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In der Segelflug-Bundesliga bleibt es spannend: Zweiter Rundensieg in Folge für den LSV Rinteln

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(Rinteln) Für die Segelflieger vom Luftsportverein Rinteln (LSV) sah es an diesem Wochenende zunächst nicht so aus, als könnten sie nennenswert Punkte für die Liga sammeln. Der Wetterbericht sah nur minimale Chancen auf ausreichende Bedingungen für Wertungsflüge in der Bundesliga, doch es sollte ganz anders kommen.

Nach dem ersten Kartenstudium am Freitag wollte man zunächst den Samstag abwarten und dann, sollte sich keine Möglichkeit ergeben, am Sonntag den Startort nach Stendal verlegen, um von dort für die Liga zu starten. Und so hieß es am Samstag zunächst warten. Immer wieder begutachteten die Piloten die aktuellen Wetterkarten und den Himmel über Rinteln. Einige hatten die Hoffnung schon aufgegeben, nicht aber Reinhard Schramme, der, stets optimistisch, doch immer noch eine Chance sah. Und er sollte recht behalten.

Die aus Nordwesten einfließende Kaltluft traf zum Mittag auf die noch vorherrschende Warmluft. Wenn dies passiert, hebt sich die Luftmasse an der Grenze in einer Linie an; dies war die Stunde des LSV Rinteln. Zügig standen drei Flugzeuge am Start. Wie immer ging es erst einmal gegen den Wind bis nach Achmer bei Osnabrück, wo dann mit Rückwind das Rennen begann.

Zunächst ging es 140 Kilometer ostwärts bis in den Raum Bad Salzdetfurth. Hier endete die tragende Linie und die Piloten flogen knapp 80 Kilometer zurück bis ins Wesertal. Die letzte Etappe endete nach 100 km mit Rückenwind am Westrand des Harzes. Hier war das Rennen beendet und gemütlich flogen die ins Rennen gegangenen Piloten wieder nach Hause.

Mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von 140,9 km/h für Uli Gmelin mit Co, 140,59 km/h für das Duo Schramme/Bödeker und 93,43 km/h für Michael Sasse übernahm der LSV Rinteln zur Halbzeit der Runde damit souverän die Tabellenführung mit 344,71 Geschwindigkeitspunkten. Der direkte Verfolger aus Burgdorf musste sich zu diesem Zeitpunkt mit Platz neun zufriedengeben, wodurch der LSV Rinteln seinen Vorsprung an der Tabellenspitze weiter ausbauen konnte.

Im engen Teamflug stürmen Reinhard Schramme und Uli Gmelin mit ihren Copiloten an der Grenze von Kalt- und Warmluft entlang. (Foto: Rolf Bödeker)

In der zweiten „Halbzeit“ der Runde am Sonntag ging dann in Rinteln wirklich gar nichts, während in Süddeutschland die Piloten noch einmal die Chance hatten, den Rintelnern den Rundensieg streitig zu machen. Aber keiner Mannschaft sollte dies gelingen. Der für Rinteln in Beilngries startende Peter Pollack konnte noch ein paar Pünktchen erfliegen, aber dies war reine Ergebniskosmetik.

Der LSV Rinteln gewinnt mit 347,18 Geschwindigkeitspunkten die 13 Runde, der zweite Rundensieg der Saison nach dem Erfolg in der letzten Woche, und sammelt weitere 20 Punkte für die Gesamtwertung. Zweiter wird die FLG Blaubeuren (302,65 Geschwindigkeitspunkte) und erhält 19 Punkte für die Gesamtwertung. Dritter wird der LSR Aalen und erhält 18 Punkte. Rintelns Verfolger Burgdorf verliert am Sonntag sogar noch fünf Plätze und erhält als 14. nur 7 Punkte.

In der Gesamtwertung führt der LSV Rinteln mit 184 Punkten weiter die Tabelle an. Verfolger Burgdorf verliert deutlich an Boden. Mit 167 Punkten beträgt der Abstand zum Führenden jetzt 17 Punkte. Noch einmal 25 Zähler hinter dem LSV Burgdorf steht mit 142 Punkten der FSC Odenwald Walldürn auf Rang drei. Trotz der schlechten Wettervorhersage ist diese Runde für den Titelverteidiger sehr gut gelaufen. Geduld, das gute Auge für das Wetter und ein bisschen Wetterglück waren neben dem fliegerischen Können die Bausteine des Erfolgs.

Eine Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft war diese Runde jedoch noch nicht, denn es verbleiben noch sechs Runden. Und wie schnell man Punkte verlieren kann hat das Beispiel Burgdorf an diesem Wochenende gezeigt, denn das sie fliegen können, haben sie in den vergangenen Runden unter Beweis gestellt. Diese Woche war es einfach Wetterpech. (pr)

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