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Gespräche über Verschmelzung der Volksbank in Schaumburg und Nienburg laufen

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(Schaumburg/Nienburg) Der Aufsichtsrat der Volksbank eG, Nienburg und der Aufsichtsrat der Volksbank in Schaumburg eG haben in einer gemeinsamen Sitzung am 17. Januar auf Vorschlag der Vorstände beider Häuser einstimmig entschieden, Verschmelzungsgespräche zu führen.

Dies teilten die Bankinstitute in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Beide Volksbanken kennen sich aus einer langjährigen Kooperation. Vertrauen, das Wissen um die gegenseitige Leistungskraft und die Gewissheit, dass sich die Geschäftsmodelle hervorragend ergänzen, böten erstklassige Ausgangsbedingungen, um gemeinsam eine neue erfolgreiche Volksbank zu schaffen, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

„Mit unseren Überlegungen zu einer Verschmelzung knüpfen wir an das an, was die Volksbank eG, Nienburg und die Volksbank in Schaumburg eG seit Jahren auszeichnet: Passende Antworten auf die jeweils aktuellen Herausforderungen zu finden, um unsere Volksbank leistungsfähig und zukunftssicher aufzustellen“, berichtet Anja Bracht, Vorständin der Volksbank in Schaumburg eG.

Ihr Nienburger Vorstandskollege Holger Hinrichs ergänzt: „Wir sind überzeugt, dass die Verschmelzung das richtige Rezept ist, um in einem zunehmend herausfordernden Umfeld unseren Förderauftrag gegenüber unseren Mitgliedern weiterhin zuverlässig zu erfüllen und ein attraktiver Arbeitgeber zu bleiben“.

Joachim Schorling, Vorstand der Volksbank in Schaumburg, stellt wichtige Ziele der geplanten Verschmelzung heraus: „Wir wollen kundennah und dezentral bleiben. Dank größerer Leistungskraft könnten wir das Bankgeschäft in unserer Region noch besser am Mitgliederbedarf ausrichten.“ Die Bank hätte dann eine Bilanzsumme von rund 4,1 Mrd. Euro, fast 55.000 Mitglieder und 120.000 Kundinnen und Kunden sowie rund 480 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, so der Vorstand.

Volksbank hätte nach Verschmelzung rund 480 Mitarbeiter

Dabei sehen sich die beiden Volksbanken gegenseitig als ideale Partner. Der Nienburger Vorstand Markus Strahler beschreibt es so: „Beide Banken sind wirtschaftlich stark aufgestellt. Genauso wichtig ist aber auch, dass sie kulturell zueinander passen. Wir teilen die Idee einer mitgliedernahen Volksbank, die ihren Förderauftrag konsequent im Interesse der Mitglieder und zum Wohle der regionalen Wirtschaft und Gesellschaft verfolgt.“ Eine solche Übereinstimmung sei eine gute und wichtige Voraussetzung für ein erfolgreiches Zusammenwachsen.

Einig sind sich die vier Vorstände, dass Größe und Leistungskraft zwar die Basis des Erfolgs seien, allein aber nicht ausreichten. Um das Potential zur vollen Entfaltung zu bringen, komme es vor allem auf die Mitarbeiter an. Eine Sicht die der Aufsichtsratsvorsitzende der Volksbank eG, Nienburg, Frank Brümmer, teilt: “Die Kompetenz und das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren schon in der Vergangenheit Schlüssel des Erfolges beider Banken. Das soll auch in Zukunft so sein. Wir brauchen jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter!“ Mit der Verschmelzung sollen daher auch die Möglichkeiten einer größeren Bank genutzt werden, um sichere und attraktive Arbeitsplätze sowie Entwicklungsperspektiven bieten zu können. Fusionsbedingte Kündigungen sind ausgeschlossen.

Die finale Entscheidung über eine Verschmelzung werden die Vertreterversammlungen beider Volksbanken treffen. (Foto: Volksbank; das Foto entstand unter 2G+ Bedingungen)

Fusionsbedingte Kündigungen schließt die Volksbank aus

Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank in Schaumburg eG, Dr. Uwe Krismann, stellt heraus, dass man sich bereits auf erste, wichtige Eckpunkte der Verschmelzung verständigt hat: „Im Interesse der Mitglieder, Kundinnen und Kunden sollen die derzeitigen Ansprechpartner im Privatkunden- und Firmenkundengeschäft erhalten bleiben. Auch war es uns wichtig, dass die beiden Verwaltungssitze in Bückeburg und in Nienburg bestehen bleiben und die gewonnene Leistungskraft genutzt werden soll, um Investitionen in die Digitalisierung zu stemmen und gleichzeitig das Beratungsangebot in den Filialen weiter zu verbessern.“ Andere Handlungsfelder wie zum Beispiel die organisatorische Zusammenführung beider Häuser oder Details zur Vertreterversammlung würden in den anstehenden Verschmelzungsgesprächen geklärt.

Die finale Entscheidung über eine Verschmelzung werden die Vertreterversammlungen beider Volksbanken treffen. Dafür ist jeweils eine 75-Prozent-Mehrheit erforderlich. Die Vertreterversammlung für die Volksbank in Schaumburg ist für den 13. Juni 2022, die Versammlung für die Volksbank eG, Nienburg für den 14. Juni 2022 vorgesehen. (pr/Fotos: pr; Archiv)

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