(Rinteln / Weserbergland) Am 12. August 2026 bietet sich den Menschen ein faszinierendes Naturschauspiel: In Deutschland ist eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen – falls das Wetter mitspielt.
Wer das Schauspiel miterleben möchte, braucht einen freien und unverbauten Blick auf den westlichen Horizont. Im Bereich Schaumburg beginnt der Mond, sich um etwa 19:16 Uhr vor die Sonne zu schieben. Der höchste Grad der Abdeckung wird kurz nach 20 Uhr erwartet.
Wer das seltene Naturschauspiel beobachten möchte, sollte jedoch unbedingt an den richtigen Augenschutz denken: Der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) erklärt, worauf Verbraucher bei einer Sonnenfinsternisbrille achten sollten.
Eine Sonnenfinsternis ist besonders faszinierend, doch direkt in die Sonne zu schauen ist ohne geeigneten Schutz gefährlich. Die intensive Sonnenstrahlung kann die Netzhaut, meist unbemerkt, schädigen und das Sehvermögen dauerhaft beeinträchtigen. Eine normale Sonnenbrille reicht dennoch nicht aus. Wer die Sonnenfinsternis sicher beobachten möchte, benötigt eine speziell dafür vorgesehene Sonnenfinsternisbrille.
Sicherheitscheck vor dem Blick zur Sonne
Eine geeignete Sonnenfinsternisbrille muss das CE-Zeichen tragen und der aktuell gültigen Norm DIN EN ISO 12312-2:2015
entsprechen. Entscheidend ist außerdem eine ausreichend starke Filterwirkung: Höchstens 0,001 Prozent des Sonnenlichts dürfen die Filterfolie durchdringen. Wer bereits eine Sonnenfinsternisbrille besitzt, sollte sie vor der nächsten Nutzung sorgfältig kontrollieren.
Kratzer, Löcher, Risse, Ablösungen oder andere Beschädigungen können die Schutzwirkung beeinträchtigen. Sind Schäden erkennbar oder bestehen Zweifel am Zustand der Brille, sollte sie nicht mehr verwendet werden. Auch Augenoptiker können dabei helfen, vorhandene Brillen zu kontrollieren.

Fachlicher Rat für zusätzliche Sicherheit
Im Augenoptikfachgeschäft können Verbraucher in vielen Fällen nicht nur eine geeignete Sonnenfinsternisbrille erhalten, sondern sich auch beraten lassen. Augenoptiker kontrollieren gemeinsam mit den Kunden, ob die Sonnenfinsternisbrille die Augen vollständig abschirmt und die Filterfolie frei von Beschädigungen ist.
Besonders wichtig ist fachkundiger Rat, wenn die Sonnenfinsternis mit einem Fernglas, Teleskop oder einer Kamera beobachtet werden soll. Denn hier reicht eine Sonnenfinsternisbrille vor den Augen nicht aus, da optische Geräte die Sonnenstrahlung bündeln und diese dadurch besonders gefährlich werden kann. Deshalb müssen geeignete Sonnenfilter oder spezielle Schutzfolien immer fachgerecht vor dem Objektiv angebracht werden.
Von improvisierten oder selbst gebastelten Lösungen ist übrigens dringend abzuraten. Berußtes Glas, Röntgenbilder, CDs, Filmstreifen, Rettungsdecken oder gewöhnliche Schweißerbrillen bieten keinen zuverlässigen Schutz für den direkten Blick in die Sonne.
Die wichtigste Regel für den 12. August lautet deshalb: Das Naturschauspiel genießen – aber nur mit geeignetem und
unbeschädigtem Augenschutz.
Übrigens: Die bislang letzte totale Sonnenfinsternis. die von Deutschland aus zu sehen war, fand am 11. August 1999 statt. Wer den Termin am 12. August 2026 verpasst hat, braucht viel Geduld – die nächste Sonnenfinsternis wird nämlich erst am 3. September 2081 erwartet.
(Quellen: pr; Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen; Foto: KI-generiert)































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