Am Mittwoch tagte der Ausschuss für Umwelt-, Bau- und Stadtentwicklung im Rintelner Rathaus.
Dabei standen unter anderem die Straßenplanung im Neubaugebiet „Bockskamp“, der Endausbau der Stükenstraße sowie die Prioritätenliste über den Zustand des rund 200 Kilometer umfassenden Rintelner Straßennetzes auf der Tagesordnung.
Prioritätenliste
Die Stadt Rinteln hat den Zustand ihrer Straßen bewertet und in einer sogenannten Prioritätenliste zusammengefasst. Das Ergebnis ist nach Investitionsmaßnahmen (hier ist faktisch ein Neubau notwendig) und Unterhaltungsmaßnahmen (ergo Reparaturen) sortiert und ein schwerer Brocken, 12 Seiten lang.

Über 6,7 Millionen Euro wären erforderlich, wollte man die Liste nach dem gegenwärtigen Stand der Dinge abarbeiten, und das sind allein die Neubaukosten. Die höchste Priorität hat demnach die Friedrichstraße, gefolgt von Virchowstraße und Waldkaterallee. Bei letzterer sind auch die höchsten Kosten veranschlagt – mit rund 1,6 Millionen Euro würde der Neubau der Waldkaterallee zu Buche schlagen. Ebenfalls auf der Liste der Investitionsmaßnahmenliste sind Krönerstr., Schraderstr., Ostpreußenweg, Rehre, Fasanenweg, Dieselstraße, Im Emerten, Friedrich-Wilhelm-Ande-Str. und die Herrengasse.
Über 6,7 Millionen Euro Kosten
Pro Jahr stehen 400.000 Euro im Haushalt für Unterhaltungsmaßnahmen zur Verfügung, davon die Hälfte für unvorhersehbare und nicht kalkulierbare Maßnahmen. Dabei handelt es sich um einfache Arbeiten in Größenordnungen zwischen 500 und 6.000 Euro. Bei bestimmten Straßen sind aufgrund ihres Zustandes solche Maßnahmen nicht ausreichend. Ähnliches gilt auch für beschädigte Gossenanlagen oder Gehwege und für Erhaltungsmaßnahmen, die (sofern frühzeitig ausgeführt) langfristig Kosten sparen.

Im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel ist geplant, in diesem Jahr Unterhaltungs-, bzw. Erhaltungsmaßnahmen an den in der Liste unter „Unterhaltungsmaßnahmen (vorrangig)“ aufgelisteten Straßen durchzuführen. So ist die Dringlichkeit der notwendigen Maßnahmen bei der Reihenfolge berücksichtigt worden, dabei spielt auch die Verkehrssicherungspflicht eine Rolle. Die Stadt sieht vor, die Liste in den kommenden Jahren im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel abzuarbeiten. Unabhängig davon sollen Investitionen durchgeführt werden, wenn dafür Fördermittel zur Verfügung stehen, wie zum Beispiel bei der Erneuerung und Umgestaltung von Straßen in Dorferneuerungsgebieten.
Endausbau der Stükenstraße
Im Jahr 2015 ist darüber hinaus der Endausbau der Stükenstraße vorgesehen. Für die Fertigstellung der Verbindungsstraße zwischen Heisterbreite und Dieselstraße betragen die Baukosten ca. 260.000 Euro und stehen im Haushalt zur Verfügung. Der Straßenaufbau wird aus einer sieben Zentimeter dicken Binderschicht und einer drei Zentimeter dicken Deckschickt bestehen. Auf der östlichen Seite ensteht ein kombinierter Geh- und Radweg mit einer Breite von drei Metern, erklärte Andreas Wendt vom Bauamt in der Ausschusssitzung.
Bockskamp
Die Straßenausbauplanung im Neubaugebiet „Bockskamp“ in der Rintelner Nordstadt war ebenfalls ein Thema in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt-, Bau- und Stadtentwicklung. Demnach ist eine nahezu viereckig angelegte Straße geplant, die ihren Zugang über die Adolph-von-Menzel-Straße erhält. Die Straßenbreite beträgt 5,5 – 6,5 Meter. Es gibt mehrere Auto-Stellflächen von 2,30 Meter Breite. Zur Alten Todenmanner Straße wird eine barrierefreie Wegverbindung für Fußgänger angelegt.