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Jahreshauptversammlung: Das Wasser stand der Feuerwehr Rinteln quasi vor den Toren

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(Rinteln) Auf der 160. Jahresversammlung der Rintelner Schwerpunktwehr konnte Ortsbrandmeister Sebastian Westphal von einem „…fordernden, speziellen und abwechslungsreichen“ Jahr für die Wehr berichten.

319 Alarmierungen habe die Wehr abarbeiten müssen. „Dabei habe ich das Hochwasser in der Weihnachtszeit nur als einen Einsatz gewertet“, so Westphal. Das habe allerdings von Heiligabend bis zum 28. Dezember viel Kraft von vielen Ehrenamtlichen gefordert. Ein Knackpunkt dabei war, dass der Feuerwehr selbst das Wasser bis vor den Toren für die Einsatzfahrzeuge stand: „Nur durch den beherzten Einsatz des THW Detmold konnte uns der Hintern gerettet werden!“ Nicht auszudenken, so der Ortsbrandmeister, was im Falle eines Wassereinbruchs in das Feuerwehrhaus hätte passieren können. Hilfreich bei der Einsatzbewältigung sei auch die Reaktivierung des alten Unimogs sowie die Unterstützung durch Katastrophenschutzfahrzeuge aus dem Land Niedersachsen gewesen. Auch die erkennbar hohe Motivation besonders auch der jungen Kameraden mache ihn stolz.

„Chef“ Sebastian Westphal (re.) wird zum Oberbrandmeister befördert.

Platz für mehr Zuwachs fehlt

80 Aktive hat die Schwerpunktwehr Rinteln und damit mehr als noch ein Jahr zuvor. „Das bedeutet aber auch einen Engpass in den Umkleiden“, so Westphal, der sich neben Übernahmen aus der Jugendfeuerwehr auch über Quereinsteiger und Doppelmitgliedschaften von Aktiven freute. Seine Forderung an die Stadt Rinteln: „Stellen Sie schnell das Lager- und Logistikzentrum fertig!“

2023 – das Jahr der defekten Hallentore

Wenn man dem Jahr 2023 noch einen Namen geben sollte, dann vielleicht auch „Das Jahr der defekten Hallentore“. Zwei von ihnen seien bereits ausgetauscht worden, zwei weitere sollen dieses Jahr kommen. Realisiert werden konnte der Einbau einer Klimaanlage im Leitstand: „Bei 37 Grad hätte man dort sonst nicht arbeiten können!“

Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote kritisiert die steigenden Gewaltexzesse gegen Einsatzkräfte, zuletzt auch in Rinteln bei der Sperrung der Bahnhofstraße anlässlich eines Fahrzeugbrandes.

Viele Kinder bedeuten viel Aktivennachwuchs

Stephanie Stasitzek berichtete von der Kinderfeuerwehr „Glühwürmer“ mit stolzen 18 Mitgliedern und Benjamin Hundrieser von der Jugendfeuerwehr, die 15 Mitglieder hat. Drei Jugendfeuerwehraktive werden in diesem Jahr an die aktive Wehr abgegeben. Hundrieser wurde im Anschluss von Ortsbrandmeister Sebastian Westphal aus seinem Amt verabschiedet, da er seinen Lebensmittelpunkt verlegt.

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Benjamin Hundrieser wechselt seinen Wohnort und kann deshalb die von ihm mit viel Herzblut geleitete Jugendwehr nicht mehr führen.

„Was für eine tolle Truppe!“

Für Astrid Teigeler-Tegtmeier, die stellvertretend für Bürgermeisterin Andrea Lange die Versammlung der Feuerwehr besuchte, stand nach den Berichten der Einsatzabteilung fest: „Wow, was für eine tolle Truppe!“ Sie versprach, dass die Erkenntnisse aus dem letzten Hochwasser in den Hochwasserschutzplan der Stadt einfließen werden. Stadtbrandmeister Tim Schinz nervte in Sachen Hochwasser besonders der ausgeprägte Tourismus, um sich das Wasser anzuschauen. Er dankte der Polizei für ihre Sperrmaßnahmen, die den Feuerwehrleuten die Arbeit erleichterten.

Der Feuerwehr selbst stand das Wasser bis vor den Toren für die Einsatzfahrzeuge.

Neue Sandsackfüllmaschine beim Kreis

Die neue Sandsackfüllmaschine des Landkreises Schaumburg habe ihre Feuerprobe gut überstanden, so Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote. In seinem Verantwortungsbereich sei ihm um die Zukunft der Wehren nicht bange, denn mehr als 2.000 Mitglieder seien in Kinder- und Jugendfeuerwehren aktiv und sicherten so den Nachwuchs. Sorgen bereitete ihm die mit Fehlern behaftete Ausbildung in der NLBK und zudem sei die Truppführerausbildung mittlerweile auf Kreisebene verlegt worden. Ein weiterer Kritikpunkt war die aus seiner Sicht unakzeptable Steigerung von Gewalt gegen Einsatzkräfte. Auch in Rinteln gab es dazu einen Fall bei einer Straßensperrung wegen eines brennenden Autos auf der Bahnhofstraße.

40 Jahre im Dienst: Thomas Blaue und Ulrike Bödeker werden vom Abschnittsleiter Michael Möller ausgezeichnet.

Ehrungen und Beförderungen

Mit Jannes Blaue, Colin Bork, Adrienne Bronner, Lena-Marie Görling, Fabian Lejczyk, Tobias Moschüring, David Savnik und Philip Siebold konnten Anwärter verpflichtet werden. Sie sind die junge Zukunft der Wehr. Feuerwehrmänner/-frauen wurden Mike Hubmann, Gerrit Kneidl, Daniel Fritz und Kevin Jahn. Zum Hauptfeuerwehrmann wurde Jan-Lucas Spieker befördert. Silke Weers wurde Erste Hauptfeuerwehrfrau. Zum Löschmeister wurde Benjamin Pätzolt befördert. Den Sprung vom Löschmeister zum Oberlöschmeister machten Sasch Schäfsmeier-Fischer, Marten Danger, Hendrik Leibig, Frank Tiebe und Ingo Frommelt. Ortsbrandmeister Sebastian Westphal wurde zum Oberbrandmeister befördert. Für 25 Jahre im Feuerlöschwesen ehrte die Wehr Tom Kubatzki, Sascha Schäfsmeier-Fischer und Nico Tegtmeier. Bereits 40 Jahre aktiv sind Ulrike Bödeker und Thomas Blaue.

Eine stattliche Anzahl von Löschmeistern darf sich künftig Oberlöschmeister nennen.

(Text & Fotos: ot)

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