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Großbaustelle Gymnasium: So ist der Stand der Dinge beim Umbau der Aula im Rintelner Ernestinum

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(Rinteln) Die Aula des Gymnasiums Ernestinum ist nicht mehr wiederzuerkennen. Der Umbau zur Veranstaltungsstätte läuft auf Hochtouren und dennoch zieht sich die Fertigstellung wie ein Kaugummi in die Länge. Der Bauausschuss des Landkreises Schaumburg nahm jetzt eine Besichtigung des Projekts an Ort und Stelle vor.

Die Architekten Oliver Harmening (li.) und Marcus Ballosch (re.) vom Ingenieurbüro Freiform haben den Umbau geplant.

Seit 2020 finden im Herzen der Schule Umbauten statt, die Herausforderungen sind vielfältig wie jetzt Architekten Marcus Ballosch und Oliver Harmening vom Planungsbüro „Freiform“ mit Sitz in Meerbeck und Obernkirchen schilderten. Für eine Veranstaltungsstätte mit öffentlicher Nutzung im Schulgebäude gebe es strenge Brandschutzvorschriften.

Blick auf die künftige Bühne. Im Hintergrund ist der Freiraum zu sehen, der durch den Abriss der Empore und Teilen der Betonkonstruktion entstanden ist.
Im hinteren Teil der Aula (links oben) befindet sich die Kanzel für die Ton- und Lichttechnik.

Bauten aus den 70er Jahren würden dem jedoch nicht entsprechen. Daher habe man die Aula als „gekapselten Bereich“ mit Wänden nach „F90“-Brandschutzstandard und Brandschutzverglasung konstruiert. Der Bereich der Empore wurde abgerissen, was angesichts der Mengen an Material eine Herkulesaufgabe gewesen sei, hört man heraus.

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Holzverkleidungen sollen einerseits für gute Akustik sorgen und optisch den Brückenschlag zur neuen IGS vollziehen.

30 Tonnen Beton wurden entfernt und mit Baumaschinen durch die teils ausgebauten Türen nach draußen bewegt. Der einst in flüssigem Zustand eingebaute Werkstoff lässt sich in diesen Dimensionen nur schwer abbrechen, ohne dass alles zusammenkracht, schildern die Planer. Asbest sei allerdings kein Thema gewesen. Die Brüstung und 45-Grad-Winkel im Obergeschoss sind ebenfalls Geschichte. Frischluft bekommt die Aula über eine Belüftungsanlage unter dem Bühnenpodest, die Abluftanlage hängt bereits an der Decke. An der gegenüberliegenden Seite ist die Kanzel für Ton- und Lichttechniker zu erkennen. Der Parkettboden konnte erhalten bleiben und wartet unter einer schützenden Abdeckung auf seine Aufbereitung.

Großbaustelle Gymnasium: Ende 2023 sollen hier Veranstaltungen stattfinden können, sofern alles nach Plan verläuft.

Noch schallt es im Rohbau erheblich, wenn gesprochen wird. Das ändert sich freilich mit Abschluss der akustischen Maßnahmen. Segel und spezielle Wände sollen den Schall leiten. Holzverkleidungen sorgen einerseits für verbesserte Akustik, andererseits stellen sie eine optische Verbindung zum benachbarten IGS-Neubau her. Hier kommt allerdings kein Lärchenholz zum Einsatz, sondern Brettschichtholz aus Fichte. Die Anforderungen an die Akustik im Raum sind anspruchsvoll. Einerseits sollen Schulveranstaltungen gut klingen, andererseits auch Musikkonzerte. Die Planer sind zuversichtlich, dass es klappt.

Auf den Plänen zu sehen: Ein barrierefreies WC, Umkleideräume, Requisite und eine Abendkasse für externe Veranstaltungen.

Die Gründe für die enorme zeitliche Verzögerung fasst Kreis-Baudezernent Fritz Klebe zusammen: Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg, Materialknappheit, hohe Auslastung der Baufirmen, schwankende Preise, schwierige Planung. Einzelne Werkstoffe seien schwer zu bekommen, das wiederum verzögere den Bauablauf. Und obwohl sich in diesem Bereich langsam Entspannung abzeichne, sei beim Thema Fachkräftemangel kein Land in Sicht.

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Unter der Schutzplane verbirgt sich der originale Parkettboden. Er wird aufbereitet und soll in neuem Glanz erstrahlen.

356 Sitzplätze soll die neue Aula beherbergen, so die Architekten. Die Gäste werden dann auch innerhalb der Schulzeit an Veranstaltungen teilnehmen können, die länger dauern als 45 Minuten. Bisher, so Schulleiter André Sawade, habe man immer im Schulstunden-Rhythmus geplant, da sonst Scharen von Schülern in den Pausen durch die offene Architektur in die Aula geströmt seien. Mit den Bauarbeiten habe man sich arrangiert, die großen Abrissarbeiten hätten in den Ferien stattgefunden und durch die Corona-Pandemie seien die Schüler es gewohnt, ihre Pause im Freien zu verbringen.

Der Architekt im Video: Aula-Umbau in einer Minute kurz und knapp erklärt

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Als nächste, große Teil-Baustelle des Gesamtprojekt steht die Dachsanierung auf dem Programm. Diese muss aufgrund ihres Gesamtvolumens getrennt vom Umbau ausgeschrieben werden, wie zu erfahren war. Bis Ende 2023, so lässt sich Diplom-Ingenieur Marcus Ballosch entlocken, soll die neue Veranstaltungsstätte in Betrieb gehen. Falls im restlichen Bauablauf alles glatt geht, versteht sich. (vu)

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