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Hohenrode: Ein Traum-Baumhaus in luftiger Höhe

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(Hohenrode) Wer mehr von der Umgebung sehen will, muss hoch hinaus. Aus diesem Grund sind Aussichtstürme und -plattformen in reizvoller Umgebung immer ein beliebter Anziehungspunkt für Einheimische und Touristen. Als das Ehepaar Annette Steding-Perk und Wilfried Perk aus Hessisch-Oldendorf vor rund zweieinhalb Jahren das Grundstück im Rintelner Ortsteil Hohenrode kaufte, wollten beide gern auf die renaturierte Auenlandschaft mit ihrer Vogelvielfalt blicken können. Schnell merkten sie: Mit einem normalen Haus wird das schwierig. Die Hanglage erwies sich zwar als vorteilhaft, doch bald schon reifte die Idee: Man muss höher hinaus.

Haus mit luftigem Ausblick: Das Baumhaus steht auf einer Stahlträgerkonstruktion, die im Boden verankert ist.

Offene Ohren fanden die Perks bei der Firma Baumleben aus Hameln. Die Spezialisten erschufen ein kleines Paradies auf zwei Etagen in einem Kirschbaum auf dem Grundstück im Siekweg. Derzeit erfolgt der Zugang noch über eine provisorische Leiter, die erste Besichtigung lässt das Potenzial des Bauwerks erahnen. In luftiger Höhe eröffnet sich ein Panoramablick über die Auenlandschaft, man sieht die Schutzhütte, den Jahrtausendblick am Steinzeichen Steinbergen, die Schaumburg und vieles mehr.

Gemeinsam mit dem Touristikzentrum Westliches Weserbergland (TWW) war schnell die Idee eines attraktiven Übernachtungsangebots geboren. Mit dem Naturschutzgebiet in der Nähe, der Weser-Erleben-Radtour und Prasuhn´s Hofcafe wird das Baumhaus von zahlreichen Ergänzungsangeboten flankiert. Und in der Saison lassen sich leckere Kirschen direkt vor der Haustür vom Ast pflücken. Rund anderthalb Jahre Planung stecken in dem Baumhaus. Seit Juni wird gebaut. Schraubfundamente von mehreren Metern Länge tragen die Konstruktion aus Stahlträgern, auf denen das Haus ruht. Betonfundamente wären simpler gewesen, hätten aber das Wurzelwerk des Kirschbaums zerstört, erklärt der Bauherr.

Baumhaus-Besitzer Wilfried Perk erklärt TWW-Geschäftsführer Matthias Gräbner (rechts) die Details der Konstruktion.

Bevor die Bauarbeiten starten konnten, wurde natürlich die Baugenehmigung eingeholt, ebenso die Statikberechnungen. Ein Baumkletterer hat den Kirschbaum unter die Lupe genommen und etwas beschnitten, erklärt Perk. Bis zu vier Personen haben Platz im Gebäude, das aus geöltem Fichtenholz gebaut ist. Das Dach besteht aus Zedernholzschindeln, die aus Alaska kommen. Das Material gilt als besonders haltbar und fügt sich gut in die Kirschbaum-Umgebung ein. Ab dem 1. April 2019 soll das Baumhaus für die Vermietung freigegeben werden. Eine Nacht im Baumhaus kostet dann 175 Euro. Eine Internetseite wird ebenfalls freigeschaltet. Sie lautet www.baumhaus-wesertal.de. Anfragen werden bereits jetzt beim TWW entgegen genommen.

Blick ins Innere. Der Fußboden ist verlegt, auf der ersten Ebene entsteht ein kombinierter Raum mit Wohn-, Schlaf- und Kochmöglichkeit.
Das Haus wurde um den Baum herum konstruiert, wäre auch allein standsicher und stabil.
Blick unters Dach: Hier entstehen zusätzliche Schlafmöglichkeiten.

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