(Rinteln) Das Göttinger Symphonieorchester verzauberte das Publikum im Gymnasium Ernestinum in Rinteln mit einem unvergesslichen Abend voller musikalischer Naturgewalten und Violinist Jan Westphal gab als Zugabe noch irische Lebensfreude oben drauf.
Wenn Musik die Kraft hat, tosende Wellen, plätschernde Waldbäche und heftige Gewitter lebendig werden zu lassen, dann verschwimmen die Grenzen zwischen Klang und Realität. Genau das erlebten Musikbegeisterte kürzlich in der ErnA, dem voll besetzten Veranstaltungssaal des Gymnasiums Ernestinum in Rinteln. Unterstützt von der Sparkasse Schaumburg präsentierte das Göttinger Symphonieorchester unter der temperamentvollen Leitung von Dirigent Wolfgang Westphal ein beeindruckendes Konzert, das die Zuhörer in seinen Bann zog.

Bereits zu Beginn warf der Dirigent eine faszinierende Frage in den Raum, auf die selbst ein Profi keine simple Antwort hat: Wie gelingt es Komponisten eigentlich, gewaltige Natureindrücke so perfekt in Töne zu gießen? Die Antwort lieferte das Orchester im Laufe des Abends direkt über die Instrumente. Den fulminanten Auftakt machte Felix Mendelssohns Hebriden-Ouvertüre, die das Publikum mit rauen See-Klängen und düsteren Küstenmotiven sofort packte.

Ein absoluter Höhepunkt folgte mit Mozarts Violinkonzert Nr. 4. Hier glänzte der junge Violinist Jan Westphal aus Lübeck mit einem brillanten Solo, das das Publikum staunen ließ. Doch das war noch nicht alles: Als Zugabe packte der Geiger, der neben seinem klassischen Studium auch Teil einer Irish Folk Band ist, irische Lebensfreude aus. Mit zwei fröhlichen Stücken brachte er Leichtigkeit in den Saal und sorgte für frenetischen, nicht enden wollenden Applaus.

Nach der Pause stand mit Ludwig van Beethovens „Pastorale“ in E-Dur eine klanggewaltige Naturerzählung auf dem Programm. Dirigent Westphal verriet dem Publikum in einer amüsanten Anekdote, wie sehr ihn Beethovens Fähigkeit fasziniert, das Plätschern eines Waldbaches, springende Forellen oder ein mächtiges Gewitter musikalisch einzufangen. Die anschließende Darbietung zeigte eindrucksvoll, wie lebendig diese klassischen Klangmalereien bis heute geblieben sind.

Der Kulturring hat noch weitere Highlights vorbereitet
Wer nun auf den Geschmack gekommen ist, darf sich bereits auf die nächsten Highlights des Kulturrings Rinteln freuen. Weiter geht es am Mittwoch, 23. September, mit einer musikalischen Stadtführung unter dem Titel „Pariser Flair“ in der Speisekammer Anno 1583. Am Mittwoch, 28. Oktober, folgt an gleicher Stelle das unterhaltsame Klavierkabarett mit Andreas Langsch und seinem Programm „Zu schön, um falsch zu sein“.
(Text: ot; Fotos: ot, dv)
























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