(Rinteln) Sie werden von immer mehr Eltern genutzt und sind gleichzeitig vielen ein Dorn im Auge:
Sogenannte „Elterntaxis“, die den Nachwuchs bis vor das Schulgebäude fahren und dort absetzen, beschäftigen seit jeher Schulen, Polizei und Politik. Der praktische Grund, die Kinder auf dem morgendlichen Weg zur Arbeit einfach zur Schule mitzunehmen, sorgt immer wieder für Diskussionen: Zugeparkte Schulwege, Bushaltestellen, verstopfte Straßen rund um Schulen und ein höheres Verkehrsaufkommen mit Gefahrenpotential zu Stoßzeiten morgens und nach Schulschluss sind die Folge.
Sämtliche Appelle, die Kinder doch möglichst zu Fuß oder dem Fahrrad zur Schule gelangen zu lassen, stoßen aus den verschiedensten Gründen bei der Elternschaft auf taube Ohren.

Sei es aus Bequemlichkeit, Sorge, Einfachheit oder einfach nur aufgrund der schlechten Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel, die als Gründe angeführt werden. Der Trend zum „Elterntaxi“ scheint sich eher noch zu verstärken, wie jetzt bei einem Vor-Ort-Termin mit Vertretern von Stadtverwaltung, Elternvertretung, Schulleitung und Polizei bei der Grundschule Nord herauszuhören war.
Immer mehr „Elterntaxis“ im Einsatz
Um verstärkt darauf aufmerksam zu machen und dazu anzuregen, auf das „Elterntaxi“ für den Schulweg zu verzichten, wurden jetzt zwei großformatige Hinweisbanner am Grundstückszaun des Schulgebäudes in der Breiten Straße angebracht. „Ohne Elterntaxi“ ist darauf zu lesen und „Ich schaff das alleine!“ Im Schul-Informationssystem „iServ“ sind entsprechende Hinweise für die derzeit 243 Schülerinnen und Schüler der Grundschule in Rintelns Nordstadt ebenfalls eingepflegt. Ebenfalls nicht neu und entsprechend oft kommuniziert: Der Parkplatz des nahen „toom“-Baumarktes könne von den Eltern genutzt werden und die Kinder müssten so nicht direkt vor dem Schulgebäude aus dem Auto gelassen werden, heißt es aus der Runde. Dies sei mit dem Filialleiter abgesprochen.

Wer sich mit Leuten unterhält, die schon länger mit dem Thema befasst sind, erfährt dass es bereits vor vielen Jahren Ideen und Anregungen gab, wie man den Schulbring- und Abholverkehr entspannen und entzerren könnte. Eine zeitweise Einbahnstraßenregelung in der Groß-Wartenberger-Straße war angeregt worden, ebenso spezielle Seitenparkstreifen zum Anhalten, Absetzen und Weiterfahren. Umgesetzt wurde bislang keine dieser Ideen und so hoffen alle Beteiligten auf Einsicht bei den Eltern und vielleicht das eine oder andere Auto weniger, dass sich zusätzlich zum Alltagsverkehr morgens und mittags durch das Straßengeflecht rund um die Schule zwängt.
Übrigens: Die letzte größere Verkehrsmaßnahme im Umfeld der Grundschule Nord wurde vor über 12 Jahren umgesetzt. Rinteln-Aktuell.de berichtete damals über den neuen Fußgängerüberweg und neu geschaffenen Zebrastreifen. Mehr dazu unter:
Da waren es plötzlich zwei: Neuer Zebrastreifen an der Grundschule Nord
(Text & Fotos: vu)































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