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Kurt-Schumacher-Straße West: Verborgene Infrastruktur für ein neues Quartier

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(Rinteln) Ein neues Wohnquartier nimmt Gestalt an: Im Baugebiet Kurt-Schumacher-Straße West in Rinteln arbeiten Stadt, Abwasserbetrieb und Stadtwerke Hand in Hand an der Erschließung.

Während die Vermarktung der Baugrundstücke noch läuft, sind die Arbeiten für die Infrastruktur der künftigen Wohngegend bereits in vollem Gange: Seit einigen Wochen installiert der Abwasserbetrieb der Stadt Rinteln das Entwässerungssystem. Parallel beginnen die Stadtwerke Rinteln im August mit der Verlegung der Stromkabel und Wasserrohre. „Mit diesen Vorab-Arbeiten investieren wir in die Versorgungssicherheit des neuen Stadtteils. Indem wir die Arbeiten mit dem Abwasserbetrieb koordinieren, können wir dieselben Baugruben benutzen. Das spart Zeit und Geld“, informiert Ulrich Karl, Geschäftsführer der Stadtwerke Rinteln.

Die Ver- und Entsorgungsinfrastruktur im Boden hat es in sich: 365 Tage im Jahr sauberes Trinkwasser, rund um die Uhr eine zuverlässige Energieversorgung und die einwandfrei funktionierende Abwasserentsorgung – heute eine Selbstverständlichkeit. Zum Tag der Daseinsvorsorge zeigen der Abwasserbetrieb und die Stadtwerke, wie sie die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Strom und Wasser auch in Neubaugebieten zuverlässig fließen – und abfließen. Der Tag der Daseinsvorsorge findet am 23. Juni statt und hat jährlich zum Ziel, auf die oft unsichtbaren Leistungen kommunaler Unternehmen für die Lebensqualität und das öffentliche Leben aufmerksam zu machen.

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Durchdachtes Entwässerungssystem beugt Überschwemmung vor

Wenn auf einer Grünfläche ein Wohngebiet entsteht, gibt es einiges zu tun und zu beachten – gerade was die Entwässerung angeht, weiß Grit Seemann, Leiterin des Abwasserbetriebs der Stadt Rinteln. „Wird eine Wiese versiegelt, sei es durch Straßen, Häuser oder Carports, dann kann das Regenwasser dort nicht mehr einfach so im Boden versickern“, erklärt die Expertin und führt aus: „In Rinteln haben wir vielerorts zudem einen sehr lehmigen Boden, der die Durchlässigkeit bei Niederschlägen ebenfalls erschwert.“ Mit der Bebauung des neuen Gebiets falle deshalb mehr Regenwasser an, das sich durch den festen Boden nicht direkt in den Untergrund ableiten lasse.

Die Planungen des Abwasserbetriebs sehen deshalb vor, die Niederschläge aufgrund des nach Süden abfallenden Geländes in einem neuen Regenwasserkanal zu sammeln und dem bestehenden Regenwasserkanal in der Kurt-Schumacher-Straße zuzuführen. Ohne das passende Entwässerungskonzept kann es durch das neue Baugebiet zu einer Überlastung im bestehenden Kanalnetz und Überschwemmungen kommen. „Deshalb entwickelt der Abwasserbetrieb für jedes Neubaugebiet ein auf die bestehenden Verhältnisse angepasstes Entwässerungskonzept und genehmigt die einzelnen Entwässerungsplanungen für jedes Baugrundstück“, berichtet Grit Seemann. Im Fall des Neubaugebiets Kurt-Schumacher-Straße West beinhalte das Konzept die Regen- und Schmutzwasserkanäle der einzelnen Domizile inklusive Hausanschlüsse. Die Kanäle werden nach Verlegung an die vorhandenen Abwasserleitungen in der Kurt-Schumacher-Straße angeschlossen. Darüber hinaus hat der Abwasserbetrieb ein Regenrückhaltebecken geplant. Dieses soll in den nächsten Monaten im südwestlichen Teil des Neubaugebiets entstehen. „Das Regenrückhaltebecken sorgt mit 650 Kubikmetern Fassungsvermögen für die erforderliche Entlastung des Regenwasser-Kanalnetzes. Es dient als Puffer, indem es das Regenwasser zunächst sammelt und dann nach und nach an den Hauptkanal abgibt. Damit ist es eine wertvolle Maßnahme für den Starkregenschutz und gegen Überschwemmungen“, erklärt Grit Seemann.

Die Regenwasser-Rohre liegen bereit und die Bagger sind angerückt: Seit dem 12. Mai laufen die Arbeiten des Abwasserbetriebs der Stadt Rinteln im Neugebiet in der Kurt-Schumacher-Straße West. Die Stadtwerke Rinteln beginnen im August mit der Erschließung. (Quelle: Abwasserbetrieb der Stadt Rinteln)

Zisternen schützen Wasserressourcen und sparen Geld

Den zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner des neuen Stadtteils empfehlen der Abwasserbetrieb und die Stadtwerke die Installation von Zisternen. „Zisternen bieten eine wunderbare Möglichkeit, Regenwasser zu sammeln und für die Toilettenspülung oder die Bewässerung des Gartens zu nutzen. Das hat gleich mehrere Vorteile: Man spart Geld, schont die wertvollen Trinkwasserressourcen und entlastet das Entwässerungssystem“, sagt Ulrich Karl. Jeder, der eine Regentonne aufstelle oder eine Zisterne installiere, leiste damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz der wertvollen Ressource Wasser, unterstreicht auch Grit Seemann und erklärt: „Wir bitten die künftigen Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer darum, uns über geplante Zisternen zu informieren. Das trägt dazu bei, das Entwässerungskonzept optimal auf die zukünftigen Gegebenheiten und Anforderungen abzustimmen.“ Den Anschluss des Neubauquartiers an das Trinkwassernetz nehmen die Stadtwerke Rinteln im August vor.

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Ökostrom für umweltfreundliche Wärme

Damit neben Wasser zukünftig auch der Strom fließt, geht es im August zudem um den Ausbau des Stromnetzes: Dafür verlegen die Stadtwerke unterirdisch 1.000 Meter neue Stromkabel. Dabei planen sie gleich größere Leitungsquerschnitte für höhere Bedarfe durch Wärmepumpen und E-Fahrzeuge ein, um die Stabilität des Netzes auch zukünftig zu sichern. „Als lokaler Netzbetreiber sind wir für die sichere und zuverlässige Versorgung mit Strom in Rinteln zuständig“, erklärt Ulrich Karl. Für Neubaugebiete sieht das Gebäudeenergiegesetz Standards für den Einsatz erneuerbarer Energien vor. Im Quartier Kurt-Schumacher-Straße West werden sich deshalb die meisten Besitzer einer Immobilie für Wärmepumpen entscheiden. Diese nutzen die Wärme von Luft oder Erdreich und heben sie mittels Strom auf ein höheres Niveau. Ganz fossilfrei wird dies mit Ökostrom aus Sonne, Wind und Wasser: „Wenn die Bewohnerinnen und Bewohner des neuen Quartiers uns als Versorger wählen, liefert die Wärmepumpe ihnen dank unserer Ökostromtarife umweltfreundliche Wärme“, informiert der Stadtwerke-Geschäftsführer.

(pr)

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