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Ökologische Aufwertung städtischer Gebäude: NABU und Stadt schaffen Nistmöglichkeiten für Vögel

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(Deckbergen, Hohenrode, Schaumburg) Zahlreiche Arten wie Mehlschwalbe und Mauersegler sind darauf angewiesen, dass sie geeignete Brutplätze an Gebäuden finden.

Als Gebäudebrüter geraten diese jedoch bei Bauprojekten und Sanierungen häufig ins Hintertreffen, sodass Nistplätze verloren gehen, weil moderne Fassaden keine Nischen oder Gebäudeöffnungen mehr besitzen.

Dass moderne Fassaden und die nistökologischen Belange vereinbar sind, zeigt ein gemeinsames Projekt von NABU und Stadt Rinteln.

„In den letzten Jahren sind mehrere städtische Bauprojekte umgesetzt worden, welche die Gelegenheit boten, hier gezielt etwas für gebäudebrütende Arten zu tun“, so Bürgermeisterin Andrea Lange. Auf Anregung des NABU hat die Stadt Rinteln für drei Gebäude die Nachrüstung mit Nistmöglichkeiten angeboten: die Feuerwehr Hohenrode, die Mensa der Grundschule Deckbergen sowie die Feuerwehr Unter der Schaumburg.

Nisthilfen an der Grundschule Deckbergen (Foto: Sabrina Buth)

„Wir haben uns über das Angebot der Stadt gefreut, dass hier Nisthilfen angebracht werden können“, so Dr. Nick Büscher, Vorsitzender des NABU Rinteln. Der NABU hatte sich Gedanken gemacht, welche Nisthilfen in Frage kommen und an welchem Standort die Nisthilfen geeignet sind.
Nach einer gemeinsamen Begehung der städtischen Gebäude wurde man sich schnell einig darüber, dass man Nistmöglichkeiten für Haussperlinge, Mauersegler und Mehlschwalben schaffen sollte. Darüber hinaus wurden auch Nisthilfen für Singvögel wie Blau- und Kohlmeise sowie Hausrotschwänze vorgesehen. Die insgesamt 30 Nisthilfen hat der NABU Rinteln zu diesem Zwecke zur Verfügung gestellt.

Unter Koordination von Sabrina Buth, der für Natur- und Umweltschutz zuständigen Mitarbeiterin der Stadt Rinteln, wurden die Nisthilfen von einem örtlichen Dachdeckerbetrieb fachmännisch an den Gebäuden der Feuerwehr Hohenrode und der Mensa der Grundschule Deckbergen angebracht.

Nisthilfen an der Feuerwehr Hohenrode (Foto: Nick Büscher)

Um insbesondere bei den Mehlschwalbennestern Verunreinigungen an der Fassade zu vermeiden, erfolgte die Anbringung von sogenannten Kotbrettern unterhalb der Nisthilfen. An der Feuerwehr Unter der Schaumburg hat die örtliche Kinderfeuerwehr die Nistkästen selbstständig montiert.

Nun hat man die Grundlage an den ersten städtischen Immobilien geschaffen, damit Gebäudebrüter Nistmöglichkeiten vorfinden – und dies noch rechtzeitig vor der diesjährigen Brutzeit. NABU und Stadt hoffen nun darauf, dass die Nisthilfen gut angenommen werden. Positiv stimmt dabei, dass an der Feuerwehr Hohenrode bereits Mehlschwalben die ersten Nester gebaut haben. (pr)

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