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IGS Rinteln: Ein Geschenk aus dem 3D-Drucker für den Hausmeister

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(Rinteln) Beim Umzug der IGS vom Standort am Kollegienplatz ins neue Schulgebäude an der Burgfeldsweide kam Techniklehrer Björn Stappenbeck auf eine Idee.

„Mir ist bewusst geworden, welche große Bindung bei unserem Hausmeister Thomas Rieke an den bisherigen Schulstandort herrscht“, so Stappenbeck. Bei einem der zahlreichen Telefonate während der Umzugsphase habe Rieke nämlich auf die Frage nach der Räumlichkeit geantwortet, er sei in „seinem Haus“. Nach einem Austausch mit Kollegen entstand daher die Idee, Hausmeister Rieke am neuen Standort ein Geschenk in Erinnerung an „sein altes Haus“ zu überreichen. Da kam es wie gerufen, dass man in der Integrierten Gesamtschule man jüngst einen neuen 3D-Drucker testete, der im Unterricht zum Einsatz kommen soll.

Stappenbecks Idee: Statt eines 3D-Objekts könne man doch ein Foto als Relief drucken. „Wandelt man ein Bild in ein Schwarz-Weiß-Motiv um, kann man den Bildbereichen Höhenwerte zuordnen“, erklärt der Fachlehrer. Idealerweise nimmt man dafür ein Foto, das bei Nacht aufgenommen wurde. Der Himmel ist schwarz, bleibt auf dem Reliefmotiv also flach. Das Gebäude weist hellere Bereiche hervor, wird also als Erhebung gedruckt. Auf der Suche nach einem geeigneten Motiv war Stappenbeck auf ein Bild bei Rinteln-Aktuell aufmerksam geworden.

Auf dieses Foto wurde IGS-Techniklehrer Björn Stappenbeck aufmerksam.

Nach einer Kontaktaufnahme mit Herausgeber und Fotograf Igor Vucinic wurde das besagte Foto in größerer Auflösung und ohne „Rinteln-Aktuell“-Logo übersandt, wo es vom Techniklehrer aufbereitet und als Reliefbild in der Größe 9 x 13 Zentimetern ausgedruckt wurde. Als Druckmaterial kam sogenanntes Polylactid (PLA) zum Einsatz. Es handelt sich um einen „Biokunststoff“, der über einen Herstellungsprozess aus Zucker gewonnen wird. Und obwohl das „Filament“, so lautet die Bezeichnung für das Druckmaterial unter industriellen Bedingungen sogar kompostierbar ist, besteht kein Grund zur Sorge, dass das IGS-Relief irgendwann zerfällt. „Es ist frei von Giftstoffen, UV-Beständig und hitzestabil“, erklärt Stappenbeck.

Das Foto vom „alten Haus“ wurde auf einer Holzplatte in 12 x 16 Zentimetern Größe befestigt und ziert jetzt das Büro „im neuen Haus“ von Thomas Rieke, der übrigens seit dem 21. Februar 2005 als Hausmeister der IGS tätig ist, wie er auf Nachfrage verrät. Für die Holztafel bedankt sich die Schule übrigens bei der Tischlerei Müchler, die den Unterricht regelmäßig mit Holzspenden unterstützt. Da der Maschinenraum in der neuen IGS noch nicht einsatzbereit ist, wurde die Bearbeitung der Brettchen in der Müchler-Werkstatt vorgenommen, erklärt Stappenbeck abschließend.

Hausmeister Thomas Rieke zeigt den Relief-Druck des alten IGS-Gebäudes. (Foto: pr)

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