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Kadosch und der Weltkindertag

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Es ist der fünfte Weltkindertag, der auch in Rinteln am 20. September wieder würdig, mit viel Qualität, dem nötigen Ernst und noch mehr Humor groß gefeiert wird.

Mehr als 20 Kindergärten, Schulen, Vereine und Institutionen haben sich engagiert, etwas eingeübt, die ganze Welt feiert diesen Tag. Eltern, Großeltern, Onkel und Tanten helfen, Freiwillige unterstützen die Events – eine große Party für Kinder und Erwachsenen. Toll!

Unser Stadtmarketingverein „Pro Rinteln“ tritt als Veranstalter auf, übernimmt die Verantwortung, die Gemeinde der Nikolai-Kirche stellt den Kirchplatz zur Verfügung. Und es scheint auch in diesem Jahr zu klappen mit der Zusammenarbeit.

Motto in Rinteln ist es, ein Fest für die Sinne der Kinder, jenseits von smartphone, Wii, Playstation; PC und Glotze zu feiern. Unser scheidender Bürgermeister wird die Veranstaltung eröffnen, hoffentlich erscheinen wieder viele, es gilt, die Tausendpersonen-Marke zu knacken. Im vorigen Jahr waren es immerhin 850 Besucher.

Buchhandel, Spielzeuginsel und weitere Geschäfte stellen sich am Samstag auf die Kinder ein. Hier gibt es Bücher, Spiele u. v. a. m. zu bewundert, aber auch zu kaufen.
Eine tolle Idee, die man unbedingt unterstützen muß!

In einem kleinen Billigkaufhaus in der Innenstadt hat man sich jetzt auch schon u. a. mit Kinderliteratur eingedeckt, ein wenig vielleicht, um den Umsatz zu erhöhen. Hier jedoch scheint es mit der Qualitätsanforderung an die ausliegenden Produkte zu hapern.
Neben Hanni und Nanni, Bauernhofbildbänden, Quartetten usw. finde ich auch „Archies Furzbuch“ mit dem Untertitel „Auf der Suche nach den besten und originellsten Fürzen“. Das Ganze wird als Spaßbuch angepriesen. Hoppla, hat man in meiner Erziehung etwas falsch gemacht? Integriert in dieses Büchlein für 5 € ist ein kleines elektronisches Abspielgerät mit 10 verschiedenen Geräuschen, die auf der zugehörigen Seite ausführlich beschrieben werden. Noch einmal hoppla!

Das Entweichen von Darmgas ist in der Regel doch hoffentlich in unserer modernen Gesellschaft noch immer unüblich, wirkt peinlich und mega out. Passiert es dennoch, sicherlich versehentlich, dann versuchen die Betroffenen entweder mit Schweigen oder mit Humor diese Situation zu meistern, auch bei Kindern. Bei meinen Enkelkindern ist es jedenfalls so.

Jetzt, rechtzeitig zum Weltkindertag, erscheint also mit diesem Buch eine detaillierte Anleitung, was man essen muss, um zehn unterschiedliche Darmwinde zu erzeugen, der dann jeweils dem Geräusch auf der Furzskala dieses Buches ähnelt. Da muss doch wirklich an dem Verstand des Verfassers und dem Verlag gezweifelt werden, ob das noch etwas mit echtem Humor zu tun hat.

Mich jedenfalls ekelt dieses “Spaßbuch“ als Geschäftsmodell an, und ich finde, das hat auch nichts mit Humor zu tun.

Ach so, ganz frei von Darmwinden sind Kadosch und sein Hund auch nicht, haben aber bisher noch nicht an Tonaufnahmen zur kommerziellen Verwertung gedacht. Sollen wir damit vielleicht anfangen? Eine Marktlücke ausfüllen? Doch was werden die Mitbürger im Eiscafé dazu sagen, wenn man ständig mit einem Aufnahmegerät am Hintern herumläuft?

Es grüßt
Euer Kadosch

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