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Luftsportverein Rinteln verzeichnet weiteren Ausbildungserfolg

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Fliegen ohne Fluglehrer, der Wunsch eines jeden Flugschülers. Am vergangenen Sonntag erfüllte sich dieser Traum für die 15-jährige Flugschülerin Maike Langermann. Sie absolvierte die ersten drei Starts und Landungen ohne Fluglehrer mit dem Segelflugzeug vom Typ ASK 21.

Vorausgegangen waren mit den ehrenamtlichen Fluglehrern des Luftsportvereins Rinteln viele Schulungsflüge, wie das Üben von Start und Landung, das Zentrieren der Thermik, Verhalten in Notfällen (Seilriss) und Anflüge aus ungewohnter Position. Das Übliche, bevor die Fluglehrer sich trauen, einen Flugschüler zum ersten Alleinflug starten zu lassen. An diesem Sonntag war das Wetter ideal für diese Prüfung. Nach einem Überprüfungsflug durch den zweiten Fluglehrer Norbert Siebert, startete Maike Langermann am späten Nachmittag zu ihren ersten drei Alleinflügen unter Beobachtung ihres Fluglehrers Jörg Bachmann und ihrer Familie.

Karsten Fahrenkamp (Vorsitzender), Maike Langermann, Jörg Bachmann und Norbert Siebert (Fluglehrer) und Elke Diekwisch, die den Feld-Blumenstrauß überreicht. (Foto: privat)

Wie üblich beim Luftsportverein Rinteln folgte danach die Pilotentaufe: Nach der dritten Landung gratulierten alle Fliegerfreunde der Alleinfliegerin zur bestandenen A – Prüfung mit einem Feld – Blumenstrauß und wünschten allzeit schöne Flüge. Jetzt schließen sich für Maike Langermann weitere Ausbildungsschritte und Alleinflüge unter Aufsicht der Fluglehrer an, mit dem Ziel die zweite und dritte Segelflugschwinge zu erlangen. Mitte 2016 hat Langermann mit der Segelflugausbildung begonnen.

Nach dem Einräumen der Segelflugzeuge in den Hangar folgten dann die „schmerzlichen Glückwünsche“. Schmerzlich, weil die Fliegertradition es verlangt, der Alleinfliegerin erst mal gründlich den Hintern zu versohlen. Zu diesem Zweck wird die Hose ordentlich nass gemacht und jeder auf dem Flugplatz Anwesende darf dem Prüfling auf das Gesäß klopfen. Die Fluglehrer erklärten der anwesenden Familie und den Gästen den Brauch: „Zwar haben wir in den Segelflugzeugen hochmoderne Instrumente, die das Steigen und Fallen des Flugzeuges anzeigen, aber das wahre Gespür für die Thermik sitzt bei den Piloten im Po. Die Flugschülerin war sichtlich stolz als ihr die 1. Segelflugschwinge von ihrem Fluglehrer überreicht wurde und spätestens jetzt waren auch die Schmerzen im Po fast vergessen. Am stärksten, so berichtet es der Luftsportverein, hätte der Bruder von der Zeremonie Gebrauch gemacht.

Das „Hintern versohlen“ gehört zur fliegerischen Tradition. (Foto: privat)

Mit der fliegerischen Ausbildung schon mit dem 14. Lebensjahr begonnen werden, der Erwerb des Luftfahrerschein ist mit dem 16. Lebensjahr möglich. Während der Segelflugsaison von April bis Oktober werden die fliegerischen Fertigkeiten erlernt. Im Winter folgt die theoretische Ausbildung durch die ehrenamtlichen Fluglehrer des LSV Rinteln. Die Ausbildung schließt mit dem Luftfahrerschein ab.

Die Vereinsmitglieder beantworten weitere Fragen am Wochenende auf dem Flugplatz. Infos auch unter www.lsv-rinteln.de oder am 20. August beim „Tag des Sports“, wo der LSV mit einem Flugzeug an der Burgfeldsweide vertreten sein wird. (pr)

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