(Exten) Die Extener Ortswehr gilt in Rinteln als Stützpunkteinheit und bildet zusammen mit Hohenrode und Strücken einen eigenständigen Brandschutzabschnitt.
Auf der Jahreshauptversammlung präsentierte Ortsbrandmeister Benjamin Bünte eindrucksvolle Kennzahlen in Form von Tabellen und Diagrammen und erntete dafür viel Applaus – gilt er doch in der Wehr als „Master of Excel-Tabellen“.
Von 45 Mitgliedern in der Einsatzabteilung tragen durchschnittlich 13 Personen zur Tagesverfügbarkeit bei. Außerhalb der Arbeitszeiten und am Wochenende klettern die Werte weiter. Die Personalstärke liegt bei 169 Prozent des Solls für Stützpunktfeuerwehren, wodurch beide Fahrzeuge rund um die Uhr einsatzbereit bleiben.


Langfristig sichert eine starke Kinderfeuerwehr (15 Mitglieder) sowie eine gut gefüllte Jugendfeuerwehr (24 Mitglieder) die Personalentwicklung. Dadurch wird der Nachwuchs kontinuierlich herangeführt und die Einsatzabteilung bleibt jung, worüber sich Bürgermeisterin Andrea Lange freute. Exten verfügt zudem über eine klare Führungsnachfolge: Marco Kirstein wird Löschgruppenführer, Daniela Marchlewski Löschtruppführerin, Stefan Wolgast führt die taktische Einheit Kreisfeuerwehrbereitschaft, Stefan Schumacher ist Gerätewart, Justin Wohlmuth Atemschutzbeauftragter, Alexander Neumann Jugendfeuerwehrwart, Imke Heim Kinderfeuerwehrwartin, Marco Kirstein Sicherheitsbeauftragter und Julia Kirstein Schriftführerin.

Bürgermeisterin Lange betonte im Grußwort die Notwendigkeit von Respekt gegenüber Einsatzkräften und unterstrich die Bedeutung der Nachwuchsarbeit – auch in Exten – für die Zukunft. Sie gratulierte der Wehr zum 100-jährigen Jubiläum, das in diesem Jahr gemeinsam mit dem 60-jährigen Jubiläum der Jugendfeuerwehr gefeiert wird. Jonas Dahlke, neuer Ansprechpartner im Rathaus für Feuerwehrbelange, arbeitet mit dem Bauamt an einer Übergangslösung zur Lagerung von Logistik während der Umbauarbeiten des neuen Logistikzentrums in der Dieselstraße.

Kritik kam von Bünte an den umfangreichen Dokumentationspflichten, die durch das noch verbesserungsbedürftige Programm FeuerON zunehmen. Durch Dokumentationspflichten dauern Prüfungen feuerwehrtechnischer Geräte oft länger als die eigentliche Prüfung.
Prüfungen feuerwehrtechnischen Geräts durch Dokumentationspflichten mehr Zeit in der Dokumentation als bei der Prüfung selbst brauchen.
Das vergangene Jahr verzeichnete 33 Einsätze. Wie groß die Einsatzfähigkeit des Tanklöschfahrzeugs ist, zeigte die überörtliche Anforderung zur Löschhilfe des Tanklöschfahrzeugs im Auetal. Angesichts der Heckenbrände im Frühling betonte Bünte erneut die Vorsicht: Jedes Jahr müssen Einsätze wegen verbrannten Unkrauts erfolgen.

Neue Mitglieder wurden aufgenommen: Jolina Riedel, Cedrik Voß und Julian Bokeloh (Quereinsteiger). Beförderungen: Julia Kirstein und Marco Kirstein zu Hauptfeuerwehrleuten, Stefan Schumacher und Kevin Wottke zu Ersten Hauptfeuerwehrmännern. Langjährige Verdienste: Daniela Marchlewski und Timo Schneider für 25 Jahre, Karl-Heinz Bücher und Dieter von der Heyde für 40 Jahre, Heinrich Feldmann feierte 50 Dienstjahre.
(Text & Fotos: ot)





























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