den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung an. Auch ein Neubau auf einem der Parkplätze, um so einer Flächenversiegelung zuvor zu kommen, erscheint der JU wenig zweckmäßig.“

„Wo sollen die Besucher des Hallenbades parken, wenn ein Betonklotz den Platz einnimmt? Wo sollen sowohl die Rintelner Geschäftsleute als auch die Kunden in der Innenstadt parken, wenn der Steinanger Parkplatz zugebaut wird?“ – Fragen über Fragen, die sich die Junge Union stellt. Aufgrund all dieser Faktoren sei aus ihrer Sicht daher nur die Sanierung des Brückentorsaals sinnvoll: „Die Sanierung verspricht aufgrund der günstigsten Kostenschätzung, des exzellenten Standorts, keiner Notwendigkeit neuer Flächenversiegelung und der schnellstmöglichen Lösung für zukünftige Generationen der richtige Weg zu sein.“ (pr)

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