(Möllenbeck) Am 27. Januar 1900 gründete sich in Möllenbeck der Männergesangverein „Polyhymnia“.
Bis 2016 blieb der Chor rein männlich. Doch die Stimmen wurden knapper, Auftritte scheiterten an fehlenden Stimmen. Dann die sprichwörtliche Wende: Die „Polyhymnia“, bislang Männerdomäne mit Überzeugung, öffnete sich nach Mehrheitsbeschluss auf einer Jahreshauptversammlung auch für Frauen.
Retrospektiv betrachtet gibt der Erfolg dem Chor aus Möllenbeck Recht. Er wurde zum Vorbild für einer gelungene Transformation. Seit 2016 also singen Frauen mit, was neue Stimmen und frischen Schwung ins Vereinsleben brachte. Unterstützung erhielt der Chor von der diplomierten Chorleiterin Raphaela (Aurelia) Martens, deren Leitung die Klangqualität deutlich steigerte und den Verein regional etabliert ließ.

Das Fazit beim zehnjährigen Jubiläum und dem Konzert in der Klosterkirche Möllenbeck: Die Polyhymnia hat rechtzeitig die Notbremse gezogen: statt zu warten, bis Männerstimmen zu leise wurden oder sich der Chor auflösen musste. Heute ist Polyhymnia ein sehr lebendiger, gemischter Chor.
Wertvolle Kulturarbeit für die Stadt
Bürgermeisterin Andrea Lange würdigte die wertvolle Kulturarbeit des Chors. Das Jubiläumsprogramm zeigte die starke Vernetzung der Region: Gastchöre wie Joyful Voices (Deckbergen), Immergrüner Liederreigen (Silixen) und Oldies des Jugendsingkreises Porta Westfalica sowie Gudrun Strathe an der Kirchenorgel standen auf dem Programm.

Der neue Vorsitzende Florian Eick freute sich über eine volle Klosterkirche zum Jubiläum. Der Abschluss mit irischen Segenswünschen und einem reichhaltigen Kuchenbuffet bleibt vielen in Erinnerung.
(Text & Fotos: ot)




























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