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Ortstermin am Gymnasium: IGS-Neubau „zum Anfassen“

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Um sich eine besseres Bild von den Dimensionen des IGS-Neubaus am Schulzentrum machen zu können, beantragte man in der Bauausschusssitzung im Februar einen Ortstermin. Dieser fand jetzt mit Vertretern von Ortsrat, Bauausschuss und des Landkreises auf dem Schulhof des Ernestinums statt. Begehung der Flächen inklusive.

Die groben Eckpunkte des neuen Baugebiets wurden dazu mit Pylonen abgesteckt und verdeutlichten die Außenmaße. Gesprächsbedarf schien es in Sachen Aufsichtspflicht auf dem neuen, 12.950 Quadratmeter großen, gemeinsamen Schulhof zu geben. Dr. Gert Armin Neuhäuser (WGS) brachte den Einwand vor, IGS-Lehrkräfte könnten den Gymnasiasten aufgrund fehlender Zuständigkeiten keine Weisungen erteilen – und umgekehrt ebenso. Also müsse es immer eine „doppelte Beaufsichtigung“ geben. Kreisschulamtsleiter Ralf Mahnert erklärte, dies sei keine neue Situation. Aufgrund der jetzigen Lage mit zwei IGS-Standorten in der Rintelner Innenstadt müssten ebenfalls zwei Standorte gleichzeitig beaufsichtigt werden, dies hatte IGS-Schulleiter Torsten Rudolf ihm gegenüber bereits bestätigt.

Der Versetzung von Pausenzeiten, wie von Christoph Ochs (Grüne) vorgeschlagen, erteilte Mahnert eine Absage. Aufgrund der Rintelner Oberstufen Kooperation (ROK), die auch einen Austausch von Lehrkräften zwischen den Schulen vorsehe, müssten die Unterrichts- und Pausenzeiten abgeglichen werden. Weitere Kritikpunkte gab es an dem erhöhten Verkehrsaufkommen an der Burgfeldsweide und der damit verschärften Situation für die Bushaltestelle gegenüber den Berufsbildenden Schulen. Laut BBS-Lehrerin Ursula Mücke sei diese in der Planung nur „marginal“ berücksichtigt worden. Viele Schüler nutzten die Bushaltestelle am Ernestinum, da die BBS-Haltestelle nicht von der Schaumburger Verkehrsgesellschaft (SVG) angesteuert werde. Von dort machen sie sich zu Fuß auf den Weg zur Berufsschule. Eine Querungshilfe, möglicherweise ein Zebrastreifen, würde hier Abhilfe schaffen.

Kreisschulamtsleiter Ralf Mahnert (li.) erklärt Mitgliedern von Ortsrat und Bauausschuss die Pläne.

Als problematisch stellte sich auch die Radwegsituation an der Burgfeldsweide heraus. Zwischen Geh- und Radweg befindet sich eine dicke Hecke, die „regelmäßig verkrautet“ ist, wie den Gesprächen zu entnehmen war. Die Folge: Radler und Fußgänger benutzen eine gemeinsame Spur, es kommt zu gefährlichen Situationen. Eine weitere Gefahrensituation ergibt sich an der Einmündung zum Graebeweg. Autos dürfen dort nicht einfahren, Radfahrer schon. Die Radwegsituation sei in diesem Bereich nicht regelkonform und zeitgemäß, befand auch Felix Wells vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) Schaumburg. Schnell wurde deutlich: Hier herrscht noch viel Gesprächsbedarf. Zumindest etwas davon könnte laut Kay Steding (CDU) schon vorab geklärt werden: Die Tatsache, dass Fahrradständer ohne Überdachung gebaut werden sollten, ließ ihm keine Ruhe. Immerhin besäßen etliche Schüler Räder „jenseits der 1.000 Euro“, da sei eine wettergeschützte Unterbringung schon sinnvoll. Ob der Plan „dem Landkreis tief in die Augen zu schauen“, wie Steding es ausdrückte, etwas daran ändern wird, muss sich erst noch zeigen. Auf der Bauausschusssitzung im Februar und der Vorstellung der IGS-Außenanlagen hieß es zumindest noch, die Fahrradständer würden aus Kostengründen nicht überdacht werden. Und bei seitlichem Regenfall bringe ein Dach von oben ohnehin nicht viel.

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