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Projekt #wesererleben: Volleyball am Bodega Beach – WLAN und Weser-Lounge am Alten Hafen

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(Rinteln) Das Projekt #wesererleben wurde jetzt im Ortsrat von der Demografiebeauftragten Linda Mundhenke und dem Baudezernenten Stefan Eggert-Edeler erstmals einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt.

Mit #wesererleben soll die Entwicklung vom Nord- und Südufer der Weser als Erlebnisraum vorangetrieben werden. Mit Anschluss an den Weserradweg und direkter Erreichbarkeit an die Innenstadt dient es dem Dialogprozess Stadtentwicklung mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Bei einem Workshop sammelten Vertreter von „JugendKomm“, der Stadtjugendpflege, sowie von DLRG, Touristikzentrum, Vereinigte Chöre, AG Sport, Motoryachtclub, Wassersportverein, Bodega Beach Club und Biergarten am Weseranger Ideen und Anregungen, die anschließend in einer konkreten Planung und Antragstellung zu Papier gebracht wurden.

Baudezernent Stefan Eggert-Edeler (re.) erläutert die geplanten Maßnahmen am Alten Hafen. Links: Ortsbürgermeister Kay Steding.

Als Herzstück dient der alte Hafen, der mit einer „Weser Lounge“ auf der auch als Gouvernements-Halbinsel bekannten Landzunge mit einem Grillplatz und Sitzgelegenheiten aufgewertet werden soll. Von „Bombecks Eck“ soll auf Basis des bestehenden Pfades ein Weg zur Fußgängerbrücke entstehen. An sogenannten „WLAN-Bänken“ sollen die Nutzer ihre Smartphones laden können, während sie über Internet-Zugangspunkte im Netz surfen. In direkter Nachbarschaft zum Bodega Beach Club ist ein Beach-Volleyballplatz geplant.

An WLAN-Bänken sollen Smartphones aufgeladen werden können. Info-Säulen sollen den Weg durch die Stadt weisen.

Die Idee dahinter klingt logisch: Wenn junge Menschen ihre Heimat mitgestalten dürfen, ziehen sie möglicherweise nicht aus ihr weg und finden diese attraktiver. Oder kehren wieder zurück. Dabei spielen Sport, Kultur und Miteinander als Kernelemente die zentrale Rolle und die stadtbildprägende Weser mit dem alten Hafen soll ein „emotionaler Anker“ werden. Frei zugängliche Räume für Sport, Spiel und Erholung sollen Gestaltungsraum für soziale Lebensperspektiven und ein lebendiges, stadtgesellschaftliches Netzwerk werden.

Die Pläne sehen vor, direkt neben dem Bodega Beach Club ein Beach-Volleyballfeld zu errichten.

Lob gab es unter anderem von Matthias Wehrung (CDU), der die Geschwindigkeit lobte, mit der die Stadtverwaltung angesichts der Fülle von Förderprojekten das Konzept erstellte. Zum Alten Hafen habe es in der Vergangenheit bereits die „abstrusesten Vorschläge“ gegeben und angesichts der emotionalen Verbindung vieler Rintelner mit dem Ort, sei es an der Zeit, diesen mit Leben zu erfüllen. Prof. Dr. Gert Armin Neuhäuser von der WGS erinnerte an die Fußgängerbrücke, die damals mit einer Treppe versehen wurde und somit nicht barrierefrei zu nutzen sei und daran, dass es bei Gegenständen wie WLAN-Bänken einer gewissen sozialen Kontrolle bedarf. Mit anderen Worten: Bei versteckter Lage droht Gefahr durch Vandalismus.

Über die Bewilligung von Fördermitteln durch das Amt für regionale Landesentwicklung haben wir bereits berichtet, die Zusage liegt vor. 60 Prozent des 469.000-Euro-Projekts werden finanziell unterstützt. Das sind 281.400 Euro. Die Bauplanung durch externe Büros kostet laut der Präsentation im Ortsrat 80.000 Euro. Der Ausbau des Alten Hafens wurde mit 200.000 Euro kalkuliert, die Weser-Lounge mit 50.000 Euro. Das Beach-Volleyballfeld schlägt mit 15.000 Euro zu Buche, zwei WLAN-Bänke und zwei digitale Info-Terminals mit 30.000 Euro. Die Bereitstellung des WLAN wird 4.000 Euro kosten, die Herstellung einer Wegeverbindung von Bombecks Eck zum Alten Hafen 75.000 Euro. Die Planung sieht eine dreijährige Projektdauer mit Fertigstellung gegen Ende April 2023 vor. (vu)

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