Das Online News-Magazin für Rinteln und die Umgebung.

„Kein Raum, über gut gemeinte Alternativen zu spekulieren“: Priemer zu Impf-Forderung der CDU

Premium Banner 1a
Premium Banner 1a

(Rinteln) Nach dem wiederholten Aufruf der CDU und Bürgermeisterkandidatin Doris Neuhäuser (parteilos), eine Corona-Impfung in den Ortsteilen dezentral durch mobile Impfteams zu ermöglichen, meldet sich jetzt Bürgermeister Thomas Priemer zu Wort.

„Die schon mehrmals auch in Rinteln geforderte Verfahrensweise mag in der Öffentlichkeit Anklang finden und ist durchaus auch nachvollziehbar und vor allem populär. Mehrmals habe ich mit dem Landrat über den Einsatz von mobilen Impfteams gesprochen. Und tatsächlich führt der Landkreis Cloppenburg diese Verfahrensweise im Rahmen eines Pilotprojektes mit seinen Städten und Gemeinden durch“, so Priemer.

Auch das Land Niedersachsen lasse erkennen, dass mobile Impfteams zukünftig nicht ausgeschlossen seien. Bisher habe das Land Niedersachsen die Strategie verfolgt, das Impfen ausschließlich in den Impfzentren durchzuführen. Priemer stellt fest, dass auf Druck der Kommunen nun ein Einlenken zu erkennen sei: „Es ist zu erwarten, dass in den nächsten Wochen/Monaten dezentrales Impfen in den Kommunen möglich werden kann. Derzeit verhandeln auch die kassenärztliche Vereinigung und die Ärzteschaft über das Impfen bei den Hausärzten.“

Erst jüngst fand ein Gespräch mit Vertretern der Kassenärztlichen Vereinigung, des Hausärzteverbandes Niedersachsen, des Sozialministerium und kommunalen Vertretern der Impfzentren zur Frage statt, wie man mit dem Impfen in der Fläche – gemeint sind Hausärzte – starten könne. Kurzfristig soll laut Priemer eine ein- bis zweiwöchige Erprobungsphase in fünf ausgewählten Hausarztpraxen in Niedersachsen stattfinden (siehe HIER). Es gehe in der Erprobungsphase nicht darum, möglichst viele Impfungen in den Hausarztpraxen durchzuführen. Wichtig seivielmehr, die Verfahrensabläufe zu testen, um gut organisiert in die nächsten zeitlichen Abläufe einsteigen zu können.

„Soweit so gut“, ergänzt Priemer. Doch der momentane Impfdruck sei „enorm hoch“. Hinzu komme, dass der Impfstoff nur begrenzt geliefert werde. Eine Verteilung in der Fläche, in unterschiedlichen Kommunen führe laut Priemer „zu großen Reibungsverlusten in der Organisation und Abwicklung“, beispielsweise bei der Hygiene in einem Dorfgemeinschaftshaus oder bei dem Transport des Impfstoffes. Viele Möglichkeiten seien denkbar. Andere Risikogruppen wie Kita-Personal und Lehrer sollen nun vorrangig geimpft werden.

„Wir befinden uns derzeit in einer Situation, in der alle Anstrengungen unternommen werden müssen, die vorrangigen Gruppen komplett zu impfen. Das lässt zur Zeit keinen Raum, über irgendwelche gut gemeinten Alternativen zu spekulieren“, stellt Priemer aus seiner Sicht klar, „jeden Tag gibt es neue Entwicklungen bei den Impfstoffen, bei der Organisation der Impfungen, bei den berechtigten Personengruppen. Wir sollten zunächst das zentrale Impfzentrum in Stadthagen nutzen. Dort sind genügend Kapazitäten vorhanden, eingespielte Abläufe organisiert und notwendige Hygienemaßnahmen selbstverständlich.“

Allen über 80-Jährigen hilft die Stadt Rinteln in Zusammenarbeit mit Freiwilligen bei der Organisation eines Impftermins und einem Fahrdienst nach Stadthagen. Die passenden Hotline-Telefonnummern lauten 05751-403 366, 05751-403 367 und 05751-403 368. Sie sind montags, dienstags und donnerstags in der Zeit von 9.00 – 12.30 Uhr erreichbar. (pr)

Related posts