(Rinteln) Das ehemalige Schulgebäude in der Klosterstraße 18 steht seit dem Umzug der IGS in den Neubau an der Burgfeldsweide seit dem Herbst 2021 leer.
Seit Aufgabe des Schulstandortes in der Klosterstraße 18 und Umzug der Integrierten Gesamtschule Rinteln in den Neubau an der Burgfeldsweide im Herbst 2021 steht das ehemalige Schulgebäude am Kollegienplatz leer. Das
In den Jahren 2017 bis 2020 wurde zwar in umfangreichen Workshops ein Nachfolgekonzept entwickelt, es konnte aufgrund erheblicher Kostensteigerungen jedoch nicht mehr umgesetzt werden. „Das Umfeld für Bauinvestitionen hat sich insbesondere seit Anfang 2022 deutlich verändert“, so die Stadt Rinteln. Die geschätzten Kosten für einen Umbau waren seinerzeit auf über 9 Millionen Euro angestiegen.
Mithilfe einer von der Verwaltung beauftragten Machbarkeitsstudie, möchte die Stadt Rinteln eigenen Angaben zufolge den Leerstand beseitigen und dabei das denkmalgeschützte und ortsbildprägende Ensemble nachhaltig entwickeln und langfristig erhalten. Die Studie habe gezeigt, „dass eine sinnvolle Nutzung als Standort für die Nebenstelle des Gesundheitsamtes und die Kreisjugendmusikschule grundsätzlich möglich erscheint“. Das Gebäude mit rund 3.800 Quadratmetern Nutzfläche könne die Raumbedarfe beider Nutzungen erfüllen. „Die stadträumliche Vernetzung der Klosterstraße 18 mit dem städtebaulichen Umfeld mitten in der Innenstadt von Rinteln stellt einen geeigneten Standort für beide Nutzungsvarianten dar“, so die Verwaltung weiter.
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3.800 Quadratmeter Nutzfläche würden von der KJMS und dem Gesundheitsamt genutzt
Potenzial biete das Gebäude in der Klosterstraße 18 demnach für die Umnutzung. „Die vorhandene Flächenstruktur zeigt, dass das Gebäude als ehemaliger Schulstandort, eine gute Ausgangsbasis für moderne Verwaltungs- und Bildungsnutzungen bietet. Die bestehende räumliche Organisation schafft somit eine gute Grundlage für eine zukünftige Nutzung von Gesundheitsamt und Kreisjugendmusikschule“, heißt es dazu aus dem Rathaus.
Ob die Stadt Rinteln die Umbauarbeiten in Auftrag geben wird und die solide Bausubstanz auf einen aktuellen Stand bringen wird – so Bürgermeisterin Andrea Lange in einem Pressegespräch, muss sich erst in einer verlässlichen Kostenschätzung zeigen. In den nächsten Wochen sollen die erforderlichen Unterlagen zusammengestellt und Fördermöglichkeiten des Landes, Bundes oder der EU, Städtebauförderungsprogramm, KfW abgefragt werden. Die Beseitigung des Leerstands dürfe einerseits nicht zu hohen Mieten führen und andererseits nicht mit finanziellen Risiken für die Stadt Rinteln verbunden sein, so das Fazit.

Wie weiter zu erfahren war, sei der Landkreis Schaumburg grundsätzlich daran interessiert, die Räume zu mieten. Die Außenstelle des Gesundheitsamtes würde dann unter anderem aus dem Ostpreußenweg ins Stadtzentrum umziehen. Für das dortige Gebäude, ebenfalls städtisches Eigentum, würden bereits Gespräche mit möglichen Nachnutzern geführt, so Bürgermeisterin Lange sinngemäß. Die Turnhalle in der Klosterstraße wäre von den Plänen nicht betroffen und würde erhalten bleiben.
Wie geht es weiter?
Nachdem die Kostenschätzung vorliegt, plant die Stadtverwaltung in Abstimmung mit den politischen Gremien weiterführende Gespräche mit dem Landkreis Schaumburg und zeigt sich positiv gestimmt: „Die Nutzung der Klosterstraße 18 durch die Nebenstelle des Gesundheitsamtes und die Kreisjugendmusikschule wäre ein Glücksfall für eines der wichtigsten historischen Gebäude in Rinteln. Die Stadt Rinteln nutzt daher diese Chance.“
(vu, pr; Fotos: vu)




























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