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Minden: Schüler nach Badeunfall vermisst/Mann springt von Weserbrücke

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(Minden) Am Freitagabend sind die Einsatzkräfte zu zwei Einsätzen an die Weser gerufen worden. Nachdem in Nähe eines Mindener Wassersportvereins ein Mann nach einem Badeunfall vermisst wurde, sprang eine andere Person wenig später von der Weserbrücke.

Am Abend war der Vermisste, ein Taiwanese der als Teilnehmer einer rund 60-köpfigen Reisegruppe auf Einladung in Minden verweilte, in Höhe des Rudervereins zum Schwimmen ins Wasser gegangen und anschließend abgetrieben. Trotz sofort eingeleiteter Hilfsmaßnahmen gelang es nicht, den Mann aus dem Wasser zu retten. Obgleich der umfangreichen Suchmaßnahmen fehlt von dem 18-Jährigen seither jede Spur.

Im Rahmen der Suche kam nicht nur ein Rettungsschwimmer zum Einsatz, sondern man forderte auch einen Polizeihubschrauber aus Dortmund an, der das Gebiet großräumig absuchte. Zudem hielten die Besatzungen mehrerer Boote vom Wasser aus Ausschau nach dem Vermissten. Während der intensiven Suchmaßnahmen waren neben Kräften der Polizei auch zahlreiche Angehörige der Feuerwehr im Einsatz. Zur Betreuung der Reisegruppe waren zudem mehrere Notfallseelsorger hinzugezogen worden. Mit Einbruch der Dunkelheit brachen die Einsatzkräfte die Suche nach dem Austauschschüler ab. Am morgigen Tag ist ab den Morgenstunden die Fortsetzung der intensiven Suchmaßnahme geplant. Inwieweit ein vorbeifahrendes Boot mit dem Abtreiben des Mannes in Zusammenhang zu bringen ist, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.

Gegen 18.30 Uhr wurde den Beamten außerdem eine verletzte männliche Person im Bereich des Parkplatzes „Unter dem Wesertor“ gemeldet. Hierbei handelt es sich nach ersten Erkenntnissen um einen 38-Jährigen, der sich nach Zeugenaussagen in offenbar suizidaler Absicht von der Weserbrücke herabgestürzt hatte und auf dem Asphalt aufgekommen war. Dabei erlitt der Mann schwere Verletzungen. Aus diesem Grund wurde ein Rettungshubschrauber hinzugezogen. Die Besatzung eines Rettungswagens brachte ihn schließlich ins Klinikum Minden.

Für die Beamten ergeben sich aktuell keine Anhaltspunkte für einen Zusammenhang der beiden Einsatzanlässe. (pr)

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