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Gospel als gute Nachricht: Stimmungsvolles Abschlusskonzert mit Jan Meyer in St. Nikolai

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(Rinteln) Das traditionelle Abschlusskonzert des jährlichen Gospelworkshops ist stets ein beliebter Termin im Veranstaltungskalender. Bereits seit 2011 laden Kyra und Sven Rundfeldt vom „Gospelicious“-Chor zu dem dreitägigen Workshop ins Johannis-Kirchzentrum ein.

Jan Meyer ist Kantor an der Gospelkirche Hannover und Beauftragter für Gospel in der Ev.-luth. Landeskirche Hannover. Der Pianist, Bandleader und Chorleiter ist studierter Musik- und Religionspädagoge und Kirchenmusiker an der Hochschule für Musik, Theater und Medien sowie der Leibniz Universität Hannover.

Jetzt war es erneut soweit. 120 Gospelbegeisterte kamen zusammen, um unter der Leitung des Kantors an der Gospelkirche Hannover, Jan Meyer, populäre und selbst geschriebene Stücke einzustudieren. Ohne Sturmwarnung wäre die St. Nikolai-Kirche wohl richtig voll geworden, so blieb noch Platz zwischen den Kirchenbänken. Wer sich auf den Weg gemacht hatte, durfte sich an einem wahren Fest für die Ohren erfreuen.

Unterstützt von Mario Ehrenberg-Kempf am Bass und dem „Haus- und Hofdrummer“ der Gospelkirche Hannover Gunnar Hoppe an den Percussions sang, arrangierte und führte Meyer mit einer Leichtigkeit durchs Konzert, dass es eine wahre Freude war.D as gesamte Konzert nahm Bezug auf Bibelverse und Psalme. Beim bloßen Zuhören blieb es natürlich nicht.

Am Bass: Mario Ehrenberg-Kempf.

Was lag da näher, als nach einer Vorstellung der amerikanischen Variante von „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln“, das Publikum einzubeziehen? Erst folgte eine behutsame Einleitung in die Materie, dann der Canon. Und schließlich die Krönung: Canon-Gesang aus den Zuschauerreihen zusammen mit vierstimmigem Liedtext aus 120 Gospel-Kehlen auf der Bühne. Da war der folgende Applaus zu Recht in die umgekehrte Richtung adressiert: Von der Bühne ans Publikum.

Dabei erwies sich Jan Meyer als Tausendsassa. Er spielte an den Tasten, sang, leitete nebenbei den Chor und gab so manche erheiternde Anekdote zum Besten.  So sei er einmal auf der Suche nach einem bestimmten, polnischen Gospelsong gewesen und kontaktierte die Ersteller einer Gospel-CD aus Polen. Dort offenbarte man ihm: Ausgerechnet dieser eine Song kommt eigentlich aus Kanada. Ähnlich auch die Situation beim Kontakt mit einem Gospel-Komponisten aus der Schweiz. Der erwies sich als Norweger. Gospel ist eben eine weltumspannende Bewegung und zieht global Fans in ihren Bann.

Freuen sich auf den 10. Gospel-Workshop im kommenden Jahr: Sven und Kyra Rundfeldt.

Wer einmal das Vergnügen hatte, live bei einem Gospelkonzert dabei sein zu dürfen, weiß warum. Die Zeit verging wie im Flug und auch im kommenden Jahr wird es wieder einen Workshop geben. Die Plätze sind erfahrungsgemäß sehr früh ausgebucht, die Sänger gern immer wieder dabei. Konzert und Probenwochenende wären ohne tatkräftige finanzielle Unterstützung nicht möglich gewesen und so dankten die Organisatoren dem Gymnasium für das Podest, der Feuerwehr fürs Aufbauen, Wesergold für die Getränke, den Stadtwerken und der Tontechnik genauso wie der Volksbank in Schaumburg.

Durch die wechselnden Workshop-Leiter gestaltet sich jeder Kurs, jedes Konzert auch als Überraschung. So mussten auch Kyra und Sven Rundfeldt trotz ihrer großen Erfahrung in Sachen Gospel beeindruckt in Richtung Meyers feststellen: „Deine Leichtigkeit ist auf uns übergegangen. Und ein Gospelkonzert mit zwei Keyboards gleichzeitig auf der Bühne – das haben wir auch noch nie gehabt!“

An den Percussions: Gunnar Hoppe.

Galerie: Abschlusskonzert des 9. Gospelworkshops der Johannis-Kirchengemeinde 2020

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