(Rinteln) Der SPD-Antrag auf Errichtung von Zonen zur Abkühlung und Aufstellung von Geräten zur Wasservernebelung – beispielhaft im Blumenwall hat, ganz im Gegenteil, nicht für ein Herunterkühlen vor der Sommerpause, sondern für erhitzte Gemüter gesorgt.
Dutzende Kommentare sind auf dem sozialen Netzwerk Facebook dazu von Lesern verfasst worden. Viele davon mit beißender Kritik, einige mit Spott, andere wiederum mit Lob. In dem breit gefächerten Spektrum von Meinungen äußerten sich auch Ratsmitglieder wie Anthony Robert Lee zu Wort, aber auch die antragstellende SPD und Bürgermeisterkandidat Dr. Fabian Horn von der FDP.
Einige der über 80 Kommentare von Nutzern des sozialen Netzwerks „Facebook“ zum Beitrag:



In einem Presse-Statement haben jetzt auch Bürgermeisterkandidat Bastian Kautscha und die Fraktion „Rintelner Interessen“ ihre Stellungnahme dazu abgegeben. Eins steht fest: Mit Kritik hat man sich nicht zurückgehalten.
Dieser Antrag der Rintelner SPD und der Beitrag auf Rinteln-Aktuell.de brachten die Diskussion ins Rollen:
SPD Rinteln beantragt Abkühlungszone mit Sprühnebel und weiteren Hitzeschutz
„Mit Verwunderung haben der Bürgermeisterkandidat des Wählerbündnisses Rintelner Interessen Bastian Kautscha und RI-Fraktionsvorsitzender Prof. Dr. Gert Armin Neuhäuser den Antrag der SPD Rinteln zur Installation von Regenduschen im Blumenwall und Trinkwasserbrunnen in den Ortsteilen Rintelns Kenntnis genommen“, eröffnet die Pressemeldung.
„In den letzten fünf Jahren hat Bürgermeisterin Andrea Lange in jeder Ratssitzung jeweils einen neuen Schuldenhöchststand verkündet“, so Kautscha. Dass die SPD „gerade im Blumenwall, der aufgrund seiner natürlichen Kühlung durch die vielen grossen Bäume sicherlich nicht der wärmste Ort der Innenstadt ist, in dem aber noch nicht mal eine Wasserleitung vorhanden ist“, eine öffentliche Regendusche fordere, sei „geradezu grotesk“.
„Gewisser Sonnenstich“
„Rinteln finanziell vor die Wand zu fahren und in die Haushaltssicherung zu treiben, und dann neue Ausgaben zu fordern“, lasse Kautscha zufolge „schon auf einen gewissen ´Sonnenstich´ schließen!“
RI-Fraktionsvorsitzender Gert Armin Neuhäuser spart ebenfalls nicht mit Kritik: „Naturgemäß gibt es in den Ortsteilen weniger Vorbeigehende als in der Kernstadt, und die Einwohnerinnen und Einwohner der Ortsteile werden im Zweifel zu Hause trinken, und nicht durch die Hitze erst zu einem Trinkwasserbrunnen laufen“, so Neuhäuser.
„Zweitens hat es die Stadtverwaltung über Monate nicht geschafft , die Brunnen auf dem Marktplatz und auf dem Kirchplatz sowie den Wasserlauf vor Bruno Kleine zum Laufen zu bringen. Das lässt für weitere derartige Anlagen Schlimmes befürchten“, fährt der RI-Fraktionschef fort.
Kautscha schiebt eine weitere Bemerkung nach: „Es war ja lange vorher bekannt, das es bei der letzten Ratssitzung sehr heiß werden würde. Bürgermeisterin Lange hat hier keinerlei Vorkehrungen für die vielen Zuhörerinnen und Zuhörer und die Teilnehmenden getroffen, etwa durch das Aufstellen von Ventilatoren oder durch vorheriges Querlüften des Saals.“ Seiner Ansicht nach wäre es „besser, wenn sich die SPD für die Lösung aktueller und konkreter Probleme einsetzen würde, anstatt unfinanzierbare und unlogische Anträge zu stellen“, so Kautscha abschließend.
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