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Infoabend: Freiflächen-Photovoltaikanlage in Krankenhagen sorgt für Diskussionen

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(Krankenhagen) In Krankenhagen soll südwestlich der Straße Dachsgang eine 7,5 Hektar große Freiflächenphotovoltaikanlage entstehen.

Investoren, angeführt von Claus Preuss von der Firma „Planet in Green“ aus Bad Salzuflen, planen dort eine Investition von rund fünf Millionen Euro. Ein wichtiger Bestandteil ist ein Speicher, der den erzeugten Sonnenstrom sammelt und bei Bedarf wieder abgibt – so soll die Energie effizient genutzt werden. Erst kurz vor der Informationsveranstaltung in Krankenhagen erhielt das Projekt die Genehmigung für den Speicher.

Eine Änderung des Flächennutzungplans ist erforderlich.

Die Bürger in Krankenhagen sind jedoch gespalten. Während Anwohner des Dachsgangs die Anlage mit Forderungen nach einem Abstand von 100 Metern zur Wohnbebauung ablehnen und den Eigentümer der Flächen, Frank Kuhlmann, direkt kritisieren, gibt es auch viele Befürworter, die die Investition in die Energiewende begrüßen.

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Claus Preuss von „Planet in Green“ stellte die überarbeiteten Pläne für die Freiflächenphotovoltaikanlage in Krankenhagen vor.

Bürgermeisterin Andrea Lange zeigte Verständnis für die gemachten Erfahrungen und kündigte an, künftig bei solchen Projekten frühzeitiger zu informieren. Die Bürger hatten sich bei der letzten Ratssitzung darüber beschwert, erst aus der Zeitung von den Plänen erfahren zu haben. Claus Preuss betonte, dass sein Unternehmen „aus der Region für die Region“ sei und die Fläche, eine ehemalige Kieskuhle, wenig landwirtschaftlich nutzbar sei.

Die Abstandsregelung wurde in den Planungen bereits angepasst: Die Anlage soll mindestens 34 Meter plus Hecken von den Häusern entfernt sein, die Module wurden von vier auf 2,70 Meter Höhe reduziert, um die Sicht zu minimieren. Zudem ist geplant, den erzeugten Strom auch für E-Ladesäulen bei der Raiffeisen-Tankstelle zu nutzen. Für die Änderung des Flächennutzungsplans ist eine Zustimmung der Stadt notwendig.

Beispielfoto einer Freiflächen-Photovoltaik an einer Autobahn.

Gegner und Bedenken

Kritiker wie Norbert Bei der Kellen und Sabrina Mäder-Teßmann fordern einen Abstand von 100 Metern – die jetzt geplanten 50 Meter seien ihnen zu wenig. Claus Preuss erklärt, dass eine größere Entfernung die Wirtschaftlichkeit gefährden würde, wenn keine weiteren Flächen im Landschaftsschutzgebiet genutzt werden könnten. Die Forderung, landwirtschaftliche Flächen von Frank Kuhlmann zu übernehmen, um den Abstand zu vergrößern, wurde von Bürgermeisterin Lange abgelehnt, da die Flächen eine hohe Bodenqualität aufweisen. Außerdem will Kuhlmann die Flächen weiter bewirtschaften.

Norbert Bei der Kellen ist als Anwohner des Dachsgang ein Kritiker der Pläne und fordert 100 Meter Abstand zur Wohnbebauung.

Weitere Kritikpunkte betreffen mögliche Schadstoffemissionen, Wärmestrahlung der Module und die fortschreitende Zukunft in der der Solartechnik, die künftig durch effektivere Module auch kleinere Anlagen wirtschaftlich werden lassen. Preuss betonte, dass Anwohner aus Krankenhagen beispielsweise auch als Investoren in Form von Genossenschaften oder Gesellschaften beteiligt werden könnten. Bereits Interesse an der Anlage haben die Stadtwerke Rinteln und die Bürgerenergiewende Schaumburg.

Um diese Flächen geht es. Unterhalb eines Parkplatzes an der Silixer Straße sind die Freiflächen zu erkennen, auf denen die Anlage gebaut werden soll.

Neubaugebiet mit Blick auf Solarmodule?

Ein interessanter Vorschlag war hinter vorgehaltener Hand aus dem Ortsrat Krankenhagen zu hören: Zwischen den Häusern des Dachsgangs und der geplanten Anlage könnte man sich künftig auch eine Wohnbebauung vorstellen. Die neuen Bewohner müssten dann allerdings mit der Sicht auf die Anlage leben und die Dachsgang-Bewohner hätten keinen Blick mehr auf die Anlage, dafür aber auch auf neue Häuser.

(Text & Fotos: ot)

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