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Krankenhagen: Großeinsatz der Feuerwehr am ehemaligen Gasthaus Kuhlmann

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(Krankenhagen) Großeinsatz für die Feuerwehren am späten Freitagabend. Gegen 23:42 Uhr wurden die ersten Kräfte zum ehemaligen Gasthaus Kuhlmann an der Silixer Straße alarmiert.

Zunächst aufgrund eines „unklaren Feuerscheins“, wie Rintelns Stadtbrandmeister Tim Schinz berichtet.

Bei Eintreffen der ersten Feuerwehrleute schlugen bereits Flammen aus dem Dachbereich des Gebäudes. Schnell wurde nachalarmiert, das Stichwort lautete nun „Großbrand“.

(Foto: Kreisfeuerwehr Schaumburg)

Personen befanden sich laut Feuerwehrangaben nicht mehr im Gebäude.

Die Brandbekämpfung startete zunächst mit einem Löschangriff von außen über die Drehleiter. Zusätzlich kamen mehrere sogenannte C- und B-Rohre zum Einsatz. Wie Schinz weiter schildert, habe es im ersten Moment starken Funkenflug durch das Feuer gegeben. Die Flammen hatten den ehemaligen Gastsaal des Gebäudes stark getroffen und fraßen sich Schinz zufolge durch Zwischendecken und Wände mit Lehm und Stroh als Baustoff.

(Foto: Kreisfeuerwehr Schaumburg)

Ein Großaufgebot an Feuerwehrkräften kämpfte gegen die Flammen im Kuhlmann-Gebäude

Für den nachfolgenden Innenangriff der Feuerwehr spricht der Stadtbrandmeister von einer regelrechten „Materialschlacht“. Insgesamt waren 25 Teams (also 50 Personen) mit Atemschutzausrüstung zur direkten Flammenbekämpfung vorgerückt. Ebenso wurden Teile des Daches entfernt, um die Brandherde effektiver erreichen zu können.

Die Flammen fraßen sich durch die Dachkonstruktion des Gastsaals. (Foto: Kreisfeuerwehr Schaumburg)

Die Logistikeinheit wurde strategisch günstig am Feuerwehrhaus in Krankenhagen positioniert. Dort wurde auch der Abrollbehälter mit Komponenten zu Atemschutz und Strahlenschutz der Kreisfeuerwehr Schaumburg bereitgestellt.

Der massive Materialeinsatz zeigte Wirkung gegen das Flammenmeer: Nach 4 Uhr morgens konnte die erlösende Meldung gegeben werden: „Feuer aus“. Die Feuerwehr Krankenhagen verblieb auch nach dem Einsatzende noch zur Brandsicherheitswache vor Ort.

Insgesamt waren 50 Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr im Einsatz. Hier einige Teile der abgelegten Ausrüstung. (Foto: Feuerwehr)

Der Brand hielt die Feuerwehren stundenlang in Atem

Bereits in den frühen Morgenstunden waren erste Feuerwehrmitglieder zur Stelle und unterstützten bei der Vorbereitung zur Reinigung und Wartung der Einsatzausrüstung am Feuerwehrhaus in Rinteln. Schinz lobt die gelebte Kameradschaft unter den Einsatzkräften.

Am Tag danach: Brandgeruch ist noch in größerem Umkreis deutlich wahrnehmbar. Die Straße vor dem Gebäude wurde gesperrt. (Foto: vu)

Im Einsatz befanden sich 125 ehrenamtliche Brandbekämpfer der Feuerwehren Rinteln, Möllenbeck, Todenmann, Krankenhagen, Uchtdorf, Volksen, Exten, Hohenrode, Strücken, sowie die Feuerwehr Unter der Schaumburg zur Koordinierung der Atemschutzgeräteträger.

125 Feuerwehrleute im Einsatz

Zur Brandursache liegen nach derzeitigem Stand der Dinge keine belastbaren Informationen vor. Die Ermittlungen sind aufgenommen. Mögliche Zeugenhinweise nimmt die Polizei Rinteln unter 05751/95450 entgegen. (vu)

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