(Rinteln) Zur aktuellen öffentlichen Diskussion über Dauerparkplätze, Parkhäuser und das Parken am Kollegienplatz in Rinteln hat jetzt die FDP eine Stellungnahme veröffentlicht.
Der Tenor: Ausreichender Parkraum ist aus Sicht der FDP Rinteln kein Problem, sondern ein Standortvorteil für Rinteln. Gleichzeitig sieht man Modernisierungsbedarf, insbesondere bei digitalen Bezahlmöglichkeiten und möchte eigenen Angaben zufolge eine weitere Perspektive in die Debatte einbringen:
Die aktuelle Diskussion um Parkhäuser, Dauerparkplätze und das Parken bei Veranstaltungen zeige aus Sicht der FDP Rinteln, dass Parkraumpolitik die gesamte Innenstadt im Blick haben müsse: „Besucher, Kunden, Gewerbetreibende und vor allem auch die Menschen, die in der Altstadt wohnen.“
In der Debatte sei demnach eine Perspektive deutlich geworden, die stärker auf Auslastung, Gebühren und Lenkung des Parkraums schaut. Die FDP Rinteln hält es demzufolge für wichtig, dieser Sicht eine weitere Perspektive gegenüberzustellen: „Ausreichend erreichbarer Parkraum ist kein Problem, sondern ein Standortvorteil für Rinteln.“
FDP: „Ausreichend erreichbarer Parkraum ist kein Problem, sondern ein Standortvorteil für Rinteln“
„Wer Parken in Rinteln nur als Einnahmequelle oder Steuerungsinstrument betrachtet, greift zu kurz. Ausreichend Parkraum ist ein Vorteil für unsere lebendige Innenstadt. Wer diesen Vorteil mutwillig verteuert oder verkompliziert, schwächt am Ende Handel, Gastronomie und Wohnen im Zentrum“, erklärt Stadtratskandidat Philipp Horstmann und stellvertretender Vorsitzender der FDP Rinteln.

Die FDP spricht sich nicht gegen jede Anpassung aus. Eine maßvolle Anpassung von Parkgebühren an die allgemeine Preisentwicklung könne nachvollziehbar sein. Entscheidend sei aber, „dass Parken in Rinteln einfach, fair und innenstadtfreundlich bleibt“. Aus Sicht der FDP gehört dazu auch eine moderne App-Lösung zum Ziehen von Parktickets. Das Vereinfachen des Parkens sorge eher für mehr Akzeptanz als bloße Gebührenerhöhungen.
App-Parken für bessere Einnahmen angeregt
„Wer heute Parkgebühren erhebt, sollte auch zeitgemäße Bezahlmöglichkeiten anbieten. Eine App-Lösung macht Parken einfacher, spart Aufwand und kann langfristig helfen, teure Automateninfrastruktur zu reduzieren. Außerdem werden mehr Autofahrer ihr Parkticket zahlen, wenn Besucher dieses bequem per Smartphone lösen und verlängern können, anstatt passende Münzen zu suchen, die sie nicht haben. Moderne Bezahlmöglichkeiten können so zu besseren Einnahmen beitragen, ohne die Innenstadt durch überzogene Gebühren abzuschrecken“, sagt Heiko Tischendorf, Stadtratskandidat der FDP Rinteln.

Auch zusätzliche Dauerparkplätze für Anwohner in den Parkhäusern kann sich die FDP vorstellen. Voraussetzung ist aber, dass weiterhin ausreichend freie Parkplätze für Gäste, Kunden und Besucher der Stadt zur Verfügung stehen: „Die Parkhäuser dürfen nicht einseitig für bestimmte Zwecke vergeben werden, sondern müssen für die unterschiedlichen Bedürfnisse der Innenstadt funktionieren.“

Dr. Fabian Horn, Bürgermeisterkandidat für FDP und CDU, ergänzt: „Gleichzeitig muss klar geregelt sein: 30 Minuten Kurzzeitparken sollen kostenlos sein. Wer schnell ein Rezept abholt, ein Geschäft besucht oder kurz etwas in der Innenstadt erledigt, soll dafür nicht bezahlen müssen.“

Dr. Horn befürwortet 30-minütiges Gratisparken
Besonders wichtig ist Horn eigenen Angaben zufolge der Blick auf die Bewohner der Altstadt. „Viele Menschen leben dort in historischer Bausubstanz, häufig ohne eigene Stellplätze oder Garagen. Wer solche Häuser übernimmt, saniert, erhält und mit Leben füllt, leistet einen wichtigen Beitrag für unsere schöne Weserstadt,“ so Horn.
„Rinteln darf keine Donut-City werden“

Weiter führt Horstmann aus: „Rinteln darf keine Donut-City werden: außen wohnen und einkaufen, innen Leerstand und Verfall. Wir brauchen Menschen, die in der Innenstadt leben wollen. Ihnen dürfen wir das Leben nicht durch immer neue Gebühren und komplizierte Regeln schwerer machen“. Parken dürfe nicht „künstlich zum Problem gemacht werden“, es müsse Teil einer funktionierenden Innenstadt bleiben, so die Liberalen abschließend.
(pr)



























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