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Katja Keul besucht Auenlandschaft Hohenrode: NABU hofft auf Aufnahme in Förderprogramm „Blaues Band“

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Die NABU-Gruppe Rinteln empfing Bundestagsabgeordnete Katja Keul (Bündnis 90/Die Grünen) in der Auenlandschaft Hohenrode und führte sie mit einer kleinen Delegation durch das Naturschutzgebiet. Dr. Nick Büscher, Vorsitzender des Naturschutzbundes Rinteln, begrüßte die Besuchergruppe am Parkplatz und führte sie in die „gute Stube“ des Gebietes, der kürzlich eingeweihten „Dieter-Eggersmann-Beobachtungshütte“.

Von dort aus konnten die Besucher unter anderem Brand- und Graugänse, Höckerschwäne, die Flussseeschwalben auf dem Floß und einen Bruchwasserläufer sehen. „Dieter Eggersmann und seinem Idealismus ist es zu verdanken, dass die Auenlandschaft sich so wunderbar entwickelt“, freut sich Büscher. Unübersehbar war die große Artenvielfalt, die nicht zuletzt auch davon profitiert, dass das Naturschutzgebiet eine Anbindung an die Weser besitzt. Von der Hütte ging es weiter entlang des westlichen Teiches und der Lichtteiche auf den Stichweg, der zum Aussichtsturm führt. Von hier aus hatte man einen guten Überblick über den Teich und die Vogelinsel.

Die kleine Gruppe bei der Exkursion in der Auenlandschaft Hohenrode. (Foto: NABU/Kathy Büscher)

Viele seltene Arten haben mittlerweile ihren Weg an die Hohenroder Kiesteiche gefunden, was unter anderem daran liegt, dass die Weser eine bedeutende Leitlinie für den Vogelzug darstellt, wie man im Rahmen der Exkursion feststellen konnte. Das Nachempfinden einer typischen Auenlandschaft mit naturnahen Gewässerzonen und schwankenden Wasserständen gefällt der Vogelwelt. Mittlerweile ist das Naturschutzgebiet von nationaler Bedeutung für den Gastvogelschutz, für Brutvögel erreicht die Auenlandschaft bereits die landesweite Kategorie. So könne, wie Büscher betonte, dieses Schutzgebiet ein Pilotprojekt für den gesamten Oberweserraum darstellen, da zahlreiche Kiesabbaustätten sich entlang dieses Bereiches der Weser zögen.

Der NABU Rinteln hofft darauf, dass die Auenlandschaft wie die Oberweser insgesamt ins Bundesprogramm „Blaues Band“ aufgenommen wird. Ziel dieses Projektes ist der Aufbau eines bundesweiten Biotopverbundes, dass sowohl vom Bundesumweltministerium als auch von Bundesverkehrsministerium gefördert wird. So sollen beispielsweise ökologische Trittsteine und neue Lebensräume für die Tier- und Pflanzenwelt geschaffen werden – genauso, wie es bereits in der Auenlandschaft erfolgt ist. MdB Katja Keul und ihre Delegation zeigten sich beeindruckt von der Landschaft und Artenvielfalt der Auenlandschaft und sagten die politische Unterstützung des Vorhabens zu.

(Foto: NABU/Kathy Büscher)

Keul zeigte sich vor allem beeindruckt davon, wie es vor Ort gelungen ist die Bedürfnisse von Natur und Mensch miteinander zu verbinden statt gegeneinander auszuspielen. Das Vogelschutzgebiet ist ein Anziehungspunkt für Besucher der Region und der als Badesee ausgewiesene Teilbereich kommt den Freizeitinteressen der Anwohner ebenfalls entgegen. „Dieses Projekt könnte wegweisend sein für die Nachnutzung und Renaturierung der vielen Wasserflächen entlang der Ober- aber auch der Mittelweser,“ so die Abgeordnete. „Besonders die Oberweser könnte durch die Aufnahme in das Programm blaues Band erheblich gewinnen.“ (pr)


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