(Rinteln) Seitdem das „Schimmelproblem“ im Gebäude der Polizei Rinteln bekannt ist, liegt ein Umzug des Polizeikommissariats im Hasphurtweg geradezu auf der Hand.
Wohin die Reise gehen soll, hat jetzt die Pressestelle der zuständigen Polizeidirektion Göttingen auf Anfrage von Rinteln-Aktuell.de verraten.
So habe sich die Verwaltungsleitung des Katasteramtes „in Gesprächen offen gegenüber ersten Überlegungen gezeigt, der Polizeidirektion Göttingen die bereits leer stehenden Flächen im Gebäude des Katasteramts Rinteln kurzfristig zur Nutzung zur Verfügung zu stellen“.
Diese Flächen seien grundsätzlich ausreichend groß, um den Kriminalermittlungsdienst der Polizei Rinteln dort übergangsweise unterbringen zu können. Man darf also davon ausgehen, dass es in Rinteln künftig zwei Adressen für die Polizei geben wird. Doch dabei bleibt es nicht, wie eine Pressesprecherin der Polizei erklärt. Es ist nämlich geplant, das Polizeikommissariat Rinteln „nach der vollständigen Auflösung des Katasteramtes gänzlich und dauerhaft in dem Gebäude unterzubringen“. Wie das zeitlich aussehen soll, darüber gibt es noch keine Details. Fest steht auf jeden Fall dass der zeitliche Horizont im Rahmen einer sozialverträglichen Abwicklung ausschließlich durch die Katasteramtsverwaltung vorgegeben werden soll.
Die Polizeipressestelle verweist auf einen Kabinettsbeschluss vom 19. Mai 2025 zur neuen Standortstruktur der Niedersächsischen Vermessungs- und Katasterverwaltung (wir berichteten). Damit steht die Auflösung des Standortes in Rinteln in der Breiten Straße voraussichtlich zum 31.12.2027 an. „Das Niedersächsische Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung hat aufgrund dessen einem Antrag der Polizeidirektion Göttingen zugestimmt, die Möglichkeit einer Unterbringung des Polizeikommissariats Rinteln in der bereits zu weiten Teilen leerstehenden Landesliegenschaft des Katasteramtes zu prüfen“, heißt es weiter.
Derzeit wird der teilweise Umzug der Polizei Rinteln geplant. In der kommenden Woche wird das Polizeikommissariat Rinteln dazu weitere Informationen bekanntgeben.
Hintergrund: Wie die Pressestelle auf eine frühere Anfrage aus dem Mai erklärte, forderte die Polizeiinspektion Nienburg Schaumburg erstmals 2007 „aufgrund von Baumängeln und einem Wasserschaden im angemieteten Teil der Liegenschaft aus dem Gebäude auszuziehen“. Es war jedoch kein geeignetes Gebäude zu finden, sodass der bestehende Mietvertrag verlängert wurde. Die Unterbringungsplanung für das Polizeikommissariat Rinteln wurde im Jahr 2017 erneut angestoßen, konnte bislang jedoch nicht umgesetzt werden.
„Aufgrund des baulichen Zustandes des angemieteten Teils der Liegenschaft ist ein Umzug in eine andere Liegenschaft intensiviert verfolgt worden, scheiterte bisher jedoch weiterhin an der Verfügbarkeit geeigneter Immobilien. So blieb zuletzt in 2024 eine umfassende Markterkundung unter Beteiligung örtlich ansässiger und überregionaler Immobilienmakler sowie die Schaltung einer Zeitungsannonce erfolglos“, hieß es weiter. Als Anforderungsprofil wurde seinezeit für die Polizei genannt: „Eine Gewerbeimmobilie (Büronutzung) zur Miete oder zum Kauf, Lage möglichst zentral innerhalb des Stadtgebietes Rinteln mit guter Anbindung an die Fernstraßen, außerhalb der Hochwasserrisikogebiete der Weser, mit einer Gesamtnutzungsfläche von ca. 1000 m² und einem ausreichend großen Grundstück für Stellplätze, Garagen und Carports für Dienst-Kfz und Besucherparkplätze.“




























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