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Niedrigseilgärten für Rintelner Grundschulen beantragt

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(Rinteln) Dr. Ralf Kirstan, Fraktionsvorsitzender der Wählervereinigung „RI-Rintelner Interessen“, hat einen Antrag über die Einrichtung von Niedrigseilgärten für Grundschulen im Rintelner Stadtgebiet auf den Weg gebracht. Die Stadt solle dabei zwei Drittel der Kosten übernehmen, die jeweiligen Fördervereine der Schulen ein Drittel.

Zur Begründung schreibt Kirstan, dass während der Corona-Pandemie alle Kinder und Jugendlichen weitgehende Beschränkungen ihres Freizeitverhaltens und ihres Bewegungsdrangs zu erleiden hatten: „Übergewichtigkeit ist nur allzu häufig Folge dieses durch staatliche Maßnahmen bedingten Bewegungsmangels. Um im Sinne der Schülergesundheit nach Abklingen der Corona-Pandemie besonders den jüngeren Schülern Anreize zu vermehrter Bewegung und sportlicher Aktivität gerade auch während der Schulzeit zu geben, bietet es sich an, ein Projekt der Stadt Bückeburg auch hier in Rinteln umzusetzen.“

Kirstan bezieht sich auf ein Projekt der Grundschule „Im Petzer Feld“ in Bückeburg, an der jüngst ein solcher Niedrigseilgarten in Betrieb genommen worden war (SHG-Aktuell berichtete). Die Kosten betrugen 15.000 Euro. Zwei Drittel davon hat die Stadt Bückeburg übernommen, ein Drittel der Förderverein: „Dieses Projekt scheint von den Bückeburger Schülern sehr gut angenommen zu werden.“

An der Bückeburger Grundschule „Im Petzer Feld“ wurde jüngst dieses Spielgerät in Betrieb genommen. Ähnliches beantragt Dr. Ralf Kirstan für „RI-Rintelner Interessen“ jetzt im Rat. (Foto: nh/SHG-Aktuell.de)

Die Ratsfraktion „RI – Rintelner Interessen“ bittet daher Rat und Verwaltung, eine solche Maßnahme auch den sechs Grundschulen im Rintelner Stadtgebiet zugute kommen zu lassen: „Durch eine anteilige Finanzierung von einem Drittel der Kosten durch die schulischen Fördervereine sehen wir folgende positive Nebeneffekte: Das in der Corona-Zeit weitestgehend zum Erliegen gekommene Sozialleben an den Rintelner Grundschulen kann einen starken Impuls zur Reaktivierung erhalten, weil die Fördervereine – sofern sie die städtischen Mittel erhalten möchten – nun den Anreiz haben, Veranstaltungen und soziale Maßnahmen durchzuführen, um Spendenmittel in Höhe von ca. 5.000 Euro je Schule zu akquirieren.

Die Stadt Rinteln stelle laut Kirstan also nicht nur Mittel zur Verbesserung der Schülergesundheit bereit, sondern bewirke über eine zumutbare Einbindung der Fördervereine in die Finanzierung mittelbar auch eine Wiederbelebung des Soziallebens und des Gemeinschaftsgefühls an den Grundschulen: „Dies ist umso wichtiger, als die Corona-Pandemie auch hier in der Stadt Rinteln zu einer beschleunigten Fragmentierung der Gesellschaft in partikulare Interessengruppen geführt hat – zu Lasten der Solidargemeinschaft als Ganzes.“ (vu/pr)

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