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Rinteln: Ein Neujahrskonzert und das Witze-Potpourri des Wolfgang Westphal

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(Rinteln) Einen musikalisch-kunstkritischen Bericht über das Rintelner Neujahrskonzert zu schreiben, dazu müsste man erfahrener Kunstkritiker mit abgehobener Denke in Sachen klassischer Musik sein, oder sich von der KI anleiten lassen und etwa so schreiben:

„Die Symphonie Nr. 4 in fis-Dur op. 90, bekannt als „Italienische“, entfaltet sich als expressive Reise von Gelächter und Glanz zu melancholischer Tiefe. Brahms? Nein – gemeint ist eher Mendelssohn? Wörtlich: Es ist die Fuge aus der Romantik, verortet in einer reinen, sonnendurchtränkten Inszenierung italienischer Klanglandschaften. Der erste Satz stürzt wie ein Lichtstrahl über antike Ruinen: lebendig, schnittig, mit einem Atem, der Flügel trägt. Die Melodien tanzen in einer korinthischen Klarheit, doch schon bald öffnet sich der Horizont zu dramatischen Gegensätzen; die Dynamik schreitet mutig voran, bleibt nie bloß reizvoll, sondern spürt dem inneren Drang nach.“

Gut, dazu müsste man – wie gesagt – Kunstkritiker (oder KI) sein. Doch es gibt ja auch noch das eigene, reine Gefühl. Und das sagte: Es war einfach Klasse! Schön wurde es zum einen durch den neuen Saal der Aula des Gymnasiums Ernestinum, kurz „ErnA“, in den errechnet 356 Besucher passen und dessen Akustik zumindest nach der Meinung des Maestro Wolfgang Westphal sehr ordentlich zu klassischer Musik passt. Und der „Maestro“ war es auch, der zu manchem Schmunzler bis hin zu Gelächtern einlud.

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Die Gefühle des Publikums leitete Westphal bei der „Italienischen“ (siehe oben) in den Sommer Italiens, an das Mittelmeer mit einem Glas Rotwein in der Hand. Fast schmeckte man die würzigen Beeren und empfand das italienische dolce vita beim lebhaften Tanz des Saltarello in Mendelssohns Symphonie. Und Westphal lief zu weiteren Höhepunkten in der Unterhaltung auf und nahm sich mit seinem Frack selbst auf den Arm bei der Ankündigung der „Fledermaus“ von Johann Strauss: „Kommt ein Mann in eine Zoohandlung und will eine Fledermaus kaufen. Die rote kann sprechen und kostet 3.000 Euro, die grüne kann singen und kostet 5.000 Euro, die gelbe kann singen und sprechen und kostet 7.000 Euro und die schwarze kostet 10.000 Euro. Warum ist die schwarze so teuer, fragt der Mann? Nun, die schwarze Fledermaus kann nichts, aber alle nennen sie Maestro!“

Und auch zum Frühlingsstimmen-Walzer von Strauss hatte Westphal eine Anekdote auf Lager: „Stehen zwei Gänseblümchen auf der Wiese und die eine sagt ‚Ich liebe Dich!‘ Sagt die andere ‚Ich liebe Dich auch …. wollen wir ein Bienchen kommen lassen?“ Westphal zauberte auf der Bühne, ließ die Musikerinnen und Musiker der Göttinger Symphoniker zupfen, streichen, trommeln und in ihre Instrumente blasen bis hin zur „Schönen blauen Donau“ von Johann Strauss, bei der man musikversunken die Wellen des Flusses quasi fühlen konnte.

Ohne Zugabe fehlt was

Applaus, Abtritt von der Bühne und die Erkenntnis der eingefleischten Neujahrskonzertbesucher: „Ohne den Radetzky-Marsch geht Westphal nie weg!“ Und so war es dann auch. Radetzky-Marsch, Klatschanleitung durch den Maestro, endgültiger Abtritt von der Bühne mit Umarmung der „Ersten Geige“ und das war es auch schon. Wie die Stimmung war, wollten wir noch beim Herausgehen von Besuchern wissen: „Fragen sie mich nicht, ich muss erst einmal wieder zu mir kommen!“ Nun gut. Besser kann man es nicht sagen.

(Text: ot, Fotos: dv)

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