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Mit Storch und Biber auf Du und Du: NAJU Rinteln besucht die Ökoscheune Tangermünde

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Der kleine Ort Buch in der Nähe der sachsen-anhaltinischen Stadt Tangermünde wurde zum diesjährigen Ziel der NAJU Rinteln. Im Rahmen einer dreitägigen Sommerfreizeit hatte es die jungen Naturschützer dorthin verschlagen, um bei bestem Wetter die Natur zu genießen.

„Einige Besonderheiten ließen uns aufhorchen, denn die NABU-Ökoscheune in Buch hatte etwas Besonderes auf dem Dach sitzen, was uns bereits bei der Ankunft begrüßte“, so Lea Hoffmann für die NAJU Rinteln. Auf einem stattlichen Horst zog ein Storchenpaar zwei Jungtiere groß, welche bereits erste Flugübungen machten. Besser als jedes Fernsehprogramm war es für die NAJUs, die Störche auf dem Dach des ehemaligen Pfarrhauses zu beobachten. Und im sogenannten Storchenkabinett auf dem Gelände erfuhr man allerhand Wissenswertes über die Störche, welche zeitgleich mit einer auf dem Dach installierten Kamera beobachtet werden konnten.

„Die knapp dreistündige Autofahrt hat sich gelohnt“, wie auch Britta Raabe und Christine Land bestätigen, da es abends Gelegenheit gab, um auch noch jemand anderen beobachten zu können: Gemeinsam ging es in der Dämmerung in die Nähe eines Altarms der Elbe, um Biber zu beobachten. Die Biberfamilie hatte sich hier niedergelassen und einige Tiere waren gerade dabei, frisch abgebissene Weidenäste zu ihrer Biberburg zu schleppen. Alles war still, als die imposanten Tiere ihre Bahnen durch das Gewässer zogen und schließlich mit einem lauten „Platsch“ ihrer Kelle im Gewässer verschwanden. Raabe und Land sind sich einig: „Diese Biberbegegnung war sozusagen das Highlight für viele Kinder und auch für uns Erwachsene, denn wer hatte zuvor schon mal einen Biber in freier Wildbahn gesehen?“

Das Motto dieser Sommerfreizeit war es, die Natur mit allen Sinnen zu erfahren: Neben ausgedehnten Fahrradtouren entlang der Elbe und nach Tangermünde wurde abends Brot gebacken, wofür eigens Kräuter gesammelt worden waren. In einem alten Bauernbackofen wurden die Rohlinge gebacken, sodass abends das frische Brot genossen werden konnte. Auf der Rückreise sah man in zufriedene Gesichter: „Natur satt“, wie Hoffmann es formuliert, war ihnen geboten worden: „Seien es die weiten Felder, welche man mit dem Fahrrad durchqueren konnte oder die vielen Pferde auf den Wiesen.“ Die NAJU Rinteln freut sich bereits auf die kommende Sommerfreizeit mit vielen Naturerlebnissen – und macht bereits Pläne, wo es beim nächsten Mal hingehen wird. (pr/Fotos: NABU)


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