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Rat trifft Entscheidung über die Zukunft des Wohnmobilstellplatzes

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Es ist ein bisschen wie die Quadratur des Kreises: Auf der einen Seite gibt es den beliebten Wohnmobilstellplatz an der Dankerser Straße, andererseits zahlen die Nutzer für den Platz keinen Cent (Verbrauch ausgenommen).

3.000 Fahrzeuge nutzten den Platz im Jahr 2014, sagt die Verwaltung. Das Landesamt für Statistik geht von einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von 1,8 Tagen aus. Im Verwaltungsausschuss der Stadt Rinteln wurde eine Beispielrechnung bei Aufstellung eines Parkscheinautomaten aufgemacht. Bei beispielhaften 5 Euro Nutzungsgebühr wären das Einnahmen von 27.000 Euro pro Jahr.

Dem stünden Kosten von jährlich 17.328 Euro gegenüber, die sich zusammensetzen aus 2.000 Euro Kosten für die Abschreibung, Wartung und Versicherung des Automaten, 2.028 Euro für die Leerung durch den Bauhof, 2.500 Euro für die Unterhaltung des Stellplatzes und 10.800 Euro für den Ordnungsdienst, der mit ca. 10 Stunden Arbeitsaufwand pro Woche die Einhaltung der Gebührenpflicht überwachen müsste. Damit blieben unterm Strich Einnahmen von 9.672 Euro pro Jahr.

Parktickets erfordern Überwachung

01 rintelnaktuell wohnmobilstellplatz dankerser strasse

„Der Stellplatz verliert auch schon durch eine Erhebung von moderaten Parkgebühren an Attraktivität“, sagt die Verwaltung, „dies würde sich auch negativ auf die Zahl der Nutzer auswirken und das Einnahmeplus verringern.“ Durch die erforderliche Überwachung und Sanktionen durch „Knöllchen“ befürchtet man den weiteren Verlust von Gästen.

Nach einiger Diskussion stimmte der Rat der Stadt Rinteln in seiner Sitzung am vergangenen Donnerstag für die Variante der Verpachtung des Stellplatzes an die Stadtwerke Rinteln. Durch die Umlage der Benutzungsgebühren auf Strom- und Wasserverbrauch entfällt die Überwachung.

Zuvor stellte Ursula Helmhold (Grüne) den Antrag, Parkscheinautomaten aufzustellen und die Überwachung der Stadt zu überlassen. Kay Steding (CDU) wollte eine Ausschreibung zur Verpachtung an einen privaten Betreiber mit der Auflage, maximal zehn Euro pro Tag zu verlangen.

Veit Rauch (CDU) wollte den Tagesordnungspunkt absetzen lassen und argumentierte, man habe noch Zeit, alle Vorschläge bis zum 1.1.2016 zu überdenken. Sämtliche in der Sitzung gestellten Anträge wurden abgelehnt, letztlich fand die Beschlussvorlage die größte Akzeptanz. Die Stadt verpachtet den Stellplatz an die Stadtwerke, der Pachtvertrag wird dem Rat in einer erneuten Sitzung zur Entscheidung vorgelegt. Gibt es auch da grünes Licht, steht der Verpachtung ab dem 1.1.2016 nichts mehr im Weg.

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