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Radweg mit Unterbrechung: SPD fordert Lückenschluss zwischen Westendorfer Landwehr und Ahe

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(Engern) Die SPD-Fraktionen im Ortsrat Deckbergen-Schaumburg-Westendorf und Ahe-Engern-Kohlenstädt fordern einen Lückenschluss des Radwegs zwischen der B 83 (Westendorfer Landwehr) und Ahe (Neelhofsiedlung) an der Landesstraße 438 als Maßnahme zur Verbesserung der Verkehrssituation.

Wie Birte Bredemeier (SPD-Fraktion Deckbergen-Schaumburg-Westendorf) und Dieter Horn (SPD-Fraktion Ahe-Engern-Kohlenstädt und Ortsbürgermeister von Engern) in einem uns vorliegenden Schreiben mitteilen, habe man sich in beiden in vergangenen Jahren wiederkehrend mit dem fehlenden Radweg von der B83 (Westendorfer Landwehr) entlang der Landesstraße 438 zur Neelhofsiedlung beschäftigt. Derzeit endet der Radweg von den nordöstlichen Ortsteilen zur Kernstadt an der Westendorfer Landwehr. Eine Fortführung beginnt erst an der Neelhofsiedlung. „Dies erschwert allen Radfahrern die Fahrt nach Rinteln, was insbesondere, aber nicht nur, für Schulkinder eine große Gefährdung bedeutet“, heißt es in dem Schreiben weiter.

(Symbolfoto: Ein Radfahrer befährt die Landesstraße 483 von Westendorf in Richtung Engern)

Bisher sind alle Versuche der betroffenen Ortsräte, hier eine Lösung herbeizuführen, ergebnislos geblieben. Bredemeier und Horn führen weiter aus: „Einerseits lässt der vorhandene Seitenstreifen aufgrund seiner Beschaffenheit und Eigentumsverhältnisse laut Aussage der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hameln, die Anlage eines Fuß- und Radweges nicht zu. Andererseits mit der Begründung einer Neugestaltung der Kreuzung Westendorfer Landwehr und neuer Trassenführung der L483 bis zur Kreisstraße K74 mit einer Anbindung über einen Kreisel an die B83. Die Planung der neuen Trassenführung ist nach Aussage der Stadt Rinteln in den Ortsratssitzungen bisher nicht weiterverfolgt worden, da diese Trassenführung eine Überführung der Bahnstrecke Löhne-Elze zur Folge hätte.“

Für die beteiligten Ortsräte sei es demnach von großem Interesse, ob es diesbezüglich neue Planungen seitens der Straßenbaubehörde gibt und wann die Planung umgesetzt wird, damit ein Lückenschluss zwischen den Fahrradwegen und eine sichere Anbindung der nordöstlichen Ortsteile an die Kernstadt erfolgt. Dies gelte laut Schreiben insbesondere vor dem Hintergrund des Sonderförderprogramms „Stadt und Land“, mit dem das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur bis Ende 2023 insgesamt 657 Millionen Euro zur Stärkung des Radverkehrs bereitstelle. Davon entfallen etwa 65 Millionen Euro auf Niedersachsen, um ein sicheres, möglichst lückenloses Radwegenetz mit schnellen Verbindungen zu schaffen. SPD-Stadtratsfraktionsvorsitzende Astrid Teigeler-Tegtmeier hat einen entsprechenden Antrag an Bürgermeister Thomas Priemer formuliert. Er soll demnach bei den Beratungen zum Radwegeverkehrskonzept der Stadt Rinteln berücksichtigt werden. (pr)

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