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Kaum Interesse an Politik

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Die SPD Rinteln hatte ins Familienzentrum eingeladen. Ziel war es, die Wünsche und Ideen junger Menschen für ein junges Rinteln in Erfahrung zu bringen. Angesichts der schwachen Resonanz stellt sich die Frage: Hat die Jugend in Rinteln keine Verbesserungsvorschläge? Passte der Termin am Freitagabend um 19:00 Uhr nicht oder besteht einfach kaum Interesse an Veränderungen? Ist es gar Resignation, die junge Menschen erst gar nicht zu so einer Veranstaltung erscheinen lässt?

Trotz der überschaubaren Anzahl der eigentlichen Zielgruppe (es hatten sich gerade mal zwei junge Damen eingefunden) entwickelte sich bald eine angeregte Gesprächs- und Diskussionsrunde. Dabei kristallisierte sich eine bemerkenswerte Tatsache heraus. Der angesprochene und gewünschte Treffpunkt für Jugendliche – es gibt ihn bereits, nur scheint es unter Rintelns Jugendlichen nicht allzu sehr herumgesprochen zu haben. Das Treffen der SPD Rinteln fand in eben genau diesem Stadt: Im Familienzentrum der Stadt Rinteln. Liegt es daran, dass das Familienzentrum vielfach als Veranstaltungsort für Kindertheater und Ferienspaßaktionen wahrgenommen wird, und nicht so sehr als Ort mit Kicker- und Flippertischen? Fehlt da womöglich etwas Öffentlichkeitsarbeit?

Aber, da war man sich einig: Zieht das Schulzentrum an die Burgfeldsweide, sollte es dort auch so einen Rückzugsraum geben, falls mal Schulstunden ausfallen. Da wäre der Weg bis in die Ostertorstraße einfach nicht praktikabel.

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Gerade einmal zwei Jugendliche folgten der Einladung des SPD Ortsvereins Rinteln.

Eine Disco für Jugendliche, wo auch 16-jährige mal bis Mitternacht ausgehen könnten, das war ein weiterer Vorschlag. Natürlich mit Möglichkeit der Taxi- oder Busnutzung. Doch auch hier sprach man über etwas, was es im Prinzip teilweise schon gibt: Das Fifty-Fifty-Taxi. Auch hier war das Phänomen zu beobachten, dass dieses Angebot unter Jugendlichen offenbar relativ unbekannt ist.

Man könnte, so ein weiterer Vorschlag, Kunst- und Theaterprojekte durchführen. Mit Unterstützung der Stadt und unter Einbeziehung leerstehender Geschäftsräume als Ausstellungsmöglichkeit ließe sich so ein wenig Leben in leere Schaufenster bringen.

Was auch die wenigsten wussten: Es gibt sogar eine Satzung über die Errichtung eines Jugendparlaments in der Stadt Rinteln, klärte der stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Carsten Ruhnau auf. Nur hat das Thema bisher noch niemand angepackt.

Doch warum lockt das Thema Politik so wenig Jugendliche hinter dem Ofen hervor? Mangelnde Motivation? Letztendlich kann man über die Gründe für schwache Resonanz nur spekulieren. Hier ist die Politik gefragt, mehr Einsatz und Interesse für Kinder und Jugendliche zu zeigen. Vielleicht fühlen sich dann ja auch mehr Kinder und Jugendliche dazu motiviert, ihre Meinungen und Anregungen kund zu tun.

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