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Kadosch auf Fehmarn

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GELB!

Während hier im Wesertal die Rapsfelder schon langsam grün werden, kann in Ostholstein der Blick kilometerweit nichts anderes, als dieses klare Gelb auf den Feldern, durchzogen nur von grünen Knicks, erkennen. Scheint nun die Sonne, bei unserem Urlaub war es so, ist man im Auto fast geblendet und geneigt, die Sonnenblende herunter zu klappen.

Überhaupt ist der Vegetationsfortschritt zum Norden hin regelrecht zu erkennen, sie hinken hinterher. Anhand der blühenden Kastanien und vielen anderen Naturmerkmalen ist zu sehen, dass der hohe Norden zwei Wochen später aufblüht.

So kann man den Frühling verlängern, man fahre einfach nach Norden.

Im Wisentgehege in Fahrenkrug bei Ratzeburg wurde gerade ein Wisentbaby geboren, wir sahen die ersten Gehversuche. Selbst ein Riesenbaby ist halt ein Baby – einfach nur süß.
Ja, sie haben richtig gelesen, wir fuhren teilweise nicht Autobahn. Hin nahmen wir ab Autobahnabfahrt Thieshope Landstraßen, fuhren in Geesthacht über die Elbbrücke, quer durch den Sachsenwald nach Mölln, Ratzeburg, Lübeck. Hinter der wunderbaren Hansestadt, die wir auf dem Rückweg besichtigten, nahmen wir dann wieder die Autobahn, nur um erneut gelb zu sehen.

Fehmarn begrüßte uns mit drei Tagen Sonnenschein. Gibt es etwas Schöneres, als im flatternden Hemd bei leichtem Wind einen langen Strandspaziergang zu machen? Hund und Frau waren begeistert.

Im 15. Stock der sogenannten Fernsichthäuser am Südstrand mieteten wir eine Wohnung. Hier war unser Hund willkommen, was man ja leider von vielen Ostseebädern nicht mehr sagen kann.
Und dann erst die Steine – Eiszeit sei Dank, mein Smart hatte Steine im Gewicht einer ganzen Person auf der Rückfahrt geladen.

Burg, die wunderbare alte Inselstadt, nahm uns, wie immer, gefangen, nur sind dort die Parkkontrollen bis abends um 19:00 ständig präsent. Ein wenig „abkochen“ finde ich das schon. Alle Strafmandate sind bezahlt, ist dennoch nicht schön, wenn man abends um Sechs zum Essen geht, man vermutet als Rintelner ja so spät keine Bezahlverpflichtung mehr, und dann ein 10€ Ticket hinter der Scheibe vorfindet. Na ja, wir hätten ja besser lesen können..

Ganz an der Nordküste steht das NIOBE-Denkmal, für die Seeleute, die dort 1932 bei einem Unglück ums Leben kamen. Auf der Gedenkplakette stehen allerdings immer noch die Worte:
Es ist nicht nötig, daß ich lebe, wohl aber, daß ich meine Pflicht tue.

Das muß man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Meiner Meinung nach geht das in heutiger Zeit überhaupt nicht! Ein absolutes NO GO!! Doch die Fehmarner Behörden reagieren auf jahrelange Beschwerden nicht einmal. Na ja, vielleicht sollte man einmal die Wahlergebnisse anschauen.

Auch die Rückfahrt nahmen wir wegen der vielen Pfingst-Staus Landstraßen, entdeckten wunderschöne Landschaften. Wir speisten zu Abend im „Klosterglocke“. Dort, in dem Dorf Mariensee, Ortsteil von Neustadt am Rübenberge, steht ein wunderschönes altes Kloster, sehr empfehlenswert.

Gern machen wir Touren in die Ferne, doch unsere Heimat ist immer wieder schön!

Wieder in Rinteln grüßt Euch
Euer Kadosch

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