(Hohenrode) Hochsommerlich warm präsentierte sich das Wetter an diesem Sonntagvormittag, als die Aktiven des NABU Rinteln die Naturinteressierten der Wanderung durch die Auenlandschaft Hohenrode auf dem Besucherparkplatz des Naturschutzgebietes begrüßten.
Dr. Nick Büscher wurde durch Gisbert Hauske und Kathy Büscher unterstützt, durch das Naturkleinod in der Weserschleife zu führen.
In der Dieter-Eggersmann-Beobachtungshütte konnten man auf die Sandbank und aufgrund der Trockenheit die kleiner werdenden Wasserflächen schauen, ohne die rastenden Vögel zu stören. „Dort schwimmt ein Höckerschwan mit seinen vier Jungtieren“, erläuterte Hauske. Auf der Insel sonnten sich zahlreiche Graugänse, in der Ferne waren Reiherenten zu sehen. Auch ein Graureiher schritt langsam durch das Wasser, um Fische zu erbeuten. Im hinteren Bereich der Sandbank flog eine größere Gruppe Kormorane im Sinkflug, um sich am Saum der Insel niederzulassen. Und dazwischen konnte man endlich auch die wendigen Flugkünstler erkennen, die im Sturzflug ins Wasser stießen: die Flussseeschwalben.
Entlang des Sees ging es schließlich in Richtung des Beobachtungsturms, wo Dr. Büscher das Beweidungskonzept der Auenlandschaft erläuterte: „In den letzten Jahren haben wir die Flächen in Form einer Mischbeweidung mit Galloways, Eseln und Ziegen freigehalten. In diesem Jahr sind ausschließlich Galloways auf den Flächen“. In einem schattigen Bereich unweit des Weges hatten sich tatsächlich die massigen Landschaftspfleger niedergelassen, um sich vor der heißen Sonne zu schützen.
Am Beobachtungsturm angekommen, konnten die Naturinteressierten einen eindrucksvollen Ausblick über die ausgedehnten Wasserflächen genießen. „Da vorne fliegen wieder Flussseeschwalben“, wie Dr. Büscher erklärte, begleitet von dem gellenden Ruf der Flugakrobaten mit ihren schwarzen Kopffedern und dem gut sichtbaren roten Schnabel. Am Ufer saßen wiederum zahlreiche Höckerschwäne und auch einige Silberreiher, während Enten und Haubentaucher auf dem Wasser schwammen.
Eine eindrucksvolle Wanderung durch die Auenlandschaft bot sich somit auch den neu geworbenen NABU-Mitgliedern, die gesondert zu dieser Veranstaltung eingeladen worden waren. Seit einigen Wochen hatten junge Menschen in Schaumburg von Haus zu Haus für den NABU geworben, wobei sich der Erfolg in Rinteln sehen lassen kann: „Rinteln zählt auch dank der jüngsten Mitgliederwerbung nun 900 Mitglieder, womit wir die größte NABU-Gruppe in Schaumburg sind“, freut sich Dr. Büscher. Und das nächste Ziel ist schon ausgemacht: „Wir möchten nun die wichtige Marke von 1.000 Mitgliedern ‚knacken‘!“
NABU Rinteln „knackt“ im Juli die Marke von 900 Mitgliedern
Dr. Büscher weist darauf hin, dass nur mit einer breiten Mitgliederbasis sich Schutzgebiete wie die Auenlandschaft Hohenrode langfristig erhalten lassen, da das Naturschutzengagement ehrenamtlich getragen und durch Mitgliedsbeiträge finanziert wird. Auch erhöht dies das politische Gewicht des Naturschutzes.
Den positiven Mitgliedertrend beim NABU Rinteln zeigen auch die Landes- und Bundesebene des NABU: Der NABU Niedersachsen ist mittlerweile auf über 133.000 Mitglieder gewachsen und der NABU insgesamt ‚kratzt‘ mit 980.000 Mitgliedern und Fördernden bereits an der Marke von 1.000.000 Mitgliedern.
(pr; Fotos: NABU Rinteln)






























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