(Möllenbeck) Geht es um Zeit, Punkte und Korrektheit beim Kuppeln und Löschangriffe bei Wettkämpfen, führt an der Möllenbecker Ortswehr kein Weg vorbei.
Seit Jahren sammelt die Wehr Pokale aus lokalen und überregionalen Wettbewerben und im vergangenen Jahr schossen die Frauen der Wehr den sprichwörtlichen Vogel ab. Sie lösten durch Platz zwei bei den Deutschen Meisterschaften das Ticket zur Feuerwehrolympiade vom 22. bis 26. Juli in Eisenstadt in Österreich. Bei den Männern dagegen lief es nur im Training perfekt. Da konnten sie noch den ersten Platz bei den Deutschen Meisterschaften für sich verbuchen, patzten dann jedoch beim eigentlichen Wettkampf und landeten auf den Plätzen elf und 14.

Für die Jugendgruppen verlief das letzte Jahr nach Maß. Stadtmeister und Kreismeister auf Platz eins und zwei. In diesem Jahr geht es für die Jugendgruppen wieder so richtig rund mit Stadtmeisterschaften, Kreismeisterschaften und mit ein wenig Glück und Geschick geht es dann weiter zu den Bezirksmeisterschaften im Bundeswettbewerb, dann zu den Landesmeisterschaften im Bundeswettbewerb und wenn alles perfekt läuft zu den Deutschen Meisterschaften im Bundeswettbewerb vom 4. bis 6. September. Der Hype der Wettkämpfer um Sieg und Platz geht also weiter; Möllenbeck trägt Rinteln in der Feuerwehrszene bis weit in die Welt hinaus.

Rückstände aus Drogenlabor lösen größten Gefahrguteinsatz aus
Ortsbrandmeister Nils Lösecke führt allerdings nicht nur eine Wehr der Wettbewerbe, auch bei Einsätzen zeigen sich die 51 Aktiven fit. So mussten sie 22 Mal im letzten Jahr ausrücken und der wohl aufsehenerregendste Einsatz war ein Gefahrguteinsatz am 6. Juli auf der B 238, als vier 200 Liter Fässer sowie eine Vielzahl an kleiner Gebinde mit flüssigem Inhalt auf einem Parkplatz aufgefunden wurden.

Die Wehr alarmierte die Gefahrguteinheit des Landkreises und Spezialisten mussten in Vollschutzanzügen die gefährlichen Stoffe voneinander trennen. Wie sich hinterher herausstellte, handelte es sich offenbar um Rückstände aus einem Drogenlabor.

Britta Meyer vor Julian Schulz und Daniela Eberwein
Wer ist der oder die „Fleißigste“ der Wehr im Klosterdorf. Auf der Jahreshauptversammlung kürte Sascha Mersch als stellvertretender Ortsbrandmeister Daniela Eberwein auf Platz drei, Julian Schulz auf dem zweiten Platz und Britta Meyer mit 110,15 Stunden Dienst auf Platz eins.

80 Jahre Mitglied der Wehr: Edmund Lösecke
Eine besonders schöne Aufgabe musste Nils Lösecke an den stellvertretenden Abschnittsleiter Süd, Markus Bahr, übergeben. Löseckes Großvater Edmung Lösecke wurde für 80 Jahre Ortswehr Möllenbeck von Bahr ausgezeichnet und der stellte fest: „So eine hohe Ehrung durfte ich in meiner Laufbahn noch nie aussprechen!“ Lösecke, der im August diesen Jahren seinen 96. Geburtstag feiert, trat demnach mit 16 in die Ortswehr Möllenbeck ein und blieb ihr treu. Seit 50 Jahren dabei sind Uwe Diekmann, Uwe Melzer, Ulrich Laskowski und Anta Jose Ceada. Britta Meyer und Nils Lösecke sind seit 25 Jahren Wehrmitglieder. Im Musikzug konnten folgende Mitglieder geehrt werden: Bärbel Schön (10), Rosi Begemann (25), Mareike Begemann (30) und Julian Kuklik 30 Jahre.

Hoher Ausbildungsstand – viele Beförderungen
Eine Wehr, wie die in Möllenbeck, muss ihre Mitglieder immer auf dem Laufenden halten in Sachen Ausbildung. Und das tut man im Klosterdorf sehr intensiv. Auf 18 Lehrgänge wurden Mitglieder gesandt und damit hat die Wehr einen Ausbildungsstand von 23 Maschinisten, 20 AGT-Trägern, zehn CSA-Trägern, neun Gruppenführern, vier Zugführern und einem Verbandsführer. Deshalb war auch die Liste der Beförderten lang. Robert Pysar wurde Feuerwehrmann, Julian Schulz Oberfeuerwehrmann und Mika Klemme Hauptfeuerwehrmann. Tobias Greimeier und Andreas Schlicht wurden Oberlöschmeister. Zum Hauptlöschmeister wurde Sascha Mersch befördert.


(Text & Fotos: ot)


























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